Tria Enthaarungslaser 4x – Teil 1

Die leidigen Haare an Stellen, wo man sie nicht möchte – ein ungeliebtes Thema und meiner Meinung nach mit Akne und ähnlich unschönen Dingen gleichzusetzen. Es gibt da die Glücklichen unter uns, die drei blonde Haare auf den Unterschenkeln haben, nicht wissen, wie man eingewachsene Haare oder Rasierpickel buchstabiert und zu allem Überfluss noch üppiges Haupthaar besitzen. 

Ich gehöre leider zur anderen Fraktion, ich kann die Wörter 1a buchstabieren und drei Haare wachsen bei mir auf einem Quadratzentimeter. Natürlich dunkelblond. Und zu allem Überfluss machen sich die Wechseljahre bemerkbar, ich wusste nicht, WO es überall Haarwurzeln gibt. So genau wollte ich das eigentlich auch nicht wissen, aber nun ja.

Über meine Besuche beim Laserzentrum in Bochum hatte ich berichtet, dabei hat sich leider herausgestellt, dass meine Haare ziemlich hartnäckig sind. Sie verschwanden für einige Zeit, um dann munter weiter zu wachsen. Ich bin mir nicht sicher, ob es dieselben waren, aber da waren wieder Haare. An meinem Kinn. Igitt.

Ich vermute, da spielen die Hormone eine größere Rolle. Die Achseln sind nämlich ganz gut geworden, da wuchs nach drei Laserbehandlungen noch ca. 40%. Die Helferin meinte, sie selbst hätte sechs Behandlungen benötigt, bis alles weg gewesen wäre. Mitten in meine Überlegungen, ob ich noch mehr Geld investieren soll oder doch mit den Gegebenheiten und einer guten Pinzette lebe… kam dieses gute Stück bei mir an (das war natürlich eine längere Geschichte, aber – er ist da):

Tria Enthaarungslaser 4x

Ehrlich gesagt hatte ich ziemlichen Respekt vor dem Ding… huuu, ein eigener Laser. Also habe ich (ausnahmsweise…) gründlich die Anleitung studiert und wie sich herausstellte, ist es ganz einfach:

  • Tria anschalten
  • im Fuß ist ein Sensor versteckt, denn drückt man auf den Bereich, der gelasert werden soll. So wird sicher gestellt, dass Haut und Haar für die Behandlung geeignet ist.
  • Danach kann es schon los gehen: das „Auge“ auf dem Bild auf die Haut halten und der Tria legt automatisch los, ein kleines Stückchen weiterbewegen und der Tria macht automatisch weiter
  • Einstellen muss man nur die gewünschte und verträgliche Stärke, es gibt fünf Stärken

Tria Enthaarungslaser Display

Wie man sieht, nehme ich die stärkste Einstellung – aber bitte langsam anfangen und ausprobieren, was passt.

Was ist noch zu beachten?

  • Der Tria soll nicht andauernd benutzt werden, sondern jeweils im zweiwöchigen Abstand
  • In der Zwischenzeit nur rasieren, nicht zupfen oder epilieren oder wachsen. Die Haare müssen wachsen, damit man sie an der Wurzel erwischt.

So, damit wäre das wesentliche zur Anwendung gesagt. Einfacher als gedacht, oder?

Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Bei der Anleitung ist eine hübsche Zeichnung, wie man den Tria über die Haut bewegen soll und das ist ehrlich gesagt nicht ganz so einfach. Man „sieht“ ja nicht, wo genau gelasert wird und es ist schwierig bzw. Übungssache, die Haut gleichmäßig zu bearbeiten und ein richtig gutes Ergebnis zu bekommen. Daher: im Zweifel nur ein gefühlt winziges Stückchen bewegen und am besten in „Reihen“ lasern und nicht bunt durcheinander.

So, nachdem nun soweit alles über die wirklich einfache Handhabung gesagt ist… kommen die Ergebnisse. Oder genauer der erste Teil der Ergebnisse, der Tria wird mich auf dem Blog nämlich noch länger begleiten. Das hat einen einfachen Grund – mein ständiger Zeitmangel. Zum Lasern eines Unterschenkels braucht man schon ein bisschen länger (ca. 20 Minuten) und ich habe es einfach noch nicht geschafft. Fand ich aber auch nicht schlimm, ich habe mich nämlich als erstes meinem Hauptproblem gewidmet (fiese Kinnhaare) und den Achseln.

