Reviderm Mikrodermabrasion

Bekanntermaßen bin ich ein Fan von chemischen Peelings in Form von AHA- oder BHA-Produkten. Manchmal allerdings „reicht“ das einfach nicht – weil ein paar Poren hartnäckig verstopft sind, weil das Hautbild irgendwie unebenmäßig ist, weil man ein paar Hautschüppchen einfach nicht los wird, weil, weil weil.

Die Probleme kenne ich auch, nicht immer, aber manchmal. Letztes Jahr nach dem Urlaub war es mal wieder so weit – aus der Sonne zurück in die Kälte, Wechseljahre, ein paar Pflegefehlgriffe. Ich weiß nicht mehr, wo genau ich auf die Mikrodermabrasion aufmerksam wurde, aber ich habe mich dann zunächst mal im Internet schlau gemacht. Es las sich gut. Also habe ich angefragt, ob ich die Behandlung von REVIDERM ausprobieren kann. Ich konnte.

Was ist eigentlich Mikrodermabrasion?

Im Prinzip wird die Haut abgeschliffen, also ein mechanisches Peeling und zwar mit speziellen Geräten, die wie eine Art Sandstrahler funktionieren. Das ist nicht zu verwechseln mit der sog. Makrodermabrasion, die vom Arzt unter Vollnarkose gemacht wird, deutlich tiefer geht und entsprechende Heilungszeiten hat.

Wann sollte man eine Mikrodermabrasion in Erwägung ziehen?

Hautabschleifungen bzw. mechanische Peelings wurden eigentlich für die Narbentherapie entwickelt, im Lauf der Zeit haben sich aber diverse andere „Behandlungsfelder“ ergeben. Generell kann man sagen, dass sich das Hautbild insgesamt verbessert. Zum einen werden abgestorbene Zellen oder Verhornungen gründlich entfernt und verstopfte Poren „geöffnet“. Zum anderen wird die Haut aber auch angeregt, sich selbst zu helfen, also zum Beispiel neue Zellen zu bilden. Auch die Fehlpigmentierungen (aka Altersflecke etc) verbessern sich.

Kurz: zurück zum Glow.

Wie funktioniert Mikrodermabrasion?

Dazu braucht man ein spezielles Gerät. Bei Reviderm heißt es Skinpeeler und sieht so aus:

Der Skin Peeler von REVIDERM für die Mikrodermabrasion

Das Prinzip ist zwar dasselbe wie bei einem Sandstrahler, aber etwas ausgeklügelter. Es gibt nämlich ein kleines Handstück:

Skinpeeler von REVIDERM für die Mikrodermabrasion

In der Mitte kommen die Mikrokristalle heraus, drumherum ist ein getrenntes „Ansaugsystem“, das dafür sorgt, dass die Kristalle gleich wieder abtransportiert werden. Durch dieses Ansaugen entsteht ein Vakuum, die Haut wird etwas in das Handstück gezogen, was die ganze Sache dann effektiv macht. Außerdem wird durch das getrennte Entsorgungssystem dafür gesorgt, dass alles hygienisch einwandfrei ist.

Wie oft sollte man das machen?

Man sieht auch nach einmaliger Behandlung eine deutliche Wirkung (s. Testbericht), die Resultate sind aber am besten, wenn man mit einer „Kurbehandlung“ starte, d.h. vier wöchentliche Behandlungen, dann noch zwei in zweiwöchigem Abstand und danach in regelmäßigen Abständen, d.h. alle vier bis sechs Wochen.

Mein Testbericht

Ich hatte einen Termin beim Skin Medic Institut in Dortmund (Link) und dort hat es mir auf Anhieb gut gefallen. Nette Begrüßung, freundliche Atmosphäre und alles war blitzsauber. Meine Kosmetikerin hat mich zunächst mal ausführlich befragt und alles in einem Fragebogen eingetragen. Das gehört zur Philosophie von Reviderm und ich war auch davon angenehm überrascht. Allzu oft gibt es ein, zwei Fragen zum Hautzustand und das war es – Allergien, Unverträglichkeiten, aktuelle Hautpflege etc scheinen da beim Verkaufen nur zu stören.

Die Kosmetikerin erklärte mir alles sehr genau, schaute auch meine Haut genau an und dann wurde gründlich gereinigt und die Haut auf die Dermabrasion vorbereitet. Dazu gehört neben einem Enzympeeling zur Lösung von abgestorbenen Hautzellen bei mir auch eine Durchblutungsmaske (Skintelligence Repair Mask). Hört sich seltsam an, dient jedoch der Anregung der Mikrozirkulation in der Hautgefäßen oder anders: diese werden „trainiert“. Hat auch einen positiven Effekt auf die Zellerneuerung. Danach sah ich teilweise puterrot aus, was sich aber sehr schnell wieder legte.

