Lucinda Rileys Bestseller „Die sieben Schwestern“, oder

Herr, erklär mir, wie manche Bücher auf die Spiegelbestsellerliste kommen, oder lass Hirn vom Himmel regnen! Und wenn ich schon dabei bin, wie konnte das eBuch „Leben passiert“ auf die erste Seite der Hugendubel-Empfehlungen geraten?

Ich habe das erstgenannte Buch im Urlaub mal rasch runtergeladen, weil ich Lust auf etwas anderes hatte. Gefunden habe ich es auf der Bestsellerliste des Spiegel, wo es, wie ich bald feststellen durfte, nichts, aber auch gar nichts verloren hat.

Diese schlecht geschriebene Schmonzette auf dem Niveau von Groschenheftchen, mit einem unfassbar schlecht konstruierten Plot, einer armseligen Sprache und nicht mal wirklich unterhaltsam, hat mich richtig geärgert. Wir machen das ja sonst nicht, Verrisse schreiben. Aber diesmal musste es sein.

Und wo ich schon dabei bin: Auch dieses selbstverliebte Geschreibsel von Julia Steinlechner, die hoffentlich auch noch eine andere Einkommensquelle hat, denn mit dem Schreiben wird es nichts werden, wäre besser unveröffentlicht geblieben. Wenn frau solche Sätze schreibt: „Viel verlangte ich eigentlich nicht, weil es waren alles immaterielle Eigenschaften. „, (ab von der Grammatik, hat schon mal jemand eine materielle Eigenschaft gesehen?)  sollte sie vielleicht lieber was anderes machen. Mit den Kommaregeln hat sie es auch nicht so. Und es gibt viele viele solche Sätze. Was ist aus dem ehrenwerten Beruf der Lektorin geworden? Oder hatte sie eine? Dann gehört sie auch gefeuert… Ich hab das Ding nicht zuende gelesen. Weil spannend war es auch nicht, um mit Frau Steinlechner zu sprechen. Warum genau sie sich so toll findet, hat sich mir bei der Lektüre dieses Schmachtfetzens nicht erschlossen,

Nun gut, genug gemeckert – versteht es als Warnung.

4 Kommentare

  • Hallo, diese sogenannten Bestsellerlisten sagen gar nichts darüber aus, wieviel gelesen wird, sondern lediglich, welche Bücher (und wieviele davon) die Buchhändler (!!) in ihr Sortiment nehmen, und da wird eben von den Verlagen ganz viel gesteuert. Dann suchst du ein Buch zum verschenken oder stehst an der Kasse und da liegt dieser Stapel…da greift mensch eben schneller zu, ist wie mit den süßigkeiten. Das hat mir das mal ein Lektor erklärt. Diese Listen also nicht überbewerten!

  • Außerdem – was „alle“ lesen, ist bestimmt nicht das Beste. Massengeschmack eben, konfektioniert. Mir fallen auf Anhieb noch etliche grottenschlechte Texte ein, die in den Medien hochgejubelt wurden und wenn man dann etwas genauer hinguckte, war das hochbegabte Jungtalent der Sohn eines Kulturredakteurs. Da wird gelobr, dass sich die Balken biegen.

  • Oh, es gibt natürlich materielle Eigenschaften. Härte, Glätte z.B. … aber abgesehen von diesem augenzwinkernden Hinweis sehe ich nicht, warum man Verrisse schreiben muss. Ehrlich, dann weiß ich nicht, wo die Grenze sein sollte – ich hab auch schon genug Blogeinträge mit den verrücktesten Stilblüten und seltsamen Syntax-Vorstellungen gesehen. Vielleicht nicht ganz so schlimm wie das, was Du zitierst, aber ab dem wievielten Rechtschreibfehler ist es dann in Ordnung, sich in der Öffentlichkeit darüber lustig machen? Noch dazu auf einer Platform, die die Beschimpften selbst wahrscheinlich nicht lesen, weswegen sie sich auch nicht selbst dazu äußern können.

  • Ich habe ‚Die sieben Schwestern‘ gelesen, weil es auf der Bestsellerliste meiner Bibliothek war. Ich will meine drei Tage fürs Lesen zurück und die 2€ Sondergebühr für die Ausleihe. Kitschkitschkitsch!

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