Melvita Arganöl

Bei all den Ölen darf Arganöl natürlich nicht fehlen – man kann es universell verwenden. Natürlich im Gesicht (solo oder als Maske oder in der Creme oder wie man es am liebsten mag), aber auch als Haarkur (auf den trockenen Haaren verteilen, für eine Stunde oder über Nacht einwirken lassen und dann auswaschen), für glatte Arme und Beine (nach dem Duschen auftragen, am besten auf mit Hydrolat angefeuchteter Haut) und nicht zuletzt als Nagel- und Nagelhautpflege. Das universell einsetzbare Öl, wann immer es um Regeneration und Reparatur geht.

Warum nun gerade Öl von Melvita? Gibt es auch deutlich günstiger, aber… bei Melvita geht es etwas anders zu. Wir wissen doch alle, dass ein sehr günstiger Preis weder ein Merkmal für besondere Qualität noch für Fair Trade ist. Im Fall von Arganöl könnte es also sein, dass es sich um mit Wasser verdünntes Öl handelt. Oder es sind bereits von Tieren angenagte Argannüsse (bäh). Und von fairen Arbeitsbedingungen muss ich wohl auch nichts sagen. Das sieht hier etwas anders aus:

  • Melvita arbeitet mit Familienbetrieben zusammen, nach den durch ESR zertifi- zierten Regeln des fairen Handels, die die nachhaltige Bewirtschaftung des Landes gewährleisten.
  • Melvita befolgt seine Charta des nachhaltigen Erntens, die in zehn Punkten regelt, dass beim Ernten die Regenerationsfähigkeit der Natur beachtet wird.
  • Melvita lässt sich während der heißesten Sommermonate nicht beliefern, um zu verhindern, dass die Qualität des Arganöls während des Transports gemindert wird.
  • Das Arganöl von Melvita wird bei einer Temperatur von 16°C gelagert. Ab 6 Monaten Lagerung werden die einzelnen Chargen regelmäßig durch Tests kontrolliert.
  • Melvita gewinnt sein Öl durch mechanische Kaltpressung (ohne Röstung oder Verdünnung und ohne chemische Lösungsmittel) und unterzieht es mindestens zehn Tests.
    • Organoleptische Tests: Analyse der sensorischen Eigenschaften (Farbe, Konsistenz, Geruch, etc.).
    • Physikochemische Tests: Ölprofil- analyse (Fettsäuregehalt), Reinheit (Brechungsindex), Eigenschaften wie Altern, Sauerstoffgehalt, Ranzigkeit).
    • Tests auf Umweltverschmutzung: Prüfung auf Spuren von Schwermetallen und Pestiziden.

Da hat dann zwei Auswirkungen: zum einen ist die Qualität einfach gut und das Arganöl reich an Omega 6 und Omega 9-Fettsäuren und Sterolen (kurz gesagt stärken sie die Hautbarriere). Und zum anderen haben die Frauen in Marokko (Arganöl ist Frauensache…) auch tatsächlich etwas davon. Das Arganöl von Melvita ist normalerweise in zwei Größen erhältlich (10 ml kosten 10 Euro, 50 ml knapp 20 Euro), derzeit gibt es limitiert auch eine große Flasche mit 125 ml für 39 Euro (Link zum Onlineshop*). Für einen Liter Arganöl sind übrigens 30 Kilogramm Früchte und 10 Stunden Arbeit erforderlich und weltweit wird alle 4 Minuten eine 50 ml-Flasche Melvita Arganöl verkauft. Das ist doch mehr als ich dachte.

Ich habe dieses Mal eine sehr ausführliche Presseinfo bekommen und dachte mir, das Euch das auch interessiert (ab hier Text und Bilder von Melvita)

In der Region Essaouira (im Herzen Marokkos) herrschen raue Klimabedingungen, der Boden ist trocken, die Sonne heiß, der Wind eisig und die Winter hart. Der Arganbaum ist in dieser Region heimisch und reich an wertvollen Ressourcen, u.a. werde die Nusskerne in der Kosmetik verwendet.

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Seit zehn Jahren pflücken 200 Frauen die Argannüsse für Melvita auf einer Fläche von fast 2.000 Hektar. Sie lassen sie in der Sonne trocknen, bevor sie sie schälen und pressen, um das kostbare Öl zu erhalten. Die in zwei Kooperativen zusammengeschlossenen Frauen arbeiten mit Melvita nach den (ESR*-zertifizierten) Regeln für Ethik und Fairness zusammen: 3-Jahresverträge, Vorfinanzierung der Bestellungen (zu 50 %), Unterstützung bei Technik und Weiterentwicklung, faire Bezahlung (+ 20 % über dem Mindestlohn der marokkanischen Landwirtschaft für Schälerinnen).

Die einzelnen Schritte der Arganöl Gewinnung:

1. Die Frauen ernten die Früchte des Arganbaumes auf dem Land, das weit entfernt ist von umweltverschmutzenden Einflüssen. Sie ernten die „affiaches“; das sind die reifen Früchte mit Fruchtfleisch.

2. Sie lassen die Früchte in der Sonne trocknen, um ihre Haltbarkeit zu verbessern, so dass sie das ganze Jahr über verarbeitet werden können.

3 Wenn sie in das Dorf oder in die Kooperative zurückkehren, sortieren sie die Früchte und befreien in Handarbeit jede einzelne Frucht von Schale und Fruchtfleisch.

4. Auf diese Weise erhalten sie die Nusskerne, die für die Ölherstellung verwendet werden.

5. Dann werden die Argannusskerne verarbeitet. Das Öl wird mechanisch durch Kaltpressung und ohne chemische Lösungsmittel, gewonnen. Das garantiert seine Reinheit und hohe Qualität.

