Kosmetikkram aufräumen. Und aufräumen überhaupt.

Ich bin manchmal über mich selbst erstaunt. Letztes Wochenende zum Beispiel hatte ich mein „freies“ Wochenende ohne Kinder. Meine Freundin war leider krank, also hatte ich viel Zeit für mich. Ich habe es dann geschafft, das ganze Wochenende nur zu räumen, zu sortieren und vor allem wegzuwerfen. Ich kann einfach nicht mit Ruhe auf dem Sofa sitzen und lesen, wenn ich genau weiß, dass da noch Arbeit auf mich wartet.

Und wann wartet die eigentlich nicht? Meine ToDo-Listen sind immer endlos lang.

Aber zurück zum Kosmetikkram. Ich mag es nicht, zu viele Dinge zu besitzen, was nach dem Auszug meines Mannes noch offensichtlicher geworden ist. Ich habe viele Bücher, aber das ist auch neben meinen Kosmetiksachen das einzige, wovon ich viel besitze. CDs sehr überschaubar, ich schaffe mir noch ein Sonos mit Spotify an, dann ist das Problem schon optimal gelöst. Über meinen Kleiderschrank staunen meine Freundinnen immer wieder, er ist halbleer und ich habe auch nicht das Bedürfnis ihn zu füllen. Schuhe sind da natürlich ein Thema, aber ich ziehe sie auch alle an… Wollvorräte zu Stricken, überflüssige Handtücher und Bettwäsche oder Porzellan, nicht mehr identifizierbare Kabel, Kartons und ähnliches mehr habe ich nicht (mehr). Ich miste gerne aus und behalte mittlerweile konsequent nur die Sachen, die ich mag.

Was auch für meine Kosmetik gilt. Hier gibt es drei Kategorien von Dingen:

  • Testobjekte für den Blog (ok, ähem, eher viel)
  • Dinge, die ich benutze, insbesondere in Sachen Dekorative Kosmetik
  • Dinge, die gehen, weil ich sie nicht benutze

In der letzten Kategorie sind auch einige Produkte, die ich hier schon vorgestellt habe. Im Langzeittest verschwinden dann doch noch 80% davon in den Badezimmern meiner Freundinnen. Ich mag nicht in meinen Schminkkoffer oder in meine Badezimmerschublade schauen und denken „oh, das MUSS ich mal wieder benutzen“. Ich muss garnichts. Und die Erfahrung lehrt, dass die Benutzung im Zeitverlauf nicht häufiger wird – also weg damit. Und mit Freude den Rest betrachten.

Daher der Tipp des Tages: Kosmetikkram sichten, überlegen, was man wirklich benutzt, Sachen für besondere Gelegenheiten (Abend Makeup o.ä.) gesondert wegpacken und beim Rest gnadenlos ausmisten. Creme wird mit dem Alter nicht besser. Und man bekommt auch keinen Orden fürs Aufbrauchen. Höchstens schlechte Laune.

Wie sieht es denn bei Euch aus?

15 Kommentare

  • Ich bin ein Messi. Ich hänge an meinen Schätzen. Allerdings merke ich, je älter ich werde, das es mich zunehmend ärgert, wenn ich meine Schätze immer nur mitleidig betrachte und sie dann eher nicht benutze. Im Augenblick hält sich der Frust über dieses „du bist heute mal wieder nicht dran“ Gefühl und dieses kindliche, „welchen meiner 20 Lippenstifte der selben Farbfamilie, passt heute zu dem drölften der mauvigen Nagellacke“. Ich halte möglichst Ordnung, damit ich die Übersicht nicht verliere. Das klappt mal mehr, mal weniger gut. In meinem Kleiderschrank klappt das so gar nicht und das ärgert mich. Der ist für meine Klamotten von je her zu klein, weil wir keinen Platz haben. Wenn ich aufräume finde ich völlig vergessene Teile die ich nie oder kaum anhatte. Das macht mich wütend und traurig. Da täte ich sicherlich gut daran, mir eine andere Organisation zu überlegen oder einfach mal auszumisten und nur noch das vor zu halten was ich wirklich trage.

    • Bis auf den zu kleinen Schrank bin ich ganz bei dir 😉 Und nein, du bist kein Messi. Ein eigenes Ankleide- und Beautykramzimmer – das wär`s!

  • Mit zunehmendem Alter werde ich eigentlich immer froher, weniger zu kaufen. Ausmisten bei Cremes, aber auch überall in der Wohnung, mache ich sowieso einmal jährlich. Das Shirt, welches ich 1 Jahr nicht getragen haben, werde ich im folgenden auch nicht tragen.

    Es wird bei mir weniger gekauft, die einzelnen Produkte werden aber, dies sei dem Alter geschuldet, teurer.

