Foundations: Guerlain, Clinique und anderes für den Herbst

Oder: was von der Foundationsammlung übrig blieb. Sommerfarben aussortiert bzw. im Kühlschrank gebunkert. Und den Winter ausgepackt bzw. die helleren Farben und endlich getestet!

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Wie man auf Anhieb erkennt: es blieb nicht allzu viel übrig. Nun ist es nicht ganz so, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Vielmehr wurde von den jungen, weiblichen Mitgliedern des Haushalts gnadenlos die Bestände in Sachen Tinted Moisturizer (Bobbi Brown, Laura Mercier und La Roche-Posay) und Abdeckung (Vichy Dermablend) „geräubert“.

In Sachen Primer benutze ich immer noch die Guerlain Meteorites Base, die sich bedrohlich den unteren 20% annähert, da ist bald mal Ersatz fällig.

Aber zurück zum Bild. MAC Studio Fix habe ich vermutlich schon zwanzig Mal vorgestellt, ich habe immer noch Nuance N4 (Winter) und N5 (Sommer) und werde sie benutzen, bis sie nicht mehr auf dem Markt ist, was hoffentlich NIE NIE NIE passieren wird.

Auch die Makeup Forever Ultra HD habe ich schon vorgestellt, mein damaliger Eindruck ist immer noch derselbe (Link).

Neu sind Clinique und Guerlain. Clinique hat die Superbalanced Foundation überarbeitet und heraus gekommen ist Superbalanced Silk Makeup SPF 15. Ich bin mir nicht ganz sicher wegen der Farben, aber es gibt insgesamt 20, von denen aber 13 nur online erhältlich sind (je 31 Euro für 30 ml, Link*). Clinique schreibt dazu:

Das Makeup, das man nicht sieht. Für ein ultranatürliches, mattes Finish. Ein cleveres, ölfreies, leichtes Makeup, das den Teint ausbalanciert. Mit reiner, kostbarer Seide. Was für ein Gefühl auf der Haut! Einmal auftragen für ein natürliches Finish. Zweimal für mehr Deckkraft, die trotzdem völlig natürlich wirkt.

Laminaria Saccharina Extrakt (Alge) kontrolliert Öl und mattiert. Sodium Hyaluronat spendet Feuchtigkeit. Leichte Polymer und reine Seide lassen die Poren, die Hauttextur feiner wirken. Linien und Fältchen wirken gemildert.

Ich habe zwei Farben (Cream Chamois – very fair golden und Ivory – very fair neutral) und mag erstaunlicherweise die goldene Nuance im Moment lieber. Sie ist ein bisschen dunkler als Ivory. Als „very fair“ würde ich aber beide nicht bezeichnen, eher normal hell. Ansonsten ist das zur Zeit mein Allrounder – man kann es hauchdünn auftragen, abe rauch zweimal übereinander für mehr Deckkraft. Am liebsten mache ich das mit den Fingern. Der Effekt ist extrem natürlich, fast wie bei einer getönten Tagescreme – aber mit mehr Deckkraft. Der Teint sieht ein bisschen glowy aus, aber nicht glänzend und so richtig schön gleichmäßig gesund. Die gefällt mir gut, passt eigentlich immer, vor allem in der Freizeit. Ich finde überhaupt, dass Clinique in Sachen Makeup extrem gut geworden ist. Alles, was irgendwie Pop im Namen trägt, finde ich sehr gelungen – Lippenstifte, Blush und Lidschatten. Ich bin gespannt, was da noch alles kommt.

Guerlain Lingerie de Peau ist ganz anders, sie ist einfach nicht so „casual“ wie Clinique oder MAC, unten dazu mehr. Drin steckt eine erstaunliche Technologie:

Der bereits seit Jahren anhaltende Trend des Nude-Make-ups oder des Zweite-Haut- Effekts hat sich als die Referenz des perfekten Teints durchgesetzt. Die besonders angenehme, ultra-leichte Textur der neuen Lingerie de Peau Linie verschmilzt mit dem Gesicht wie eine sinnliche, zweite Haut.

Bei der Technologie werden natürliche Seiden- und Leinenfasern mit glättenden Stretch-Fasern zu einem luftig-leichten Schleier verwoben, der sich auf die Gesichtshaut legt und einen lang anhaltenden Komfort garantiert.
Korrigierende Pigmente und Puder werden perfekt in diese Mikronetzstruktur eingebunden und verschmelzen mit der Haut. Das Finish und die Deckkraft der luftig-leichten Textur lassen sich nach Belieben variieren. Sie schenkt einen strahlend frischen Teint, ohne die Haut ihrer natürlichen Ausdruckskraft zu berauben.
Um den Erwartungen der verschiedenen Hautfarben optimal gerecht zu werden, arbeitete Guerlain mit 44 Frauen zusammen, um die gesamte Farbpalette neu zu designen. Ein Punkt bleibt immer gleich: der Unterton oder der Schimmer der Haut. Da es darum geht, den verschiedenen Hautfarben möglichst nahe zu kommen, hat Guerlain eine Skala mit sechs Intensitätsstufen – von Porzellan bis Ebenholz – und mit drei Untertönen für jede Intensität geschaffen: Cool / Rosé – Neutral – Warm /Gold

Ich habe die Nuance 02N, das entspricht der dritten Farbstufe und ist neutral im Unterton. Eigentlich war die Lingerie de Peau als „gerade noch Sommer“-Nuance gedacht, aber der Farbton ist sehr hell, wie man auch auf dem Photo sehen kann – bei mir eher tiefster Winter. Also gute Nachrichten für alle Blassnasen, es gibt richtig helle Farbtöne!