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Lust bekommen, Arganöl auszuprobieren? Geht übrigens auch prima als Reinigungsöl…

*Affiliate Link (=falls Ihr über den Link zu einem Shop geht und dort auch etwas kauft, bekomme ich ein paar Prozente ab)

6 Kommentare

  • Ich liebe Öle auch und da kommt man an Arganöl ja nicht vorbei. Meine Nr.1 ist es nicht mehr, seit ich Tamanu-Öl kenne. Wunderbar bei kleinen Verletzungen oder Rötungen, nach Säurebehandlungen, für Haare, Nägel, Hände, Hundepfoten usw, ein echter Allrounder. Ich will nie wieder „ohne“ sein

    • das hört sich interessant an… kommt auf die Liste zu Rosehip und Marula

    • Klingt interessant, Isabel. Woher beziehst du es?

      • Hi, über Amazon gibt es das von verschiedenen Firmen, Ich persönlich kaufe dies (wie auch Marula, Hanföl, Sanddornöl, Argan und Hagebutte (=Rosehip)) bei Dragonspice. Ist dann no-name, aber immer von super Qualität und ich kann mir die Menge aussuchen, falls ich erstmal testen will.
        Tamanu ist übrigens super bei zu Unreinheiten neigender Haut (welche ich nicht habe), kann aber trotzdem bei trockener Haut (feucht- und fettarm) benutzt werden. Die hab ich nämlich. Rötungen gehen superschnell weg, sowas hab ich noch bei keinem Produkt erlebt. Auch Verletzungen heilen viel schneller, Pickel gehen schneller weg. Ich habs mal nach einer Rosacea-Laser-Behandlung benutzt und konnte es nicht glauben, wie zackig alles wieder gut war. Seitdem ist es jeden Tag im Einsatz, auch tagsüber, dann allerdins nur zwei Tropfen, sonst klappt´s mit dem Make-up nicht mehr

        • Vielen Dank, Isabel,…….das werde ich mir mal ordern.
          Meine Haut ist naemlich geroetet, unrhig, fett-und feuchtigkeitsarm und bisweilen etwas unrein.
          Vielleicht bringt es ja wirklich was…*hoff*

  • Ich hab eine interessante Entdeckung gemacht, vielleicht liest jemand von der Firma hier mit. Als ich den Artikel gestern morgen mit einem Kaffee im Bett las, wollte ich sofort ordern, weil Irit das sehr überzeugend und glaubwürdig vorstellt, aber ich gehöre zu denen, die für Bank und Kreditkarte immer erst die Karte holen müssen. Wenn man es dann nicht unbedingt braucht oder haben will, so wie hier, weil ich noch genug anderes habe, es mich aber grundsätzlich reizt, breche ich den Bestellvorgang aus Bequemlichkeit ab. Wäre eine Paypal-Zahlung möglich gewesen, wäre das jetzt gekauft, denn ich bin eigentlich der klassische Gesichtsöl-Typ. Ich freue mich auch immer über den Hinweis, das man was über Paypal zahlen kann, weil das Wort immer im Kopf habe, aber Zahlenkombinationen mein Problem sind. Auch bei Amazon zu kaufen, hat den Grund, nicht immer die Karten holen zu müssen. Nur mal als Gedankenanstoß. Irit kann hier überzeugend werben, so gut es überhaupt geht, aber profitieren könnten alle, wenn man diese Bequemlichkeit einiger Kunden berücksichtigt. Hier ist die Firma gefragt.
    Inzwischen dachte ich, ich hab eigentlich genug Öle und sowieso gerade wieder was zum Testen bestellt. Ich überlege immer noch, aber erfahrungsgemäß ist der Impuls bei Impulskäufen halt am Anfang der stärkste.

    Meine Erfahrungen zu Arganöl generell: ich benutze das am Abend nach der Reinigung auf dem feuchten Gesicht. Nichts weiter.
    Mit der Zeit, die man Öl immer geben sollte, wurde die Hautbarriere merklich gestärkt. Folge davon ist, dass man keine Feuchtigkeitsspender mehr braucht und die Haut praller wird, einfach so. Bei einer Creme funktioniert das sofort, weil man ja künstlich einlagert, bei der Wiederrevitalisierung der Barriere braucht das Zeit und am Anfang ist das Hautgefühl oft erst mal seltsam, die Haut will erst weiterhin den Nachschub an Feuchtigkeit.

    Ich wechsele Arganöl (abends) mit Jojobaöl (morgens), aber das sind meine passenden Öle. Im Sommer nehme ich auch gern das leichte Squalan. Man muss einiges probieren, aber es ist sehr angenehm und auch supersparsam, ein Öl zu haben, das gut für einen funktioniert, den man braucht im Gegensatz zur Creme nur sehr wenig. Ich hatte vor paar Jahren mal schon mal 2 Jahre nur mit Jojobaöl gepflegt und eigentlich nur aufgehört, weil es mir langweilig war. Dann benutzte ich komplette Systempflege und die Haut wurde wieder schlechter, was ich subjektiv nicht wahrhaben wollte, aber merkte, als ich wieder mit Öl begann. Viele erwarten einen sofortigen Effekt, der kann kommen, aber wenn nicht, bedeutet es nicht, dass das Öl nicht perfekt für einen ist, man braucht mitunter mehr Geduld. Sorry für das Geschwafel, aber das Thema bot sich gerade mal an. Noch ein Hinweis: zu Beginn und Ende der Heizungsperiode reicht die gewohnte Pflege oft nicht aus – bei fast jedem. Hier mal 2-3 Wochen zusätzlich Feuchtigkeit oder ein anderes Öl bringen einen über die Schwelle, danach geht es wieder ohne. Es ist auch toll, im Bad wieder so viel Platz zu haben. 🙂

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