Mehr Masken

Nach den Jahren der BB-Creams und der Gesichtsöle ist dieses Jahr ganz offensichtlich das Maskenfieber ausgebrochen. Jahrelang gab es nicht viel aufregend Neues, meine Favoriten waren Heilerde (Reinigung) und Quark (Feuchtigkeit/Beruhigung). Die mag ich immer noch, aber die Auswahl in meiner Schublade wird beständig größer.

Einen kleinen Vorgeschmack gab es schon am Montag und wie angekündigt jetzt noch mehr… alle versammelt in meinem Körbchen.

201611-maskenzauber

Aufmerksame Leserinnen merken sofort, dass da auch ein paar nicht ganz so neue Produkte dabei sind: Clinique Sculptwear samt Applikator (Review – stimmt immer noch), Comfort Zone Hydramemory Maske (Review – die ist einfach klasse in Sachen Feuchtigkeit), die wunderbaren Masken von Caudalie (Review – die Reinigungsmaske musste ich „abgeben“) und natürlich die unverzichtbare Grundlage, der Maskimizer von Origins.

Neu im Körbchen sind vier Masken, auf dem Photo fehlt die Clarins Masque Multi-Régénérant (75 ml kosten 70 Euro). Ich habe sie am Montag schon kurz erwähnt und wie versprochen kommt hier noch mehr Info. Es ist eine ausgelobte Anti-Age Maske und Ziel Nr. 1 ist ein entspanntes Aussehen:

Das Gesicht wirkt erholt, wie nach einem entspannten Wochenende! Clarins hat eine Studie mit 32 Frauen im Alter von 35-51 Jahren durchgeführt, um die Auswirkungen von Stress, Müdigkeit und wiederholter Muskelanspannung auf das Gesicht nach einer Woche zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen, dass am Ende einer Woche Spannungsfalten sichtbar werden.

Im Herzen der Formel wirkt Palmitoyl Glycin, eine Lipoaminosäure. Diese veredelte Verbindung aus einer Aminosäure, Glycin und einer Fettsäure gleicht die schädigende Wirkung durch Dehnung der Fibroblasten bei wiederholten Kontraktionen der Haut aus. Ihre biologische Wirkung unterstützt nachweislich die sichtbare Reduktion von Spannungsfalten und auch die wahrnehmbare Glättung der Gesichtszüge.

Ergänzend wird der festigende Aktivstoffkomplex mit Bio-Extrakten aus grüner Banane und Zitronen-Thymian eingesetzt. Dieser bewirkt eine Kräftigung der kollagenen Fasern. Darüber hinaus steigert ein Extrakt aus Acerola-Samen die Sauerstoffversorgung der Zellen und schenkt dem Teint neue Ausstrahlung. Hyaluronsäure, eine Kombination aus Säuren mit hohem und niedrigem Molekulargewicht, sorgt für ein anhaltend optimales Feuchtigkeitsniveau. Und schließlich sorgt eine Verbindung von Jojoba-Wachs, Mimosa tenuiflora und Sonnenblume dafür, dass sich die Haut angenehm ausgeglichen anfühlt.

Das hört sich gut an und wirkt auch genauso. Mir hat besonders gefallen, dass man nur sehr wenig braucht (nicht ganz unerheblich bei dem Preis), die Konsistenz der Maske lässt eine hauchdünne Schicht zu – zugegeben ist die lila Farbe etwas gewöhnungsbedürftig. Nach zehn Minuten ist meine Haut ganz weich und vor allem glatt und ich sehe definitiv erholter aus – zumindest für einen Tag. Ich finde diese Maske ideal vor wichtigen Terminen, sei es privat oder beruflich, wenn die Haut auch mehr Feuchtigkeit braucht oder sogar Trockenheitsfältchen da sind.

Geht es um den Extraglow bei ansonsten gut mit Feuchtigkeit versorgter Haut, greife ich lieber zu Origins. Die GinZing Peel-off Maske (75 ml kosten 25 Euro) wirkt wahre Sofortwunder, wenn die Haut ein bisschen feiner (Stichwort große Poren) und frischer aussehen soll. Drin stecken ein paar Fruchtsäuren, Koffein und ein Ginsengextrakt – und es riecht gleich auch noch frisch nach Zitronigem und Minze, aber nur ein bisschen. Aus persönlicher Erfahrung: gut für die Seele, aber nicht reizend für die Haut.

