Klüpfel und Kobr: Milchgeld (Kluftinger erster Fall)

Noch ein letzter Urlaubseinkauf, mit dem ich mich ein wenig schwer getan habe. Das mag daran liegen, dass in Freiburg schönes Wetter war, ich gedanklich bzw. lesetechnisch in Frankreich unterwegs war und der bodenständige Kluftinger im Allgäu passte gerade nicht so richtig dazu. Also habe ich das Buch weggelegt und dann bei dem schlechten Wetter wieder ausgepackt – genau richtig für gemütliche Samstagnachmittage auf dem Sofa.

Kluftinger lebt im beschaulichen Altusried im Allgäu und bodenständig beschreibt ihn nur zu gut. Er liebt Kässpatzen, spielt die große Trommel im örtlichen Musikverein und trägt am liebsten Trachtenjanker. Abgesehen davon ist er aber auch ein cleverer Ermittler. Weswegen die Autoren auch wohltuender Weise auf blutrünstige Szenen verzichten, ich mag die nämlich nicht.

Der Fall kommt langsam ins Rollen, aber nach 60 – 70 Seiten kommt man nicht mehr so richtig los – es gibt immer wieder überraschende Wendungen und am Ende ist dann doch alles ganz anders als gedacht. Mir gefiel der Kluftinger ausgesprochen gut und bei nächster Gelegenheit werde ich mir weitere Bände kaufen, mittlerweile ist wohl der achte Fall erhältlich. Also noch reichlich Lesestoff – ich mag das.

Aber vorher werde ich noch ein paar andere „erste“ Fälle aus dem Allgäu lesen. Auf der Liste stehen Nicola Förg und Jürgen Seibold. Und dann waren da noch die kulinarischen Krimis von Tom Hillenbrand. Und der hier empfohlene Provencekrimi. Viel zu lesen diesen Winter…

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10 Kommentare

  • In die Kluftinger-Krimis muss man sich vielleicht erst ein bisschen eingrooven.
    Ich finde sie jedenfalls sehr gut, witzig und insbesondere Dr. Langhammer finde ich spitze.
    Mein Mann und ich haben ihn schon oft irgendwo wiedererkannt 😉

  • eingrooven ist das richtige Wort… Dr. Langhammer ist in der Tat spitze

  • Dann freu Dich auf die folgenden Bücher.
    Da ist Dr. Langhammer immer präsent und für einen Lacher gut 😀

    Ich stelle mir den immer wie diesen Dr. Strunz vor:
    http://www.strunz.com/download/us_download24.jpg

  • „Eingrooven“ – sehr schön beschrieben 😀 Ich mag die Kluftinger-Krimis alle sehr gern, da ich auch nicht auf reißerische, blutrünstige Darstellungen stehe.
    Mir gefallen die Hörbücher übrigens sehr gut. Die sind von den Autoren selber eingelesen worden.

  • Kluftinger, ach ja…
    Da habe ich vor längerer Zeit auch einige Bücher gelesen und mich gut unterhalten. Mittlerweile gibt es ja auch Verfilmungen mit Herbert Knaup als Kommissar, der ist mir aber noch zu dynamisch. „Meinen“ Kluftinger wünsche ich mir „träger“ und „runder“.

    Morris

  • @ Patty: 😀 genau so!

    Ich mag den „Klufti“ auch sehr gerne. War die Schukaufaktion nebst Mutter & Ehegattin in „Milchgeld“, oder kommt dies in einem der anderen Bände?
    Und sein Vorname ist bis heute nicht bekannt, oder ging da etwas an mir vorbei?

  • Butzele? 😀

  • Auf den Klufti gekommen bin ich zufällig vor einigen Jahren direkt bei einer Lesung der beiden Autoren, welche übrigens in ihrer Sprache die Stimmung der Bücher sehr schön herüber bringen. Seitdem haben fast alle Fälle einen Platz in meinem Bücherregal. Bin schon sehr gespannt auf den neuesten, „Grimbart“.
    Ich mag diese so gar nicht blutrünstigen, aber spannenden Krimis und vor allem die humorvolle Schilderung des Allgäuer Alltages. Und Herrn Dr. Langhammer nicht zu vergessen!
    Mein Lieblingsfall ist nicht der chronologisch erste, sondern der erste, den ich gelesen habe: „Rauhnacht“, eine wundervolle Hommage an die Agata Christie Romane, inclusive eingeschneiter Gesellschaft voller Verdächtiger und Mördersuche ala Hercule Poirot.

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