Ein hartes Buch? Butcher´s Crossing. Oder

ein gutes Buch? Butcher´s Crossing. Literatur streichelt das Leben nicht, sondern schlägt eine Delle hinein. Das tut dieses Buch mit Wucht.

Es war um 1870, als Will Andrews Harvard den Rücken kehrt. Beflügelt durch sein Studium, sucht er im Westen nach einer »ursprünglichen Beziehung zur Natur«. In Butcher‘s Crossing, einem kleinen Städtchen in Kansas, wimmelt es von rastlosen Männern.

Einer von ihnen lockt Andrews mit Geschichten von riesigen Büffelherden, die, versteckt in einem entlegenen Tal tief in den Colorado Rockies, nur eingefangen werden müssten. Eine Geschichte, die den Atem raubt, Bilder, die sich tief einbrennen, eine überwältigende Parabel über Hoffnung und Wahn, Leben und Tod – ein Roman, dessen wilder Zauber unvergessen bleiben wird.

Es ist eine sehr männliche Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Sie ist ruhig erzählt, fast lakonisch, was ihre Wucht noch erhöht. Nichts für zart Besaitete, warne ich vorsichtshalber, es geht um Jagd auf Tiere mit allen Konsequenzen, aber wunderbar!!

2 Kommentare

  • Liebe Janne,
    Du sprichst von einer „Delle“, Kafka hat das noch schärfer formuliert: „Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“
    Hätte ich „Stoner“ nicht zuerst gelesen, wäre ich an „Butcher´s Crossing“ wohl achtlos vorbeigegangen. Und hätte ein großartiges Buch verpasst.

  • Stoner finde ich ganz großartig – dann werde ich nun mal das nächste angehend! Danke für den Tipp!

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