Überschaubare Areale und  das habe ich zwischendurch prima hingekriegt.

Meine Achseln sind mittlerweile praktisch haarfrei, ich habe jetzt mal zwei Wochen nicht rasiert und zusammen wachsen da noch ca. 25 Haare. Man muss dazu sagen, dass meine Achseln BEHAART sind, sprich: von einem kleinen Haarbüschel bin ich weit entfernt, wir reden da über 13 cm Länge und 6 cm Breite. Ich habe hier die empfohlene Frequenz eingehalten, d.h. über drei Monate alle zwei Wochen. Ich warte jetzt mal über den Winter ab und schaue im Februar, was noch weg muss bzw. doch wieder nachgewachsen ist. 100% schafft man nie, weil es immer wieder Haarwurzeln gibt, aus denen doch noch etwas wächst.

Das hat schon mal prima funktioniert.

Zu den Kinnhaaren. Der Alptraum. Die Kombination aus den Genen (bei uns sind alle ziemlich behaart) und den kommenden Wechseljahren führte wie schon öfter berichtet zu allabendlichem Zupfen und ich mochte dann nicht mehr. Die Laseraktionen beim Dermatologen waren nur temporär erfolgreich, irgendwie wuchs immer wieder nach – vermutlich andere Haare oder doch von den Hormonen wiedererweckte oder wie auch immer. Auf jeden Fall wuchs es. Und wuchs. Grauenhaft.

Ich hatte auch keine Lust, alle sechs Wochen einen nicht unerheblichen Betrag für die Laserbehandlung zu zahlen.Das war der Zeitpunkt, als ich mich über mein Tria Testgerät wirklich gefreut habe – es gibt halt keine Zufälle im Leben.

Die Ergebnisse: es wächst immer noch. Aber erheblich weniger und damit meine ich, dass ich nicht mehr allabendlich 20 Haare auszupfe. Auch hier habe ich im Zwei-Wochen-Rhythmus gelasert, die dicken weißen Haare (nicht laserbar) habe ich zwischendurch ausgezupft und ansonsten tapfer rasiert. Ab und an entdecke ich eine neue Stelle, wo etwas wächst.

Aber es ist entspannt geworden, ich fühle nicht mehr andauernd an meinem Kinn und entdecke ständig Haare. Der Nachwuchs ist deutlich feiner als ursprünglich. Mit anderen Worten: das Problem ist für mich gelöst. Als nächstes werde ich mich an die Bikinizone und die Beine begeben (das kommt auf die 15 für 16-Liste…) und dann werde ich wieder berichten.

Den Tria Laser gibt es nur bei Douglas zu kaufen (Link*) und das Gerät kostet 499 Euro. Und ich würde ihn jederzeit kaufen. Verglichen mit den Kosten für Laserbehandlungen bei Dermatologen ist das deutlich billiger und wenn es auch länger dauert und mehr Zeit kostet – für mich rechnet sich das.

(Das Produkt wurde zur Verfügung gestellt)

*Affiliate Link

14 Kommentare

  • Ich bin ein wenig neidisch. Ich bin von Natur aus sehr dunkelhaarig und zupfe bereits seit ich dreißig bin, also seit 20 Jahren – und zwar täglich. An den Beinen epiliere ich und die Achseln werden rasiert. Manchmal verwende ich mehr Zeit auf meine Körperbehaarung als auf meine Frisur und ich habe überhaupt keine Lust mehr dazu. Aber wie ein Yeti rum laufen geht ja auch nicht. Also mache ich einfach weiter. LG Jutta

  • Glücklicherweise gehöre ich zu den Glücklichen mit kräftigem Haupthaar und eher spärlicher Körperbehaarung. Bisher haben mir die Wechseljahre auch keine fiesen Härchen im Gesicht beschert. Rasieren muss ich natürlich trotzdem, täglich unter der Dusche mal schnell über die Beine und die Achseln. So ein Laser ist natürlich schon eine Überlegung wert, weil man dann auch die fiesen Stoppeln los ist.
    Jedenfalls werde ich Deine Berichte gespannt weiter verfolgen.
    LG Elli