  • Solche Konsequenz bewundere ich bei anderen sehr und bin auch ein wenig neidisch auf den aufgeräumten Haushalt. Inzwischen habe ich aber Frieden mit der Erkenntnis über mich geschlossen, dass ich es zwar grundsätzlich übersichtlich und klar mag, dabei allerdings auf Vielfalt und Auswahl nicht verzichten möchte. Im Klartext: ich habe von allem zu viel und liebe alle meine Schätze und erfreue mich an ihrem Besitz. (Gollum!)
    Solange ich die Übersicht behalte und der Platz vorhanden ist, sehe ich auch keinen Grund für ein schlechtes Gewissen oder eine Änderung. Ich habe schon manche älteren Dinge mit Vergnügen wieder „neu entdeckt“. (Natürlich hebe keine nicht mehr nutzbaren Dinge auf, wie alte Cremes oder unwiderruflich zu kleine Shirts.)
    Ausmisten mache ich trotzdem regelmäßig und empfinde es als sehr befreiend. Wenn nötig, käme ich auch mit 1 Lippenstift aus – aber solange es nicht nötig ist…

    • Dem schließe ich mich uneingeschränkt an- was würde denn auch unserer Wirtschaft, wenn wir alle nur einen Lippenstift hätten 🙂
      Ich halte es da eher mit Christina und den 20 Lippenstiften der selben Farbfamilie.
      Komplette Fehlkäufe werden aber doch entsorgt. Und bei Cremes bin ich sehr konsequent: was ich nicht vertrage, kommt weg (und leider teste ich gern und vertrage aber nicht viel…)

  • Ich kann das nicht. Nicht bei Kosmetik. Dafür habe ich extra das (mein) Beautymuseum jn’s Leben gerufen. Wenn es schön aussieht (manchmal zu schön, um es zu nutzen), darf es bleiben. Vielleicht Buddel ich es irgendwann mal in einer Schatulle im Garten ein und in 1000 Jahren wird es dann als Zeitzeichen analysiert *rumspinn*

  • „Und man bekommt auch keinen Orden fürs Aufbrauchen. Höchstens schlechte Laune.“ Das ist genau richtig und deshalb miste ich auch aus. Das führt aber auch dazu, dass ich irgendwann Sachen suche, die ich schon weggeschmissen habe und mich frage, warum ich mich davon getrennt habe. Egal, kommt auch wieder was Neues dazu.

  • Ich gehöre zu den Aufräumern. Bei mir ist übersichtlich. Bei der Gesichtspflege sowieso, aber auch bei der Deko. Genug ist es trotzdem noch. Körpferpflege ist etwas mehr, aber nichts was benutzt werden muss, nee, das will benutzt werden. Wenn das dann alles schön ordentlich und übersichtlich ist, dann ist es gut und ich fühle mich wohl.

  • Na ja, wenn man einmal jährlich aufräumt und ausmistet, bedeutet das nicht, dass man nur einen Lippenstift hat. Ich habe dann immer noch über 100, und das sollte reichen. Ich kaufe halt nur weniger dazu.

    Ebenso bei den Nagellacken. Die werden nicht besser durch das Rumstehen. Da miste ich gnadenlos aus.

    Lidschatten: So viele Paletten, so viele Töne. Und eigentlich wiederholt sich da alles. Ich trage nun nicht mehr grün und blau, ich habe in „meinem“ Bereich alle Töne, die es gibt. Da überlege ich schon, ob ich die 501. Palette noch benötige.

    Will sagen: Ich freu mich an den Dingen, aber was ich nicht benutze, kommt weg. Und was nicht mehr gebrauchsfähig ist, sei es noch so schön, eben auch. Ich habe beschlossen, mich nur mit den Dingen zu umgeben, die ich schön finde und auch ab und an benutze. Fällt was nicht darunter – weg damit. Beim ersten Mal, da tut’s noch weh. Dann nicht mehr so.

  • wie schön, eine bunte Mischung aus Sammler, Wegwerfern, Nicht-Käufern und alle dazwischen.

    Aber eins kommt eigentlich bei allen raus: wir wollen schöne Dinge um uns haben. Die Menge ist variabel 😉

    Ich habe auch diverse rote Lippenstifte. Ja, meinen Liebling von Clinique und ein paar andere, die ich auch lieb habe. Die kann ich auch nicht wegpacken.

  • Heute hat es mich (etwas) überkommen und ich brauche ca. 5 Jahre keine Handcreme mehr zu kaufen…..Reinigung eigentlich auch nicht aber da gibt es einfach 1-2, die gehen mir nicht aus dem Kopf *seufz*. An Deko habe ich einiges entsorgt vor allen Dingen in Sachen Foundation, Lipglosse und Lippenstifte. Aber noch immer von allen sehr sehr viel….und zack mussten zwei von den neuen Lip Paints von Laura Mercier mit. Ich bin nicht zum Reduzieren geschaffen.

  • ich habe eine schöne sammlung die über viele jahre zusammen getragen worden ist. ich sortiere regelmäßig unschöne dinge aus aber manche sachen bleiben wegen der erinnerung. ich lese euren blog seit 3 jahren habe aber noch nie einen kommentar abgegeben möchte das aber jetzt ändern.

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