Man trägt sie auf die saubere, trockene Haut auf (ohne Augenpartie und vor allem nicht zu dick), nach zehn Minuten ist sie dann angetrocknet und man kann sie abziehen. Ist sie nicht angetrocknet, hat man zu viel benutzt. Kommen nur kleine Fitzel runter, dann war es zu wenig, das muss man ausprobieren.

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Meine jüngere Tochter fand die Maske faszinierend…

Ein bisschen schwer getan habe ich mich mit einer anderen Maske von Clarins, der Lift-Affine Masque Intensif  (75 ml kosten 53 Euro). Zum einen ist die Konsistenz etwas seltsam, eine Creme-Mousse, mich erinnert es irgendwie an Rasiercreme im Tiegel. Zum anderen musste ich mich wirklich herantasten, um die Wirkung und damit auch den idealen Einsatzzeitpunkt zu finden.

Die Maske wird nämlich wie folgt beschrieben:

  • Mildert das Erscheinungsbild von Schwellungen, lindert Schweregefühle, stimuliert die Mikrozirkulation
  • Die Gesichtskonturen wirken verfeinert, die Gesichtszüge finden sofort zu ihrer natürlichen Anmut zurück.
  • Verleiht sofort eine schönere Ausstrahlung, die Haut findet zu Leuchtkraft und Vitalität zurück.
  • entfernt Unreinheiten an der Hautoberfläche und mattiert den Teint Das Hautbild ist verfeinert und geglättet.
  • Intensivmaske mit Sofort-Effekt für ein klarer wirkendes Gesicht, bei vorübergehenden Schwellungen nach dem Aufwachen oder aufgrund von Stress, Hitze und hormonellen Veränderungen.

Die Maske wird auf das Gesicht unterhalb der Augen und den Hals aufgetragen und nach zehn Minuten mit kaltem Wasser abgespült. Clarins hat auch noch eine Anleitung für eine Massage dazugelegt. Ich mache das eher selten, ich mag Maske und entspannen und nichts tun. Letzten Endes soll die Maske etwas für die V-Form des Gesichts machen (Stichwort: Hamsterbäckchen mit zunehmendem Alter, diese Dinger unten an der Kinnkontur links und rechts).

Das tut sie natürlich nur zeitweise, nach dem Abwaschen sieht tatsächlich alles etwas straffer aus – was ich schon erstaunlich fand. Die Wirkung bei Schwellungen kann ich nicht beurteilen, da ich nie welche habe. Aber was 100% stimmt: die schönere Ausstrahlung und die Leuchtkraft, die Haut wirkt insgesamt vom Farbton her ausgeglichener. Wie gesagt habe ich damit länger herumexperimentiert und natürlich hat man einen Soforteffekt. Aber viel besser ist der Effekt bei regelmäßiger Anwendung. Probehalber habe ich sie an drei Tagen nacheinander jeweils morgens benutzt (bei gleicher sonstiger Pflegeroutine) und ich fand, ich sah insgesamt deutlich, tja, wie soll ich den Effekt beschreiben, „ich schaue gerne in den Spiegel“ aus. Mit anderen Worten: das war eher Liebe auf den dritten Blick, aber jetzt mag ich sie nicht mehr hergeben.

Last but not least: die Oliveda Black Olive Face Mask (60 ml kosten 30 Euro).

Die reichhaltige und aus schwarzen, pürierten Arbequina-Oliven hergestellte Maske ist ein wahrer Feuchtigkeits-Booster, denn sie gibt der dehydrierten Haut ihre verloren gegangene Feuchtigkeit wieder zurück. Sie nährt, entspannt, regeneriert und verbessert ihre Elastizität und Spannkraft. Durch das hochwirksame und frische Olivenblatt-Zellelixier wird die Pflegewirkung um ein Vielfaches intensiviert. Das Hautbild strahlt wieder mit einem gesunden Glow, ist rosig-frisch und jung. Auch für sehr empfindliche, gereizte und sonnengestresste Haut.

Das wäre ein Kandidat für DIE Lieblingsmaske, die Haut wird einfach wunderbar – gleichmäßiger Hautton, gut hydratisiert und der Effekt hält auch zwei bis drei Tage an, vermutlich wirkt da das Olivenblatt-Zellelixir (das meiner Haut auch in Form von Serum und SOS-Pflege wie berichtet gut bekommen ist).

