Sonntagslektüre 05.06.2016

Diese Woche wieder eine bunte Mischung. Jede Menge Frauenthemen, natürlich mal wieder Kopftuch. Die Artikel zu den erneuten sexuellen Belästigungen habe ich mir gespart, es ist so widerlich. Wobei ich das Frauenbild, das offensichtlich in nicht wenigen Köpfen existiert, fast noch schlimmer finde. Ach nein, ich bin jetzt still. Und trinke in aller Ruhe meinen Milchkaffee.

Sonntagslektuere Kaffeetasse

Photo: Michael Haas, Köln (Haas-Fotografie )

  • Kopftücher sind für mich ja eher ein rotes Tuch. Derzeit gibt es das Ganze mal wieder vor Gericht, die Stellungnahme der Generalanwältin vor dem EuGH Juliane Kokott liegt jetzt vor und ich kann ihr nur zustimmen (Link).
  • Da gibt es natürlich auch andere Meinungen, z.B. diese hier. Was ich dabei auffällig finde, ist der (mittlerweile allgegenwärtige) Drang, auf weißen, älteren Herren herum zu hacken. Dazu gibt es wahrlich Grund genug, aber vielleicht sollte man in Sachen Kopftuch mal bei denen anfangen, die ihr antiquiertes Frauenbild u.a. am Kopftuch festmachen. Als ob das an irgendetwas hindern würde.
  • Einen interessanten Trend dazu gibt es im Iran, da scheren sich die jungen Frauen gleich ganz den Kopf – dann gibt es ja keine Haare mehr zum Abdecken (Link). Die dort erwähnte FB-Gruppe „My stealthy freedom“ ist auch sehr empfehlenswert.
  • Letzter Link in Sachen Feminismus… die wunderbare Lena Dunham zum ständigen Entschuldigen. tut mir jetzt echt leid,dass ich euch mit solchen Links belästige… LINK
  • Apropos Entschuldigen: so macht man das richtig.
  • Gut fand ich Susis Text zur Mischung aus Basic und Luxus (Link). Ich bevorzuge auch die wilde Mischung aus H&M, Zalando Outlet, Louboutin und teuren Taschen.
  • Und hier möchte ich gerne mal hin, ist das nicht einfach traumhaft schön?

Einen wunderbaren Sonntag wünsche ich Euch, das Wetter wird ja nicht so schlecht und ansonsten: Kaffee und was Süßes.

5 Kommentare

  • Danke fürs Verlinken! Die Hausboote finde ich auch klasse! Und das Tassenfoto … super!!!

  • brittakama

    Bitte alles, nur nicht still sein, wenn es um so manches Frauenbild geht, liebe Irit 😉

  • Den Basic und Luxusartikel habe ich direkt gelesen, danke dafür!

  • Diese neue Rubrik bei dir gefällt mir sehr gut. Ich selbst bin eher zu faul, mich durch viele Zeitschriften / Zeitungen zu graben und gehe deshalb gern Hinweisen anderer Leute, bei denen ich denke, dass sie ähnlich ticken wie ich, auf interessante Artikel nach.
    Habe gleich mal einige deiner Links gelesen und bin absolut einer Meinung mit der Generalanwältin. Was haben religiöse Ansichten und Symbole in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz oder in der Schule zu suchen? Im Privaten darf jeder glauben und sich kleiden, wie er will, aber ich fühle mich unwohl und „auf den Schlips getreten“, wenn man mir seine Überzeugungen ständig und ungefragt so vehement vor Augen führt. Mit dem Kopftuch als optisches Signal wird eine Information aufgedrängt, die nicht angefordert wurde. Leute, ich will gar nicht wissen, an welchen Gott ihr glaubt oder auch nicht! Ich muss und will nicht mehr missioniert werden. Hach, ein unerfreuliches Thema, welches uns aber wohl nun noch lange begleiten wird. Dann lieber Luxus…. 😉 LG!

  • Es gibt dann eigentlich keinen Unterschied zwischen Kopftuch und Burka, oder?

    Ich empfinde das als Angriff auf die Würde aller Frauen, Verhüllte zu sehen. Wäre es lediglich ein modisches Statement, wäre das selbst bestimmt. Auch ich bin beeinflusst von Berichten, schon jungen Mädchen ein Kopftuch aufzuzwingen und es damit zu sexualisieren. Haare verführen. Was daran ist religiös? Bisher hat mir keiner einen Zusammenhang erklären können, der nicht als Angriff auf die Freiheit und Würde anderer Frauen von mir zu verstehen ist. Aus welchen religiösen Gründen sonst bedecken sie die Haare?
    In dem Artikel aus dem Iran wird ja deutlich, unter welchem Zwang sich die Frauen deswegen befinden. Kleiden sich als Mann, rasieren die Haare, nur um nicht Kopftuch tragen zu müssen. Ich weiß, dass das schwierig ist, aber ich finde, auch ohne Buddha am Arbeitsplatz ist man Buddhist. Wer Zeichen trägt, grenzt andere aus, ob er will oder nicht. Dieser Aspekt gefällt mir nicht.

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