Korea gut und schön – aber schon wieder alles neu?

Über die Jahre haben sich bei mir einige Lieblingsprodukte in Sachen Pflege angesammelt und die mag ich natürlich nicht einfach so hergeben. Andererseits ist meine neue Harakeke-Serie von The Saem einfach klasse. Glücklicherweise ist das kein Problem – man kombiniert es einfach! Und außerdem noch Kurzreviews von ein paar neuen Produkten.

Los geht es mit dem Toner. Der soll in erster Linie Feuchtigkeit spenden, im Toner von The Saem steckt neben reichlich Harakeke außerdem noch Manuka Honig und Ringelblumenextrakt. Und in meiner reichlich gefüllten Pflegeschublade im Bad gibt es kein vergleichbares Produkt. Der Toner ist einfach klasse, ich vertrage ihn ausgezeichnet, die Haut wird weich und es ist die ideale Grundlage für weitere Pflegeschritte.

Bei Schritt 2 Ampoule gibt es dann endlich Auswahl:

Bei diesem Pflegeschritt geht es mir darum, eine Extraportion Feuchtigkeit zu bekommen.

Die Harakeke Ampoule enthält im Gegensatz zum Toner zusätzlich noch das Harakeke Seed Oil. Es ist gelartig und zieht extrem schnell ein, insbesondere, wenn man es mit den Handflächen ins Gesicht drückt. Wenn man danach in den Spiegel schaut, sieht es tatsächlich aufgepolstert aus. Kleiner Tipp: bei besonderem Bedarf (Heizung…) kann man auch eine kleine Menge zweimal hintereinander auftragen.

Alternative von The Saem: Triplus Hydrating Ampoule. Ich habe es recht intensiv genutzt, werde aber nicht nachkaufen. In der Flasche stecken drei Schichten (fermentiertes Olivenöl, fermentierte Pflanzenextrakte und ein Art Öl mit zusätzlichem Sauerstoff), man schüttelt sie vor Gebrauch. Das funktioniert gut, aber gegen Ende der Flasche wurde es zunehmend fettiger, das mit dem Schütteln funktioniert wohl nicht so ganz.

Dann doch lieber das Hydrospray von Highdroxy. Das ist nicht neu, aber immer wieder gut und wie man sieht, brauche ich dringend Nachschub. Ich habe hier auch die „Eindrück“-Methode probiert, sprich: Gesicht einsprühen und dann die Handflächen auflegen. Vorteil: es gibt gleich noch eine Extraportion Niacinamide und hautberuhigend ist es auch.

Neu bei mir ist das Bi-sérum intensif “anti-soif” von Clarins (30 ml kosten 55 Euro). Drin steckt etwas für mich ganz neues, nämlich ein Extrakt aus Goethe-Pflanzen. Ein Problem bei dehydrierter Haut ist nämlich nicht nur, dass es an Feuchtigkeit mangelt. Bei einer gestörten Hautbarriere nimmt die Fähigkeit der Haut ab, Wasser zu speichern. Das befindet sich in der hauteigenen Hyaluronsäure und in Proteoglykanen in der untersten Hautschicht. Das Goethe-Pflanzen-Extrakt soll die Haut dabei unterstützen, die Produktion von Hyaluronsäure in der Haut wird angeregt. Das Bi-Serum ist ein Produkt mit zwei Schichten und man muss es vor Gebrauch schütteln. Ich mag es ausgesprochen gerne, die Konsistenz ist trotz der Fettphase wie Wasser und man merkt den Extraschub an Feuchtigkeit. Ich verwende es auch mit der Eindrück-Methode, es zieht sofort weg.

Im dritten Schritt kommt bei The Saem die Emulsion, sie enthält Harakeke, Manuka Honig und Ringelblume, zusätzlich aber noch Birkenextrakt. Mich erinnert das Ganze an ein Serum, weswegen ich es auch gerne gegen ein solches austausche.

Die aufmerksame Leserin stellt fest: neben meinen Klassikern Teoxane RHA Serum (dazu muss ich wohl nichts mehr sagen), Paulas Niacinamide (Achtung, derzeit noch mit 20% zu erwerben, siehe rechte Leiste) und dem SOS Gel von Oliveda (ein Wunder an Antioxidantien) haben sich zwei Neulinge aufs Bild geschummelt.

Instytutum ist eine überaus interessante Marke und am Monat gibt es ausführliche Infos dazu mit Review von Toner, Serum, Creme und Augencreme. Außerdem ist es mir gelungen, noch ein Extra für euch heraus zu handeln. Also noch ein bisschen abwarten.

Origins gehört auch zu meinen Langzeit-Lieblingsmarken, neu ist das Plantscription Powerful Lifting Concentrate (30 ml kosten 66 Euro). Darin stecken Anogeissus und Commipherolin (beides Baumextrakte aus Ghana bzw. Indien), die die Zahl der Lipide zwischen den Zellen steigern und so für ein festeres und elastischeres Aussehen sorgen („Polstereffekt“). Außerdem ist eine rote Mikroalge enthalten, die eine Art hauchdünnen „Film“ auf die Haut legt und für einen Soforteffekt sorgt. Und wie immer bei Origins ist auch für das olfaktorische Wohlbefinden gesorgt, es duftet nach Pink Rose, Orange, Mandarine und Sternanis. Also nichts für alle, die duftfreie Kosmetik mögen.

Natürlich kann kein Serum dieser Welt die Haut „straffen“, aber durchaus für einen besseren Hautzustand sorgen. Mir ist das Serum für den Morgen etwas zu reichhaltig, aber abends finde ich es erstens entspannend und zweitens sind die Effekte in Kombination mit dem Sleeping Pack gut. Ich konnte leider noch keinen wesentlichen Effekt auf meine Kinnlinie feststellen, aber mal abwarten.

Bei Thema Harakeke Essence bin ich derzeit unentschlossen, in den letzten Tagen habe ich sie meist weggelassen, weil es mir zu viel war und lieber nur eine Creme bzw. abends das Sleeping Pack benutzt:

Da ist die Auswahl bei mir groß. Was natürlich daran liegt, dass ich meine Lieblinge von Beyer&Söhne, L’Occitane und Calaverna möglichst immer da habe und nach Lust und Laune und Hautzustand benutze.

An Tagen, an denen meine Haut mal wieder vor sich hinfettet (diese Hormonschwankungen sind doch ein wunderbarer Grund, diverse Cremes auf Vorrat zu haben, oder?) kam in letzter Zeit das Hydra-Essentiel Feuchtigkeitsgel Gel sorbet désaltérant (50 ml kosten 45 Euro) zum Einsatz – es ist erfrischend, fettet nicht, spendet reichlich Feuchtigkeit und schmilzt regelrecht auf der Haut. Und natürlich sind die oben schon erwähnten Extrakte der Goethe-Pflanze auch enthalten. Ich denke, das könnte meine Sommercreme werden.

Und noch ein kleiner Ausblick: nächsten Donnerstag gibt es Pflegeroutinen von kurz bis lang, morgens und abends und warum ich im Gesicht andere Produkte verwende als an Hals und Dekolleté.

(Die Produkte wurden teils selbstgekauft und teils zur Verfügung gestellt)

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