Es gibt aber ein großes ABER: ich habe immer das Gefühl, mir Tapenade ins Gesicht zu packen. Es riecht tatsächlich so, nur abzüglich Knoblauch. Ich benutze die Oliveda Maske daher nicht wirklich oft… am liebsten bei leichtem Schnupfen.

Womit sich dann nach all den Masken die Frage nach den Kaufempfehlungen stellt. DEN Favoriten habe ich nicht, Masken sind für mich eine Zusatzpflege nach aktuellem Bedarf. Weswegen ich auch entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, nicht ganz so geliebte Testprodukte an meine Freundinnen zu verschenken, wirklich ALLE behalten habe. Abzüglich der, die mir meine Töchter geklaut haben.

Sucht Euch einfach die raus, die EUREM Bedürfnis entspricht und das können auch drei oder vier sein und genießt den Luxus mit Effekt. Und ich arbeite derzeit an meiner Nachkaufliste – was schon schwierig genug ist.

(Alle Produkte wurden zur Verfügung gestellt)

10 Kommentare

  • Guten Morgen, Irit.
    Deine Tochter kannst du nicht verleugnen, sie ist dir wie aus dem hesitate geschnitten, 😊. Die Feuchtigkeitsmaske v Vomfort Zone hab ich mir bestellt. Mich interessieren noch die Maske von Origins, und dieser maskimiser. Was genau ist das und wie benutzt Frau den oder das ?

  • Wie aus dem Gesicht geschnitten sollte das heißen.

  • habe ich mir schon gedacht 😀 der Maskimizer ist so eine Art Gesichtswasser, man sprüht es vor den Masken auf das Gesicht und weil die Haut dann schon „befeuchtet“ ist (auch nach dem Trocknen), werden die Wirkstoffe in der Maske besser aufgenommen. Stell es dir vor wie wischen mit einem trockenen und einem leicht feuchten Lappen – letzteres klappt besser

  • Danke für den Artikel, Irit. Ich bin auch auch seit einiger Zeit wieder auf dem Masken-Trip und profitiere mehr davon als früher. Die Bronzemaske sieht toll aus. 🙂

    Da du Glycin erwähnst: hast du schon mal daran gedacht, es einzunehmen? Ich hatte im letzten Jahr eine langwierige Knieverletzung, die vermutlich von abgebauten Knorpel im Knie kam. Ich las davon, Kollagenhydrosolat einzunehmen und war das Problem nach 3 Wochen los. Interessanterweise wurde als Nebeneffakt die Haut sichtbar fester und schöner, die hängenden Gesichtspartien wieder straffer.
    Das Kollagen, das mit dem Alter abgebaut wurde, wird zu einem Teil wohl wieder aufgebaut. Kollagenhydrosolat ist eine Aminosäurenverbindung, die zu einem Drittel aus Glycin besteht. Ich benutze es sogar zusätzlich äußerlich, in einem Tropfen Wasser gelöst als Aufbauserum und mit Öl drüber. Das dürfte der Funktion Glycin und Ölsäure entsprechen.
    Ich mache jeden Tag 5 Minuten Gesichtsübungen (oder nehme ein Gerät) und bin gerade nicht sicher, ob die Kombination Muskelübung und Eiweiß einen besonderen Effekt macht, habe aber gehört, dass andere auch gute Erfolge erzielen, allerdings scheint es auch Typfrage zu sein, vielleicht auch präparatabhängig. Aber wenn das in der Maske bei dir wirkt, dürfte es vielleicht einen Versuch wert sein. Ich bin durch deinen Artikel auf die Idee gekommen, das auch mal in die Maske zu rühren. Das Zeug schmeckt übrigens nach nichts, bzw. leicht süß (das ist das Glycin) und man kann es problemlos in den Kaffee oder sogar ins Wasser rühren, auch kalt.
    Nur mal so als Idee. 🙂

  • die Maske von Origins habe ich heute das erste Mal ausprobiert. Diese Art Masken gab es früher schon mal, zum abziehen. Spannende Erfahrung,im wahrsten Sinne des Wortes. Hab scheinbar gerade so die richtige Menge erwischt, denn die Maske lies sich, nachdem ich einen Anfang gefunden hat, recht gut abziehen. Anfangs spürte ich kurz ein kl. Beißen , obwohl ich die augenpartie frei gelassen habe. Es verschwand aber sofort wieder. Das Ergebnis war eine super glatte, saubere Haut. Ich habe sie höchstens 5 Minuten drauf gelassen.

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