Die Goldenen 3 – Haare rot färben

Vermutlich interessiert das nicht ganz sooo viele Leserinnen, aber ich färbe nun schon seit mehreren Jahren in einem kupferfarbenen Ton und hier kommen die wichtigsten Tipp in Sachen haltbare rote Haarfarbe. Die roten Farbmoleküle sind sehr klein und fallen gerne aus den Haaren heraus, weswegen die Spitzen oft verwaschen aussehen oder eine andere Farbe haben als der Ansatz. Hier kommt Abhilfe.

Haarfarbe in der Schublade

Man sieht: rote Haare erfordern Aufwand. Ich habe Peroxid in zwei Stärken (1,9% und 6%), Haarfarbe und Tönung jeweils in verschiedenen Nuancen, da ich mir meine Farbe selbst mische. Das wechselt im Lauf der Jahreszeit, im Winter etwas dunkler und kupfriger, im Sommer etwas heller und eher goldblond als kupfer.

Wer es genau wissen möchte: meine Nuancen sind 6.3 (dunkelgoldblond), 6.4 (dunkelblond kupfer), 7.43 (mittelblond goldkupfer) und 7.34 (mittelgoldblond-kupfer). Im Winter ist es mehr 6.3 und 6.4, im Sommer mehr 7.3 und 7.43. Die 6.3 nehme ich auch zum Augenbrauen färben – macht ein harmonisches Gesamtergebnis.

1. Lieber Tönung als Farbe

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Tönung mit 1,9% deutlich besser hält als normale Haarfarbe. Ich weiß nicht warum, aber es funktioniert. Das geht natürlich nicht bei starken Farbveränderungen, bei mir liegen Kunst und Natur nicht weit auseinander.

Ich habe vor anderthalb Jahren initial eine Tönung komplett verwendet, seitdem nie wieder. Wenn ich die Farbe nicht mehr ganz so toll finde, mache ich eine 5-Minuten-Glanzkur (je 1/3 Tönung, 1,9% Peroxid und Haarkur) vor der Wäsche ins angefeuchtete Haar und schon sieht das gesamte Haar für mind. zwei Monate wieder gut aus.

2. Nur die Ansätze färben

Da ich ein oder zwei graue Haare habe *reusper*, färbe ich meine Ansätze mit „richtiger“ Haarfarbe und 6% Peroxid. Aber wirklich nur die Ansätze, nicht durchziehen.

Ich bin da etwas fanatisch und mache das alle zwei Wochen, ich mag es nicht, wenn man einen Ansatz sieht. Da ich aber auch faul bin, mache ich einmal nur Scheitel und Konturen, das andere Mal alle Ansätze. Hm, passiert auch, dass die kompletten Ansätze erst beim dritten Mal wieder Farbe bekommen…

3. Das richtige Shampoo wirkt Wunder

Es gibt Shampoos, die zuverlässig auch den letzten Rest roter Haarfarbe entfernen. Da hilft nur ausprobieren und Farbe beobachten. Man merkt es meist schon nach der ersten Wäsche, ob es irgendwie verblasst aussieht. Erstaunlicherweise habe ich die schlechtesten Erfahrungen mit sulfatfreien Shampoos gemacht. Gut ist eigentlich immer ein Farbschutzshampoo oder etwas für strapazierte Haare. Vorsicht auch bei Volumenshampoos, die reinigen gründlich und manchmal eben zu gründlich.

Habt Ihr noch gute Ratschläge? Ich probiere ja gerne aus…

3 Kommentare

  • Liebe Irit,
    Tönungen sind schwächer alkalisch und rauen die Oberfläche nicht mehr so stark auf wie Haarfarben! Folglich fallen die Pigmente nicht mehr so arg aus dem Haar! Dazu kommt, dass Farbe mit 6% immer etwas aufhellt, egal ob es natürliche oder künstliche Pigmente! Das muss so sein, sonst hätte man „Überlagerungen“die dann als Querstreifen sichtbar sind!
    Was man dann nach ein paar Wäschen als „ausbluten“ wahrnimmt und es wird wieder heller!
    Tönungen lagern nur Pigmente an und hellen nicht auf! Deswegen bleiben die Längen länger schön😊

  • Noch eine Empfehlung von mir für zwischendurch: die Chromative Fläschchen von Loreal.
    Auch die sind schnell auf dem Kopf, ohne dass man sich allzu sehr Mühe geben muss, exakt zu arbeiten.
    Für den Notfall sogar ohne Handschuhe.
    Nach gut 20 – 30 Minuten ausspülen und die Haare haben wieder einen satteren Farbton.
    Wobei ich mit Locken eh den Vorteil habe, dass man den Ansatz nicht so sieht.
    Nachteil der Chromative Sachen: die Haare sind erst mal ziemlich „strack“ – brauchen also eine Extraportion Leave-in.

    Viele Grüße
    Sandra BA

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