Zwei Wochen offline, das war ganz seltsam, oder

jedenfalls war es anders, als ich gedacht hatte. Ich war ja mit meiner Familie auf Bali, wir haben Rucksackurlaub gemacht und wollten viel unterwegs sein, ich hatte keine Lust, ständig auf mein Handy aufzupassen und mich mit w-lan und ausländischen prepaidkarten fürs iPhone herumzuschlagen.

Gesagt, getan, es wurde ausgeschaltet und mit meinem macbook zusammen dem lieben Nachbarn in Verwahrung gegeben. Auf zum Flughafen, es fehlte nichts. Es gab nur so ein seltsames Gefühl des Unbeschäftigt-Seins, so in den Händen. Und immer wenn ich Leute mit ihrem Smartphone sah, zuckte meine Hand. Aber es ging, und das ging auch schnell vorbei.

Und dann fehlte mir die nächsten zwölf  Tage gar nichts mehr. Ich habe ab und an, wenn das Hotel einen Rechner anbot, meine mails gecheckt, und ab und zu habe ich auch ein Foto bei facebook gepostet, indem ich das iPhone meines lieben Mannes benutzte. Nun, es war auch nichts Wichtiges, Irit hatte mir ja den Urlaub freigegeben, und ich nehme nie Arbeit mit in den Urlaub.

Und was soll ich sagen, es gab mehr freie Zeit. Ich habe viel gelesen, also Bücher auf dem eBook meine ich, nicht hier ein bisschen online und da ein bisschen Blog, sondern so richtig. Und das war auch sehr schön. Ich glaube, ich mache das im nächsten Urlaub wieder so.

4 Kommentare

  • Ich mache das ja in jedem Urlaub so. Zwar Handy dabei (aber kein W-Lan) und keinen Computer. Und ich schecke auch zwischendurch keine Mails. Ist toll. Man hat allerdings danach so viel aufzuholen 😀

  • Genaus DAS haben mein Mann und ich im Frühling auch zelebriert. Wir waren im verspäteten Honeymoon auf den Malediven und weil dort WLAN u & Co. schlecht und irre teuer sind, haben wirs ganz einfach gelassen. Es war herrlich!!! Machen wir ab sofort in jedem Urlaub so! 🙂

  • Klingt nach einem wunderbaren Urlaub! Ich bin da immer so ein bisschen hin und her gerissen. Ich habe keine richtige Vertretung im Urlaub, d.h. in der Regel wartet dann bei Rückkehr ein schöner Mailhaufen auf mich. Wir müssen bei logistischen Sachen oftmals ganz schnell reagieren. Das macht mein lieber Kollege zwar für mich mit, aber manchmal ist es einfach zu viel und es kostet richtig Geld bei Verzögerungen. Bin irgendwie ruhiger mit dem iphone und beantworte manche Anfragen ganz fix nebenher. Besser wäre es allerdings, mal komplett offline zu sein. Ich nehme es mir mal für einen der nächsten Urlaube vor, wo ich eine Ausrede (z. B. kein Netz) habe. Gibt es leider immer seltener 🙁

  • Für mich gibt’s im Urlaub KEIN Phone, Netz etc. Und ich vermisse es gar nicht. Es tut richtig gut, sich nicht von den Mail, Blogs etc. ablenken zu lassen. Ich bin aber auch weder privat noch beruflich an ein Postfach gebunden (aber nur im Urlaub). Ich denke, für viele muss es mittlerweile ein richtiger Luxus sein, im Urlaub oder am WE mal auch offline zu sein.
    Zitat „Und immer wenn ich Leute mit ihrem Smartphone sah, zuckte meine Hand“ – da muss ich sofort an Raucher denken. Da zuckt die Hand auch, sobald jemand anders mit einer Zigarette ankommt. 🙂 Kann man da schon Parallelen zur Online-Abhängigkeit ziehen 🙂

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