Neue Angewohnheiten

Anfang des Jahres gab es diverse Artikel zum Thema Vorsätze fürs neue Jahr. Ich finde das eher lästig, aber ich bin über ein paar interessante Sachen gestolpert. Es geht um das Angewöhnen neuer Angewohnheiten.

Nachdem ich alles mögliche dazu gelesen hatte, war klar: man ändert am schlauesten in ganz kleinen Schritten, die sich selbstverständlich in den gewohnten Alltag einfügen. Denn unser Gehirn liebt den gewohnten Gang der Dinge, es spart dabei schlicht Energie. Ich fand diesen Artikel im Spiegel dazu sehr interessant.

Die erwähnte App habe ich mir heruntergeladen, aber natürlich nicht benutzt. Selbst die kleinen Änderungen sind eine unglaubliche Anstrengung. Ich dachte zuerst, ich habe schon Altersstarrsinn, aber es ist wohl ganz normal.

Also werkele ich jetzt seit anderthalb Monaten daran, jeden Tag zu steppen (der Fuß tut ja nicht mehr weh), zumindest fünf Minuten Shuffles üben. Es gestaltet sich schwierig. Mal bin ich schlicht nicht da, mal ist dies, mal ist das. Das Erstaunliche: habe ich es erstmal drei oder vier Tage hintereinander gemacht, wird es immer einfacher. Drei oder vier Tage nichts gemacht: bewusste Anstrengung.

Wie ist es bei euch? Geheimrezepte, Tipps und Tricks?

3 Kommentare

  • Es geht jedem so. Ich bin vor 5 Jahren jeden Morgen regelmäßig eine 1/2 Stunde gelaufen. Etwa 2 Jahre lang. Dann habe ich ausgesetzt ( ich weiß auch nicht mehr warum). Jetzt laufe ich sporadisch alle paar Tage oder jede 2. Woche. Jedenfalls sehr unregelmäßig und immer mit schlechtem Gewissen. Und das ist der Fehler. Man muß sich einen festen Plan machen und das Training konsequent durchziehen.

  • Dem schließe ich mich an, fester Plan klappt am besten. Gar nicht groß nachdenken, sondern Programm abspulen.
    Ich gehe direkt nach der Arbeit zum Sport, habe also schon die Sportklamotten im Auto und fahr gar nicht erst nach Hause. Wenn ich gar keinen Bock hab, sage ich mir, „dann mach diesmal nur die Hälfte, aber mach wenigstens die“, letztlich ziehe ich doch das ganze Programm durch und fühle mich danach prima. Das mache ich 4x die Woche und an zwei Tagen geh ich in den Wald zum Joggen. Einen Tag pro Woche mache ich frei und der Tag danach ist immer wieder der schwierigste…. Der Schlendrian reißt bei mir sofort ein, je länger ich pausiere, desto schwieriger wird das Wiedereinsteigen.

  • Mein Mantra ist: wenn du dranbleiben willst, fang einfach immer wieder an. Und zwar kurzkettig.

    Ich denke schon, dass das Tägliche besser ist. Allein: bei mir gibt es tageweise Ausnahmen, schon wenn man mal krank ist, der Zeitplan manche Tage wirklich nichts zulässt usw.
    Wichtig ist mir, dass ich das Gefühl habe, immer noch richtig im Fluss zu sein.

    Das betrifft vor allem Sport und nicht die kleine Aufräumrunde von 15 Minuten täglich. Was in den Räumen geht, ist viel unabhängiger.

    Dass du im Grunde völlig recht hast mit der Kernaussage, zeigt doch das Zähneputzen. Wir machen es, auch wenn wir müde sind, krank, draußen Glatteis ist oder wir lieber ein Buch lesen würden. Echte Gewohnheiten haben eher die Führung über dich. Und dann muss man sich vermutlich gar nicht aufraffen. Ich würde das machen, wo es geht. In den meisten Fällen ist es ganz sicher eine reine Gewohnheitsfrage und man macht es wie Zähneputzen.

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