Und dann ging es los mit der eigentlichen Mikrodermabrasion. Man merkt nicht, was da eigentlich passiert, der dicke „Stift“ wird über die Haut geführt und es ist absolut schmerzlos, noch nicht einmal unangenehm. Das Ganze dauert etwa eine Viertelstunde, insgesamt dauerte mein Termin zwei Stunden.

Womit wir beim entspannendsten Teil angekommen sind: Ampulle plus Massage plus Maske und ein wenig auf der Kosmetikliege dösen. Mein liebster Teil bei allen Behandlungen.

Ich habe eher empfindliche Haut und Rötungen halten sich bei mir auch gut, aber als ich wieder aufstand und in den Spiegel schaute: nichts davon. Und beim Blick in den Vergrößerungsspiegel zu Hause waren ein paar hartnäckige schuppige Stellen am Kinn verschwunden, die Haut in der T-Zone war deutlich feinporiger und insgesamt wie ein Kickstart für schönere Haut.

Noch ein wichtiger Punkt: die Pflege nach einer Mikrodermabrasion. Die sollte auf jeden Fall viel Feuchtigkeit und reparierende Wirkstoffe enthalten. Ganz schlecht sind zunächst AHA/BHA, viel Fett und Duftstoffe inkl. ätherische Öle.

Mein Fazit: eine unerwartet effektive Maßnahme für schönere Haut in bezahlbarem Rahmen (eine Behandlung kostet je nach Umfang zwischen 80 und 120 Euro) und eine ideale Ergänzung zur täglichen Hautpflege. Ich plane für die Zeit nach Karneval eine kleine Kur…

Danke an Reviderm und das Skin Medic Institut – Mikrodermasion ist eine tolle Sache!

(Bildmaterial: Reviderm)

4 Kommentare

  • Liebe Irit – just als ich Deinen Beitrag gelesen habe, war ich verunsichert. Warum? Weil ich bei SuperTwins einen Artikel über Mikrodermabrasion gelesen habe – dort kommt man ohne Institut und Geräten aus sondern kauft einfach das Produkt, was ich genau am Wochenende getan habe (ich habe das Produkt von idealderm bestellt – 200 ml / € 35,00 incl. Versand). Die Intension dabei war einfach die Wirkung von Aluminiumoxidkristallen auf meine Haut auszuprobieren – wie Du neige ich zu Rötungen… außerdem lässt mein Budget derzeit keine Profibehandlung zu (ich war in München auch schon einmal in einem Reviderm Studio und war nicht wirklich begeistert von den Produkten, ist aber auch schon lange her). Ein weiterer Grund war, dass ich in exakt 8 Wochen 50 werde und leicht panisch meine, ich tue noch nicht genug für meine Haut – obwohl ich eigentlich dank Dir die perfekte Routine gefunden habe (Favourite: Teoxane). Eigentlich wollte ich nur mal Deine Meinung hören, was Du von einer „Heimbehandlung“ hältst bzw. da auch schon Erfahrungen gemacht hast? Heute wird das Produkt bei mir ankommen und ich habe schon ein bisschen „Schiss“ vor der Anwendung … Ganz lieben Dank im Voraus für Deine Einschätzung und viele Grüße aus München, Alexa

    • Ich schaue mir das heute Abend mal an, dann mehr

    • So, habe mir das jetzt mal durchgelesen und „aus der Ferne“ würde ich sagen, dass das ein nettes Peeling ist, aber mit der von mir beschriebenen Behandlung nicht so ganz zu vergleichen ist. Ich denke, du kannst das ruhig benutzen, ich würde aber nicht zu sehr rubbeln, das fühlt sich vermutlich sehr fein an, ist aber abrasiv und so richtig kannst du es ja nicht kontrollieren. Das ist halt der Vorteil, wenn man zu einer guten Kosmetikerin geht, die kann dann unterschiedliche Hautstellen entsprechend behandeln.

      • Liebe Irit – natürlich hast Du recht, dass es nicht mit einer Behandlung vergleichbar ist – aber wie gesagt… die Kosten – denn bin ich einmal dort bleibt es oft nicht dabei… Inzwischen habe ich das Produkt sowohl im Gesicht als auch auf dem Dekolleté getestet – stimmt schon, wie ein besseres Peeling, aber die Haut fühlt sich wirklich toll an – wie der berühmte Babypopo halt – eigentlich halte ich nichts von mechanischen Peelings hier mache ich aber eine Ausnahme. Vielleicht oder wahrscheinlich macht es die regelmäßige Anwendung. Ich werde – da sehr verträglich und das bei meiner zickigen Haut – es alle 2-3 Tage anwenden. Ist auch für die Hände toll ! Ich bleibe bei der Home Anwendung da ich derzeit auf eine Behandlung beim Beauty Doc spare … schönen Sonntag und herzliche Grüße aus München !

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