L’Occitane Harmonie Divine

Wenn ich ganzheitliche Pflege höre, sehe ich vor meinem geistigen Auge eine Mischung aus nicht ganz so gut designten Ölflaschen, nicht sehr eleganten Cremeformulierungen und einen ideologischen Überbau gleich noch mit dazu. Ich gebe zu, das ist mehr der Stand aus dem letzten Jahrtausend – L’Occitane ist da schon weiter.

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Die haben nämlich einfach mal herumgefragt, was Frauen heute von einer Anti-Aging-Pflege erwarten. Ergebnis: es geht nicht nur um Produkteinzelheiten (Wirkung, Qualität und Herkunft der Inhaltsstoffe), sondern auch um Nachhaltigkeit der Verpackung, sensorische Eigenschaften der Produkttexturen und den Duft des Produktes. Aber vor allem: Harmonie.

Frauen, die mit sich selbst, ihrem Umfeld und der Natur im Einklang sind, spiegeln diese Harmonie auch in ihrem Gesicht und mit ihrer Ausstrahlung wider.

Die L’Occitane Forschung & Entwicklung und ihre Hautbiologieexperten haben die Auswirkungen der Zeit auf alle Strukturen und Aspekte des Gesichts erforscht. Sie sind zu der Erkenntnis gekommen, dass die Harmonie des Gesichts auf drei Elementen beruht, und die Gesichtspflege auf jedes Einzelne sowie auf alle zugleich eine Antwort gibt.

HARMONIE VON HAUTSTRUKTUR UND HAUTTON: Beurteilung der Faltentiefe, des Hautbildes und der Leuchtkraft

HARMONIE DER GESICHTSKONTUREN Beurteilung von Gesichtskonturen und -volumen

INNERE HARMONIE: Beurteilung des unmittelbaren Wohlgefühls beim Pflegeritual

Also mal sehen, was L’Occitane daraus gemacht hat: die Harmonie Divine-Linie bestehend aus Serum (30 ml kosten 181 Euro) und Creme (50 ml kosten 161 Euro). Hier kommt auch schon der Nachhaltigkeitsgedanke, es gibt nämlich Refills (Serum 154 Euro, Creme 140 Euro). Und für die Haut stecken zwei Wirkstoffe drin:

  • Die schon bekannte Immortelle, diesmal jedoch eine ganz besondere:die Erlesene Immortelle „Millésimée“ wächst in der Ostebene und in der Agriates-Wüste wild und unbegrenzt. Die Blüten werden traditionell mit der Sichel geerntet, wenn sie die perfekte Reife erreicht haben und das daraus gewonnene Immortelleöl hat 30% Nerylacetat-Anteil. Nerylacetet wirkt nicht nur antioxidativ (gegen freie Radikale) und entzündungshemmend, sondern regt auch die Mikrozirkulation und die Kollagenproduktion an.
  • Neu ist ein Wirkstoff aus einer roten Alge namens Jania Rubens. Die Algen werden aber nicht aus dem Meer gewonnen, sondern in Zusammenarbeit mit STARESO*, einem Forschungszentrum zum Schutz der biologischen Vielfalt im Meer von Korsika, in einem Aquarium mit den speziellen Bedingungen des natürlichen Lebensraums kultiviert. Der aus der Jania Rubens gewonnene Wirkstoff soll die Konturen und das Volumen des Gesichts verbessern.

Das ist aber noch nicht alles, denn die Formulierungen der beiden Produkte sind besonders:

  • Das Serum ist vom Grundsatz her ein Gel (wässrig) und enthält den Algenwirkstoff. Das Immortelleöl wird nicht einfach beigemischt, sondern in Mikrokügelchen „verpackt“, die die ölige Phase sind. Diese enthalten noch weitere ätherische Öle von Myrte, Leindotter, Nachtkerze und Borretsch. Drückt man auf den Spender, vermischen sich die beiden Phasen beim Herausdrücken. Das Gute dabei: so ist es möglich, eine sehr hohe Konzentration an Wirkstoffen in das Serum einzubauen. Das Serum wirkt hauptsächlich auf Kontur und Volumen.
  • Auch die Creme ist etwas anders bzw. zweiphasig. Die eine spendet reichlich Feuchtigkeit und enthält wiederum den Extrakt aus Jania Rubens. Dann entwickelt sich die Creme zu einer Art Öl und die lipophilen Wirkstoffe (ätherischen Öle der Erlesenen Immortelle „Millésimée“, der Myrte, des Leindotters, der Nachtkerze und des Borretschs) gelangen auf und in die Haut. Die Creme wirkt glättend und auch auf das Gesichtsvolumen – und soll für strahlende Haut sorgen.

