Neulich im Zug – Teil 2

Kürzlich bin ich über einen alten Beitrag von mir gestolpert.

Ich kann ergänzen: der Thierry war seinerzeit doch da.

Und die Leichtigkeit kehrt Schritt für Schritt wieder in mein Leben zurück. Die Kinder werden größer und das Leben wieder einfacher und nicht mehr so fremdbestimmt.

Mit schwerstens verliebt kann ich auch dienen.

Kommt die Jugendzeit vielleicht in anderem Gewand wieder zurück?

4 Kommentare

  • Ja, kommt sie. Ich bin das zweite Mal verheiratet und weiß diesmal, was schief gehen kann. Ich fand mich bis relativ kurz vor der Trennung eigentlich noch sehr glücklich, die Erkentnis kam von einem Moment auf den anderen. Leichtigkeit vor allem im Umgang mit Problemen ist der wesentliche Unterschied, richtig glücklich war erst nach dem ersten Problem, das sich auf ganz andere Art lösen ließ. Dieses Leben wollte ich und hab es nicht mehr aufgegeben. Mit neuer Liebe kommt auch wieder eine neue Art, man selbst zu sein, jeder kann deine Facetten anders zum Strahlen bringen. Nicht nur den anderen, auch mich selbst mochte ich wieder mehr und war begeistert von mir selber. Der richtige Partner bringt das Beste in dir zum Funkeln und du bei ihm und macht die Welt für alle schöner, vor allem sieht man: Möglichkeiten. Gibt es mehr Freiheit? 🙂

    Das Gefühl der Jugend ist später auch noch mal auf anderem Weg zurück gekehrt, ich hab mein Gewicht wieder erlangt, dass ich damals in der Jugend hatte und war erstaunt, wie ich mit dem Gewichtsverlust wieder vitaler wurde. Vielleicht war es auch gar nicht das Gewicht, sondern der aktive Weg dorthin, mir was wieder zu holen, mit dem ich mich schon abgefunden hatte.

    Heute ist wieder alles möglich und Erfahrung, das erlebt zu haben, verstärkt das Vertrauen in sich selbst immer weiter. Es ist Treue zu sich selbst, eine Kurskorrektur zu machen und das Leben leben zu können, von dem man eigentlich wirklich träumt und dort die neuen Energien hin lenkt. Liebe braucht Raum, Zeit und Energie, wenn man die selber aktiv aufbringt, hat man eine gute Chance, sie ständig zu wieder zu entfachen.

    War schön, dein Posting zu lesen, viel Glück dir. 🙂

  • Ja, der Alltag hat seine Tücken, aber es liegt an jedem selbst, ob er seinen Alltag als Last oder Lust empfindet. Ich habe die Zeit sehr genossen, als unsere Tochter klein war und umsorgt werden musste, angefangen beim Fahren, übers Kochen bis zum Organisieren, ich habs gern gemacht und bin Vollzeit arbeiten gegangen. Fremdbestimmt habe ich mich dabei nie gefühlt. Ich hatte auch nie das Gefühl, dass mir etwas entgeht. Wahrscheinlich deswegen, weil ich Gelegenheit hatte, meine Jugend auszukosten. Sorglos studieren, sorglos vierliebt sein, sorglos verreisen – gut, die Sorge um die Finanzen war immer da, aber die Möglichkeiten sind ausgeschöpft worden.
    In der Ehe gibt es immer Höhen und Tiefen und ein Patentrezept für das Gelingen einer Partnerschaft gibt es nicht. Jetzt ist das Kind groß, fährt alleine dorthin, wo es hin muss … Der erste Urlaub „ohne“ hat mir fast das Herz zerrissen, aber langsam gewöhnen wir uns daran und langsam finden wir uns wieder zurecht.
    Unbeschwertheit, Leichtigkeit und Glücklichsein sind keine Attribute der Jugend und sie sind auch in der Jugend kein Dauerzustand, man muss sich die Momente nur immer bewußt machen, denn es gibt sie ganz sicher in jedem Alter.

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