Startups: Business Canvas Model

Nehmen wir mal an, eine von Euch hat eine geniale Idee für ein Startup. Wie immer eher zufällig entstanden („man bräuchte mal…, damit das endlich einfach geht“), der ganze Freundeskreis findet die Idee auch prima. Also wird ein Startup gegründet. Und geht vermutlich schief – wie es für 9 von 10 Startups zutrifft (mindestens). 

Die Gründe fürs Scheitern sind meist genau drei:

  • die Idee war bei näherem Hinschauen doch nicht so genial oder sehr genial und leider machen das schon 100 andere
  • zu wenig Kapital
  • es fehlt an systematischem Vorgehen

Letzten Endes ist es aber immer das systematische Vorgehen, denn mit der richtigen Methode kann man die Idee so modifizieren (oder Startup-Sprech: pivotieren), dass sie vielleicht doch noch genial ist oder sich eben von den hundert Mitbewerbern an entscheidender Stelle positiv abhebt. Und Geld von Investoren bekommt man immer dann, wenn es kein Hirngespinst, sondern eine genau geplante Aktion ist.

Und wie macht man das? Mit DEM Standardtool der Startupszene, dem Business Canvas Modell.

Deutsche Version des Business Acnvas Modells für Startups

Quelle: www.starting-up.de/gruenden/businessplan/business-model-canvas.html

Das BCM enthält wirklich alles, was man braucht, um ein Geschäftsmodell sehr kompakt darstellen zu können. Es hilft auch, Stärken und Schwächen zu erkennen. Vor allem sollte man es aber nicht nur einmal am Anfang ausfüllen und dann vergessen, sondern kontinuierlich weiterentwickeln, bearbeiten, Schwächen ausmerzen und wieder von vorne. Es IST kurz gesagt die Geschäftsidee mit allen Facetten.

Nun könnte man gewohnheitsmäßig oben links anfangen und einiges niederschreiben. STOP.

Regel Nr.1 für Startups: der Kunde steht im Mittelpunkt. Und nur der Kunde. Die tollste Idee wird nicht fliegen, wenn keine Kunden da sind.

Also fängt man oben rechts mit der Zielgruppe an. Für wen mache ich mein Produkt? Falls die Zielgruppe sehr groß ist, sollte man sich einen Beachhead Markt suchen. Man muss sich das so vorstellen wie seinerzeit die Alliierten in der Normandie: erstmal Utah und Omaha Beach erobern und dann den Rest. Also überlegt man sich, welche klar abgrenzbare Zielgruppe geeignet ist. Das können kosmetikinteressierte Frauen über 40 sein (ähem) oder Fallschirmspringer oder was auch immer.

Davon ausgehend wird dann das Geschäftsmodell entwickelt. Ich habe euch ein Youtube-Video herausgesucht, dass mir gut gefallen hat:


Tja, und dann fängt man einfach an. Für wirklich sehr viel mehr Information einfach mal BCM googeln, es gibt unglaublich viel dazu. Interessant finde ich übrigens immer, wenn erfolgreiche Unternehmen in ein BCM gepackt werden. Da erkennt man nämlich sehr schnell, warum die eigentlich erfolgreich sind.

Ich habe für PAKETSTROM natürlich auch mein BCM, an dem ich kontinuierlich weiterarbeite und es hat sich im Verlauf der letzten sechs Monate ganz schön verändert – genau wie die Idee sehr konkret geworden ist. Wir sind gerade dabei, die ersten Verträge mit Geschäftspartnern abzuschliessen. Und ziemlich bald schließen wir dann (hoffentlich viele) Verträge mit unseren Kunden ab, ich halte Euch auf dem Laufenden.

Nächsten Samstag stelle ich Euch ein Startup mit einer genialen Idee vor. Die hatten nämlich tatsächlich einen tollen Einfall, wie man ohne aufdringliche Überwachung regelmäßig über das Wohlergehen von älteren Verwandten informiert bleibt.

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