Caitlin Moran: How to be a woman

„Deshalb an dieser Stelle ein praktischer Schnelltest, der Ihnen unmittelbar darüber Aufschluss gibt, ob Sie eine Feministin sind oder nicht. Also. erforschen Sie mit der Hand das Innere Ihrer Unterhose, und beantworten Sie die folgenden Fragen:

a) Haben Sie eine Vagina?

b) Möchten Sie selbst über sie bestimmen?

Sie haben beide Fragen mit „ja“ beantwortet? Herzlichen Glückwunsch! Sie sind eine Feministin.“ (Buchzitat)

Ich finde das Buch einfach grandios und das aus vielen Gründen. Caitlin Moran schafft nämlich tatsächlich den Spagat zwischen einem locker-flockigen und amüsant zu lesenden Schreibstil, lustigen Anekdoten aus ihrem eigenen Leben (wobei einem manchmal da Lachen im Hals stecken bleibt) und einem ganz eigenen Blick auf ein schwieriges Thema.

Im Buch erzählt sie in der zeitlichen Abfolge über ihr Leben als Mädchen und Frau und all die Dinge, die einem unterwegs passieren können. Nun gut,sie lebte schon etwas ungewöhnlich, aber auch nicht komplett außerhalb der Norm. Und so ganz nebenbei streift sie all die Themen, die Frauen beschäftigen. Vom Kinder kriegen über Figurprobleme bis zu Schönheits-OPs und Abtreibung. Halt die ganze bunte Mischung, die Frauen im Leben so passiert. Und sie plädiert für Selbstbestimmung und Selbstbewusstsein.

Ich werde auf jeden Fall noch zwei Exemplare kaufen und meinen Töchtern jeweils zum 15.ten Geburtstag schenken. Oder vielleicht auch schon zum 14.ten. Man muss ja nicht die Fehler der vorherigen Generationen beständig wiederholen.

Eine Stelle aus dem Buch möchte ich euch noch erzählen. Ich habe Tränen gelacht. Es ging um die Imaginationskraft von Frauen. Sie schildert, wie sie auf einer Zugfahrt davon träumt, eine Berühmtheit zu heiraten und sie machen gemeinsam Karriere und schließlich passiert eine Tragödie – sie verlieren ihr erstes Baby. Natürlich spielte sich alles nur im Kopf ab, aber nichtsdestotrotz war sie fix und fertig, als der Zug schließlich in London einfuhr und ging erstmal tränenüberströmt aufs Damenklo.

Das ist so TYPISCH weiblich, diese Tagträume mit immer weiter gesponnenen Geschichten, natürlich immer Liebesgeschichten. Ich werde nie vergessen, wie mir mal eine Freundin erzählte, das sie neue Bekanntschaften erstmal nach dem Wohnort fragt. Also Leute, die man 15 Minuten kennt oder so. Schließlich muss sie zunächst überlegen, ob das auch ein geeigneter Wohnort im Falle einer Heirat wäre. UNd überlegt schon mal, wie man den Garten machen könnte…

Unbedingt lesen.

3 Kommentare

  • Oh, ich glaube, das Buch brauche ich! :))

  • Hört sich herrlich amüsant an, werde ich mich auf mein IPad laden.
    Es „fehlt“ euer Link? Wenn Ih euch die Mühe macht mit der Vorstellung , dann solltet ihr auch am Umsatz beteiligt werden..

    • libe Julia, das ist lieb von dir. Bei Kosmetik findet der sich mittlerweile immer öfter, bei Büchern nicht: ich empfehle nämlich Rebuy oder Medimops.

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