Ich hatte die Pressemitteilung vorab bekommen und gelesen (um nicht zu sagen: genau studiert). Und dann kamen die Produkte an – sie sind einfach schön. Als erstes habe ich natürlich den Refillmechanismus ausprobiert – es ist einfach und meine Fingernägel sind noch alle dran:

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Beim Serum einfach die Kappe unten abschrauben und die Refillflasche herausziehen.

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Beim Cremetopf ist es noch einfacher – man zieht das Refill einfach heraus, es hat einen eigenen Innendeckel.

Das Serum fühlt sich tatsächlich anders an als die gewohnte Textur, an den vergangenen warmen Tagen fand ich es als Pflege ausreichend. Es ist eher dickflüssig und fast schon cremig. Die Creme ist sehr fest, man benötigt nur eine kleine Menge. Ich fand toll, das sie fast schon über das Gesicht „gleitet“, am Anfang habe ich viel zu viel genommen und glänzte dann vor mich hin.

Der Duft von beiden Produkten ist eine Mischung aus dem gewohnten Divine-Duft nach Myrte und Immortelle und einem frischen Hauch, ein bisschen Meer in der Creme.

Soweit erfüllen die beiden Produkte also rundherum die Ankündigungen. Aber was ist mit der Wirkung? Bei mir gemischt.

Mit der Creme komme ich überhaupt nicht gut klar, ich denke, sie ist einfach nicht für eine Mischhaut wie meine konzipiert. Ich habe mich mit der Dosierung sehr schwer getan und am Ende habe ich dann auch noch Unverträglichkeiten in der T-Zone bekommen. Ich fand es zum Heulen, weil ich die Creme ansonsten einfach klasse fand, die Textur, der Geruch, aber nützt ja alles nichts.

Nun gibt es aber noch mehr Bloggerinnen, die neue Hautpflege testen, also habe ich mich mit Anja, der „Schminktante“ abgesprochen und ihren Review zur Creme könnt Ihr hier nachlesen.

Ganz anders sieht es bei dem Serum aus. Mal abgesehen davon, dass es meiner Haut ausgesprochen gut bekommt (keine Unverträglichkeiten oder Rötungen oder Pickel) und sie nach Benutzung schön weich und gepflegt ist, finde ich mich nach Benutzung einfach schön. Das hört sich irgendwie blöd an, aber diese Mischung aus Pflege und Wohlfühlen ist einfach toll. Und ich mag auch den „kleinen Luxus“. Natürlich gab es keine Wunder in Sachen Kinnlinie wie eine 20-Jährige und in Sachen Volumen vertraue ich auch lieber auf die Filler von Teoxane. Und ich benutze auch nach wie vor aus meinem reichhaltigen Serumarsenal – je nach Hautzustand (zu diesem Pflegekonzept schreibe ich demnächst auch noch ausführlich). Aber an grauen Tagen, die eine Portion Luxus und Wohlfühlen vertragen können – greife ich zu zum harmonischen Serum und der Tag ist mein Freund.

(Die Produkte wurden zur Verfügung gestellt)

13 Kommentare

  • Huhu Irit,

    ich wollte dieser Tage eh mal fragen, ob du die neuen Divine-Produkte schon kennst, wusste aber nicht, wohin mit meiner Frage hier auf dem Blog. Da passt dieser Bericht ja perfekt! Schon als ich die beiden Neuheiten auf der L’Occitane-Seite gesehen hatte, fand ich die sooooo schön! 🙂 Schade, dass du die Creme nicht verträgst – aber gut fürs Portemonnnaie in dem Fall.;-)
    Weißt du, ob die Linie noch erweitert wird oder bleibt es bei den zwei Produkten?

    LG!

    Tromsi

    • ich weiß es ehrlich gesagt nicht, L’Occitane sagt da auch nie etwas. Aber ich vermute mal, dass es bestimmt noch eine Augencreme geben wird. Oder eine Nachtcreme? Lassen wir uns überraschen, wenn ich etwas höre, werde ich bestimmt darüber berichten

  • Mich macht das zwar extrem an (bin ja Fan der Divine Serie) aber bei dem Preis bin ich dann leider doch raus. Schade, dass L’Occi jetzt auch die Preisklasse gewechselt hat.

    Viele Grüße
    Hopi

  • Klingt toll! Lechz!
    Weißt du, ob es Testmuster gibt?
    LGSabine aus Hamburg( im Umzugsstress)

  • Ach so, ich steh ja seit den Wechsejahren(Iiik) auf schwere Cremes. Falls Du die Creme verkaufen möchtest- ich melde mich an!
    Sabine

  • Mit diesen Preisen ist für mich der Bogen überspannt. So gut kann m.E. gar keine Creme/ Serum sein und die Refills machen da auch keinen echten Unterschied. Außerdem finde ich gerade bei der Creme das Verhältnis von Hülle und Inhalt nicht gerade nachhaltig. Aber wer es mag…

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