  • Bei mir hat der Philips Lumea (IPL) mein Leben mit >40 verändert. Ich bin mit schwarzer südländischen Behaarung „gesegnet“. Spontane Schwimmbadverabredungen? Entscheidung im Urlaub ob Rasur morgens oder abends, da ich bei 2x täglich keine Haut mehr gehabt hätte…
    Wachsen etc war auch keine Alternative, da meine Haut dafür viel zu dünn ist und ich die tollsten Schürfwunden hatte. Mein erster Sommerurlaub mit glatten Beinen und ohne Entzündungen hat mich fast zum Weinen gebracht.
    Nicht, weil mir meine Behaarung vorher peinlich war, sondern einfach weil meine Haut endlich mal glatt, ohne Entzündungen und vor allen Dingen schmerzfrei war. Viel Glück weiterhin bei Deinem Laserexperiment,
    Morris

    • IPL habe ich auch ausprobiert, hat bei mir nur leider nichts genützt

      ich bin auch mal sehr gespannt, wie es im Frühjahr aussieht und halte euch auf dem Laufenden

  • Haare an unerwünschten Stellen ist für mich auch ein leidiges Dauerthema seit ich die Pubertät hinter mir habe. Ich habe mir voriges Jahr die Bikinizone bei einer Kosmetikerin mit IPL behandeln lassen, das waren sechs Termine. Jetzt wachsen zwar weniger Haare nach, aber so richtig erfolgreich war die Behandlung bei mir auch nicht.

  • Ich habe auch die Philips Lumea und die macht einen prima Job. Bis auf… genau, das Kinn. Die Lumea braucht eine relativ ebene Auflagefläche, sonst geht das Licht nicht an.
    Am Kinn also leider keine Lösung.

    Wie funktioniert das hier bei der Tria, ist die Auflageflächte kleiner als bei Lumea?
    Würde meine Hexenhaare am Kinn natürlich auch zu gern dauerhaft loswerden.

    • Die Auflagefläche ist deutlich kleiner und bei mir geht das auch ganz gut – aber es gibt noch ein Spezialteil fürs GEsicht (ürbigens mit 300 auch günstiger), das habe ich aber nicht ausprobiert, guck mal hier

  • Wie sieht es denn schmerztechnisch aus? Die Lumea piekt ja – je nach Stelle – doch manchmal ganz schön.

  • naja, das kann man ja über die Stärke regeln. Ich finde es nicht schmerzhaft. Wichtig ist, dass man vorher ordentlich rasiert, weil verbrannte Haare dann doch etwas unangenehm sind…

  • Danke, Irit. Das wäre genau was ich bräuchte.

  • Auch ich gehöre zu den Leidensgenossinnen :-/
    Seit einiger Zeit beschäftige ich micht mit den Thema „dauerhafte Haarentfernung“. Eigentlich wollte ich da zu einem Spezialisten gehen, weil ich schon sehr skeptisch bin, ob man das zu Hause so hinbringt…
    Kann man da wirklich nichts falsch machen?
    Gibt es keine Risiken?
    Irit, welche Art von Laser nutzt der Tria? Ich habe ein bisschen recherchiert, aber leider nichts darüber gefunden.
    Erstaunlich, dass IPL nicht wirkt, dieser aber schon..
    Was mich beim Philips-Gerät anspricht, ist die größere Behandlungsfläche, damit geht die Anwendung doch sicher schneller …?

    • hm, da muss ich nochmal nachschauen. ob ich etwas dazu finde. Ich habe nicht geforscht, weil ich einen Laser nicht vom anderen unterscheiden kann…

      Wenn IPL bei dir wirkt, geht es schneller, keine Frage. Das hat mir aber nichts genützt…

    • ich habe keine genauen INfos gefunden, da steht nur:

      „Dies ist der einzige klinisch erprobte Haarentfernungslaser für die Anwendung zu Hause, der mit der patentierten Dioden-Lasertechnologie arbeitet, wie sie auch neun von zehn Dermatologen empfehlen. „

  • Herzlichen Dank für die Info!
    Da werde ich mal nachforschen, welchen Unterschied es zwischen diesen beiden Technologien gibt. So eine Anschaffung entscheidet man ja nicht über Nacht ….

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