B.Kettner VisoClean*

/*sponsored*/ Vor ein paar Jahren brach in den USA der Hype um Reinigungsbürsten für das heimische Badezimmer los, wenn ich mich recht erinnere, war es eine Empfehlung von Oprah Winfrey. Bei mir kam das Ganze deutlich später an, nämlich vor zwei Jahren. Ich mochte mein damaliges Testobjekt (Link), habe es aber offen gestanden nicht sehr oft benutzt. Trotz der nachgekauften Bürsten für sensible Haut reagierte meine Haut auf häufigere Benutzung buchstäblich gereizt. Als VisoClean bei mir anfragte, ob ich gerne testen möchte, habe ich mir zuerst mal die Website angeschaut.

B.Kettner VisoClean

In dem Komplettset für knapp 80 Euro (Link) ist neben dem eigentlichen Objekt, nämlich der Reinigungsbürste mit Ladestation, zwei unterschiedliche Bürstenköpfe für normale und sensible Haut, ein Reinigungsschaum und ein Peeling ohne Körnchen enthalten. Plus Täschchen für unterwegs und eine ausführliche Anleitung.

Aufmerksam wurde ich beim Stöbern bei der Beschreibung des Bürstenkopfes für sensible Haut. Da steht nämlich: „Soft BRUSH: für alle Hauttypen auch für sensible und hypersensible Haut geeignet“. Wollte ich natürlich ausprobieren, denn gereizt hin oder her: ich finde die Reinigung mit einer elektrischen Bürste insbesondere am Abend schon deutlich gründlicher.

Die Bürste selbst hat zwei Rotationsmodi (im Uhrzeigersinn oder alternierend), vibriert oder schwingt aber nicht. Mich hat das Ganze sehr an die Bürsten bei der Kosmetikerin erinnert. Ich denke mal, es gibt dort aus gutem Grund schon seit langen Jahren die rotierenden Bürsten – laut VisoClean ist die Reinigung mit Rotation schlicht gründlicher.

B.Kettner VisoClean 2

Zum Set gehören auch zwei Reinigungsprodukte: Creamy Cleansing Foam und Ultra-Gentle Peeling. Der Schaum erinnert mich sehr an die koreanischen Reinigungsprodukte. Kommt eher gelig aus dem Spender (man sieht auf dem Bild, dass es „läuft“) und schäumt dann prima auf. Im Gegensatz zu den von mir probierten Korea-Produkten ist er aber tatsächlich sanft zur Haut und reizt oder irritiert nicht. Dafür macht er aber sehr schön sauber, auch das Augen-Makeup wird einwandfrei entfernt.

Aber kommen wir mal zum interessanten Teil – dem Praxistest.

Die Anwendung ist einfach: Bürstenkopf anfeuchten, Reinigungsschaum auf die Bürste geben und dann mit kreisenden Bewegungen zunächst die T-Zone und dann die beiden Wangen reinigen. Man sollte jede Partie 30 Sekunden reinigen, die Bürste stoppt kurz zur Erinnerung.

Ich habe das Ganze zunächst auf dem trockenen Gesicht ausprobiert, das hat nicht sooo gut funktioniert. Also feuchte ich das Gesicht kurz an und reinige dann mit der feuchten Bürste. Das klappt ausgezeichnet. Ich war natürlich neugierig, ob wirklich das komplette Makeup entfernt wird – Test mit einem Wattepad und Mizellenwasser hat ergeben: ja, die Haut ist sauber.

Bei genauem Blick auf den Bürstenkopf ist mir noch aufgefallen, dass sich nur der innere Teil dreht, der äußere steht still. Bei beiden Bürstenköpfen sind die Borsten sehr angenehm auf der Haut, die Variante für normale Haut (Ring aus grauen Borsten) hat aber deutlich mehr Borsten als die Sensitiv-Variante (komplett weiß). Die Bürstenköpfe sollte man übrigens alle drei Monate austauschen, zwei Stück kosten knapp 15 Euro im Shop.

Und was sagt nun meine Haut? Die ist begeistert. Den Bürstenkopf für normale Haut fand ich zu viel, aber die sensitive Bürste ist ein Traum. Sie ist extrem weich und reizt oder irritiert kein bisschen. Nach zwei Wochen habe ich mich dann auch getraut, das Peeling zu testen. Es ist relativ fest und soll als zweiter Schritt nach der Reinigung verwendet werden. Auftragen, eine Minute einwirken lassen und dann mit der Bürste die bekannte 90-Sekunden-Routine durchführen.