Die Farbe ist tatsächlich neutral, bei mir wird insbesondere ein gelber Unterton ganz ganz furchtbar. Die Deckkraft finde ich eher heftig, insbesondere, wenn man mit den Fingern aufträgt. Nicht mein Ding, ich mag es nicht so zugekleistert. Glücklicherweise habe ich aber auch den passenden Pinsel (45 Euro) dazu bekommen, den ich zunächst mal für eine Fehllieferung hielt. Der geht nämlich auch als Puderpinsel durch:

guerlain-lingerie-de-peau-pinsel

Er ist dicht und sehr weich und absolut perfekt für die Foundation, man erwischt nämlich nicht zu viel davon und kann sie optimal verteilen. Und siehe da: mit dem Pinsel aufgetragen (funktioniert übrigens nicht mit einem der normalen, sehr fest gebundenen Foundation Pinsel, habe ich ausprobiert), zaubert man eine makellose Haut, die genau NICHT zugekleistert aussieht – aber perfekt aussieht. Zur Zeit ist mir die Farbe immer noch ein winziges bisschen zu hell, aber ich glaube nicht, dass ich im tiefen Winter, wenn die letzte Restbräune verschwunden ist, eine andere Foundation nehmen werde. Sie ist toll.

Ich empfehle aber denjenigen mit trockener Haut, es vorher auszuprobieren. Bei meiner Mischhaut ist das Finish toll, bei trockener Haut muss man ausprobieren.

Als weniger toll hat sich dann im Nachhinein mein Ausflug zu DM herausgestellt. Ich war ganz begeistert, dass es eine der sehr flüssigen Foundations nun auch von Catrice gibt und habe gleich gekauft. Der Farbname „Rose Beige“ verhieß Gutes, in der Realität war es gelb – siehe auch der Swatch. Sehr schade, den die Konsistenz und das Produkt generell fand ich total gut.

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Das waren meine letzten Neuigkeiten in Sachen Foundation für 2016 – schauen wir mal, was das neue Jahr so bringt. Unter anderem wartet hier ein Testkandidat von Clarins.

(Die Produkte wurden teils selbst gekauft und teils zur Verfügung gestellt)

*Affiliate Link

10 Kommentare

  • Über die Lingerie de Peau Foundation habe ich schon sehr viel Gutes gelesen, die werde ich irgendwann auch mal testen.

  • Der Pinsel sieht ja hübsch aus

  • Bei Clinique wäre noch erwähnenswert, dass leider kein Pumpspender vorhanden ist. sowas finde ich immer total unpraktisch, ansonsten klang auch der Review bei innenaussen sehr vielversprechend und wird bei mir einziehen 🙂

    • hm, bei mir genau umgekehrt: ich habe immer meine Probleme, bei Pumpspendern richtig zu dosieren

      • Interessant! Und, ganz blöd gefragt, wie machst du das dann? Ich habe die MAC Studiofix Variante ohne Pumpspender gehabt und bin immer fast wahnsinnig geworden. Es ist ja wie bei Ketchup…entweder kommt gar nichts oder die halbe Flasche.

  • Ich kam mit der foundation/Guerlain gar nicht zurecht. Wahrscheinlich falsch aufgetragen. Jetzt ist sie entsorgt😞

    • Mit dem Auftrag habe ich auch gekämpft wie beschrieben. Fazit: den Pinsel gibt es nicht umsonst. Und hübsch ist er auch noch!

  • Ich hätte gern den hübschen Pinsel… Die zugehörige Foundation klingt auch gut, muss ich mal demnächst ausprobieren. Momentan hat bei mir die Sisleya genau den Effekt, den du bei Guerlain beschreibst – einfach gut und gesund aussehen. Generell finden ich es phantastisch, wie gut sich der Foundationmarkt entwickelt hat, selbst in der Drogerie ist ein Quantensprung gegenüber vor ein paar Jahren zu sehen.

    • ja, ich finde Lippenstifte und Foundations haben sich unglaublich verbessert. Herausragendes Beispiel ist für mich die matteLippencreme von Clinique. Wie die das hinkriegen, dass es nicht unangenehm auf den Lippen ist und kein Fitzelchen verläuft – unglaublich.

      Die Konsistenzen in den Drogeriemärkten sind gut geworden, nur die Farbauswahl ist nach wie vor doof.

  • Exilberlinerin

    In Sachen Pumpspender: ich hasse sie auch. Sie sollen ja bei Cremes so viel hygienischer sein usw, aber was macht man mit den Tonnen von Rest, die man nicht rauskriegt und die unten drinbleiben und nicht mehr gepumpt werden können? Das ärgert mich jedes Mal, so eine Verschwendung. Tuben kann ich nämlich noch mit der Schere aufschneiden und die Reste rauskratzen, so dass nicht ein fetter Teil verschwendet wird. Wie macht ihr das denn ?

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