Silver Linings bedeutet Silberstreifen, und

das ist auch das, was der erzählende Mann in diesem Buch von Matthew Quick immerfort und zunächst immer wieder vergeblich sucht.

Das Happyend in seinem Leben, einen Silberstreifen, ein gutes Ende für seinen Film. Pat hat Jahre in einer psychiatrischen Klinik verbracht, bis seine Mutter ihn mit gerichtlicher Hilfe dort heraus und nach Hause holt. Warum er da drin ist, wird lange nicht richtig klar, aber er ist unbeherrscht und reagiert auf manche Dinge sehr aggressiv. Und er wartet ständig darauf, dass die Auszeit mit seiner geliebten Ehefrau Nikki endet. Dabei wird ihm erst nach und nach klar, wie lange die schon dauert, aber er hofft unverbrüchlich und entgegen aller gutgemeinten Ratschläge darauf, dass Nikki wiederkommt. Dass Nikki schon längst anderweitig verheiratet ist, sich sein gesamtes Vermögen unter den Nagel gerissen hat und überhaupt der Grund für alle seine Schwierigkeiten ist, stellt sich nach und nach heraus. Ohne dass Pat das einsehen will, nein, im Gegenteil hält er an seinem Wunsch nach einem Silberstreifen eisern fest.

Bis ihm schließlich klar wird, dass Tiffany, eine junge Frau, die ihm Freunde vorgestellt haben, ihm viel näher ist, als er wahrhaben will, und dass sein Glück nur ein paar Türen entfernt zu Hause ist. Und dann schafft Pat es tatsächlich, sich den Problemen seines Lebens zu stellen, Nikki in Gedanken loszulassen und sich wieder dem Leben zuzuwenden.

Eine wirklich sehr lustig erzählte Geschichte trotz ihres Tiefganges. Mich hat sie sehr berührt.

Ein Kommentar

  • Hi!
    Das Buch habe ich (noch nicht) gelesen (liegt aber griffbereit neben meinem Nachttisch auf dem immer höher werdenden Bücherstapel, ooops), aber den Film, den Film hab ich bestimmt schon 10x geguckt! Ganz großes Kino (finde ich)! Ich bin jedesmal in Tränen aufgelöst, wenn Pat aus dem Diner, in dem er mit Tiffany sitzt, rausstürmt und „ma cherie amor“ erklingt…Gänsehaut pur!
    Solltest Du ihn noch nicht gesehen haben, unbedingt nachholen!
    LG, Jay

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