Während wir warten, bis die schönen Zeiten wiederkehren,

das ist nicht gerade meine Lebenseinstellung, um so gespannter war ich, warum die Brigitte auch dieses Buch in ihre Urlaubslektüreliste aufgenommen hatte.

Marie würde am liebsten nie wieder aufstehen – so glücklich ist sie mit dem so mönchisch wirkenden Dramaturgen, der eher unvermittelt zum Mann ihres Lebens wurde. Also bleibt sie im Bett und erzählt ihm ihre Geschichte. »Ich habe meinen Mann bei einem Essen kennengelernt, bei dem ich nicht eingeladen war und nicht mal die Gastgeber kannte. Gleich auf den ersten Blick war mir klar, dass ich mein Leben mit ihm teilen würde, dabei war er eine graue Maus …« Dieser bewegende Roman handelt von einer großen Liebe und von einer verrückten Familie, von der übergroßen Bindung einer Tochter an ihre Mutter, der nie stattgefundenen Aussprache mit ihrem Vater und einer komplizierten Geschwisterbeziehung, in der dennoch niemand ohne den anderen sein kann. Das alles ist so leicht und charmant erzählt, wie man es vielleicht nur in Frankreich kann.

Es ist ein verrücktes Buch, aber das muss kein Nachteil sein. Wer sich auch auf absurde Geschichten einlassen kann, wird damit viel Spaß haben – und wer will schon ständig nur über vernünftige Leute aus unseren Kreisen lesen?

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