Wochenendlektüre 16.+17.7.2016

Heute mal nicht die gewohnten Links, sondern Werbung (ja, WERBUNG – aber unbezahlte) für eine Kampagne von Clinique: Difference Maker.

Nazan Eckes

Als ich die Pressemitteilung zu dieser weltweiten Kampagne von Clinique bekam, fand ich es ganz interessant, aber nun ja: wer ist Nazan Eckes? Ich kannte die Frau nicht, also erstmal den Text zur Kampagne gelesen:

Das Selbstvertrauen von Frauen zu stärken, ist die Basis unserer Kampagne Difference Maker. Frauen sollen initiativ werden, sich engagieren, etwas bewirken. In ihrem persönlichen Leben, in ihrer Familie, in ihrem sozialen Umfeld.

Als Beispiele haben wir sechs Frauen aus der ganzen Welt gewählt, die ihre Geschichten erzählen: Gina Rodriguez, Erendira Ibarra, Victoria Pendleton, Jessica Nkosi, Ning Chang und Nazan Eckes. Sie machen sich stark, setzen sich ein für soziale Projekte, unterstützen andere und bewirken dadurch eine Veränderung. Sie erzählen ihre persönlichen Geschichten und ermutigen Frauen, sich zu engagieren. Sie zeigen, dass jede einzelne Frau etwas bewirken kann. Als Difference Maker.

„Wir wollen damit zeigen, dass eine Person, eine Initiative, ein Produkt einen Unterschied machen kann“, Jane Lauder, Global Brand President Clinique. „Wir unterstützen diese sechs selbstbewussten und inspirierenden Frauen, weil wir ihre Arbeit, ihr Engagement würdigen und zeigen wollen, dass jede einzelne Frau an sich und ihre Möglichkeiten glauben soll, dass jede einzelne auf ihre Weise etwas verändern, verbessern kann.“

Jede dieser Frauen engagiert sich für ein Charity Projekt, das wir auch unterstützen. Eine philanthropische Initiative, die Bildung und Gesundheit in den Mittelpunkt stellt.

Ziel ist es, Frauen zu helfen, sie zu ermutigen, das Beste aus sich und ihrem Leben zu machen, entscheidende Schritte zu gehen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Aber auch für andere ein Difference Maker zu sein, damit diese das auch verwirklichen können. Wir bei Clinique sehen und würdigen, dass selbst eine kleine Veränderung eine große Wirkung in unserem Umfeld haben kann. Clinique glaubt fest daran. Tun Sie es bitte auch!

Das finde ich insgesamt toll – Frauen sind oft die Verlierer und von einem selbstbestimmten Leben sind die meisten Frauen Lichtjahre entfernt. Mir fallen da auf Anhieb die gräßlichen Geschichten über Genitalverstümmelungen, Kinderzwangsehen und ähnliches mehr ein. Ich möchte aber auch daran erinnern, dass hier in Deutschland erst seit letztem Donnerstag ein Nein tatsächlich ein Nein ist.

Da gibt es viel zu tun und eigentlich kann jede etwas machen. Die Freundin unterstützen, die Töchter nicht aufs Aussehen reduzieren und Frauen in ihrer Vielfalt annehmen. Ich bin ja seit jeher eine Verfechterin von Frauenförderung – in meinem aktuellen Projekt versuche ich so viele Frauen wie möglich einzubeziehen. Zugegebenermaßen nicht so richtig erfolgreich, aber die Ingenieurinnen, Mathematikerinnen und Informatikerinnen sind leider dünn gesät. Aber ich gebe nicht auf.

Womit wir dann bei Nazan Ekes sind:

TV Moderatorin mit türkischen Wurzeln. Ihre Mission: Lese- und Schreibkompetenz als Grundlage von Bildung zu fördern.

Sie kennt das Gefühl, nicht richtig dazu zu gehören. Halb deutsch, halb türkisch. Als Kind türkischer Einwanderer hat sie von klein an erfahren, welchen Unterschied es macht, nicht in Deutsch lesen und schreiben zu können. Ihre Eltern konnten es beide nicht. Bücher halfen ihr, wurden für sie, wie sie sagt, zur „Brücke“. Halfen ihr, lesen zu lernen, Freunde zu finden, in der Schule erfolgreich zu sein, das Abitur zu schaffen.

Ihr Engagement war nur die logische Konsequenz: Sie unterstützt Stiftung Lesen, die Lese- und damit Schreibkompetenz fördert. Unglaublich wichtig in einem Land wie Deutschland in dem Millionen Menschen, auch ohne Migrationshintergrund, dies nicht können.

Sie ist der Difference Maker auf diesem Gebiet. Ihr Engagement hilft Kindern aber auch, durch das Lesen, die Phantasie zu beflügeln, eigenständige Gedanken zu entwickeln, Selbstvertrauen zu gewinnen und in eine selbstbestimmte Zukunft zu blicken.

Ich muss zugeben: ich kannte die Frau nicht. Ich schaue kein TV (höchstens mal einen Film auf Amazon Prime) und RTL und Co. schon überhaupt nicht. Aber das ist eigentlich egal, denn es kommt ja auf andere Dinge an: nämlich sich zu engagieren. Und das macht sie.

Wer mag, kann noch auf der internationalen Seite von Clinique (Link) ein wenig mehr lesen und auch Videos anschauen. Die fünf anderen Frauen sind auch bemerkenswert.

Und einfach bei der nächsten Gelegenheit eine Frau unterstützen.

(Bildmaterial: Clinique)

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