Ich konnte ehrlich gesagt keinen großen Unterschied zu vorher feststellen, aber ich benutze auch regelmäßig ein AHA-Serum, vermutlich gibt es einfach nichts zu peelen.

Und ich kam natürlich nicht umhin, die Bürste auch mit anderen Reinigungen zu testen. Die Kombi mit dem Immortelle Reinigungsöl von L’Occitane fand ich am besten – Öl aufs trockene Gesicht auftragen und dann mit der feuchten Reinigungsbürste emulgieren.

Die Frage ist nun: warum soll man überhaupt eine elektrische Reinigungsbürste benutzen? Ich habe keine Neigung zu Pickeln, aber an zwei Stellen ist die Haut doch deutlich besser geworden. Erstens an der Nase. Da hat fast jede vergrößerte Poren, in denen sich Talg ansammelt. Das sind keine Mitesser, aber schön ist es trotzdem nicht. Das wird bei regelmäßiger Benutzung einer Reinigungsbürste deutlich besser. Und die zweite Stelle sind die kleinen „Telefonpickel“ an der Schläfe und am Kinnknochen. Also die Stellen, an die man den Telefonhörer hält. Die verschwinden.

Fazit: wer normale oder robuste Haut hat, kann die Bürste probieren. Wer wie ich ein Sensibelchen hat, sollte sie unbedingt bei Ankauf einer elektrischen Reinigungsbürste in Betracht ziehen. Der beste Bürstenkopf für empfindliche Haut, den ich bisher getestet habe!

(Die Produkte wurden zur Verfügung gestellt)

*Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit B.Kettner VisoClean. Bezahlt wird meine Arbeit. Nicht meine Meinung.

8 Kommentare

  • Ich habe schon vor einiger Zeit die Clarisonic ausprobiert und war selber, trotz des Hypes, ziemlich unzufrieden.

    Die Bürsten waren (trotz der sanftesten Version) zu aggressiv zu meiner auch eher empfindlichen Haut.

    Ich habe das Thema dann abgeschrieben, bis ich eine Bürste mit ganz extrem Weichen Härchen gefunden habe. Meine ist von Babor und ich bin sehr zufrieden. Da sieht man mal, wie wichtig der „richtige Kopf“ ist 🙂

    Liebe Grüße
    Sarah

    • das finde ich interessant, ich dachte zwischenzeitlich schon, ich habe Erscheinungen, weil ich die einzige war, die Probleme hatte

  • Liebe Irit, nein Du bist nicht die Einzige,auch bei mir reizt die Bürste(auch die für Sensibelchen)die Gesichtshaut obwohl ich auch sehr vorsichtig bin.
    Ich habe den Eindruck das meine Haut davon noch trockener und empfindlicher wird.
    Jetzt benutze ich wieder meine Gesichtsbürste von Shiseido, die ist sehr weich und reizt meine Haut nicht, sie wird allerdings von mir selbst angetrieben, nicht elektrisch 🙂

  • Ich habe die Philips Visa Pure mit dem Kopf für sensible Haut-bei den anderen war meine Haut minutenlang danach gerötet! Wirklich unschön!

    Franziska

  • Hallo Irit
    Die ganzen Reinigungsbürsten sind tatsächlich nicht so gut für die Empfindliche Haut. Sie drehen sich im Kreis oder abwechselnd um und reiben die ganze Hautoberfläche nur auf. Probiere es doch mit FOREO. Es ist eine T-Sonic Technologie. Die Silikonnoppen reinigen die Gesichtshaut mit sanften Impulsen. (die stärke ist sogar einstellbar und man fängt mit der schwächsten immer an)
    So kann man die Haut immer ein Stück für Stück an die stärke und die Impulse gewönnen.
    Ich habe schon so ein Prachtstück und bin sehr zufrieden.
    Gruss Nelli

    • kommt auf die Testliste!

      • Foreo ist eine richtige Reinigungsbürste,die statt mit der Bürste, mit Silikonnoppen und pulsieren reinigt.
        Die Geräte haben auf der anderen Seite so eine Art Wellen und damit massiert man das Gesicht ( anti-aiging Funktion) nach der Reinigung. Es entspannt die Gesichtszüge und ist sehr angenehm

    • ist foreo eine richtige reinigungsbürste oder eher ein massagengerät? es sollte angeblich erst nach makeup entfernung benutzt werden, oder habe ich was falsch verstanden?

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