Startups: IPA NEMA

Ich trinke gerne Bier – nicht immer, weil ich bekennende Sommer- und Partytrinkerin bin. Aber am Wochenende zu einem guten Essen ein gutes Bier – sehr gut. Nun ist es mit dem guten Bier aber so eine Sache. Die „Massenware“ mag ich (abgesehen von frisch gezapftem Kölsch) nicht so gerne, ganz oben auf meiner Liste steht das Bergmann Pils aus Dortmund und natürlich Craftbeer. Mein örtlicher Supermarkt ist ganz gut sortiert. Leider wurden die aber jetzt auf die Plätze verwiesen und ich muss künftig im Internet ordern.

Und das kam so: vor Weihnachten bekam ich eine Mail von unserer hauseigenen Poststelle, dass ich doch bitte mein Sixpack Bier abholen solle. Ich war verwirrt, wer zur Hölle schenkt mir denn ein Sixpack Bier zu Weihnachten?

Des Rätsels Lösung: drei gute Bekannte hatten offensichtlich nicht genug zu tun und haben sich kurzerhand nebenher dem Bierbrauen verschrieben.

Und wie die Drei so sind, haben sie natürlich nicht irgendein Bier fabriziert. Nein, wir reden hier von einem India Pale Ale (IPA), dass nicht nur nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wird, sondern auch noch von Bioqualität ist und mit seltenen Hopfensorten und einer ungewöhnlichen Malzmischung punktet.

Das Ganze heißt Sud 1, weil es der erste Sud ist – und limitiert. Am 27.10.16 wurde in Schlossbrauerei Stein aus dem Chiemgau gebraut und am 05.12.2016 auf 36.000 Flaschen abgefüllt. Mehr gibt es nicht davon.

Für Sud 1 verwendeten wir Malz und Hopfen in Bio Qualität, aus der Region der Brauerei, sowie Wasser aus der brauereieigene Quelle. Nach dem Brautag reift IPA NEMA fünf Wochen in den Felsenkellern der Brauerei. Diese liegen direkt unterhalb der Burg Stein, welche ab 1845 im Besitz der Prinzessin von Leuchtenberg war. Sie war damals die Kaiserin von Brasilien.

Was ist das Besondere? Das schmeckt man am Besten. Ich habe ganz einfach unbedarft die erste Flasche aufgemacht und war positiv überrascht: es ist sehr frisch, mit einem Hauch von Zitrone, herb, aber nicht bitter und vor allem: sehr leicht.

Ich habe schon die nächsten Sixpacks geordert (18 Flaschen kosten 36 Euro plus Versandkosten, das geht übrigens hier, da kann man auch noch mehr dazu lesen und als Goodie gibt es noch eine Anleitung zum Selbstbrauen) und wünsche mir, dass dieses Startup sehr erfolgreich wird – bin nämlich gespannt, was es dann im Sommer leckeres zu trinken gibt.

2 Kommentare

  • Judith Haehner

    Das ist ja mal etwas anderes! Ein Post über Bier, finde ich sehr gut! Ich liebe IPA! Habe in meiner Nähe die Vulkan-Brauerei in Mendig, die haben auch ein sehr gutes IPA. Ich warte schon sehnsüchtig auf den Sommer, um es abends auf der Terrasse zu geniessen!

    Bin übrigens eine sehr eifrige Leserin Deiner Seite und finde sie sehr gut!

    • oh, jemand aus der alten Heimat. Wenn ich das nächste Mal in Andernach bin, werde ich einkaufen gehen!

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