Haarsachen Juli 2014

Kerastase Discipline

Derzeit gibt es eine Menge neue Produkte in Sachen Haarpflege und ich teste mich munter durch. Diesen Monat gibt es Kerastase Discipline (Photo oben) und L’Oreal Professionnel (Photo weiter unten).

Die Ankündigung für die neue Serie von Kerastase kam per Mail und drin war ein Link zu diesem Video:

Erster Impuls: ich hätte gerne Haare und Figur. Das mit der Figur ist eher im Bereich „schöne Tagträume“ anzusiedeln, in Wahrheit bin ich auch viel zu faul für den Trainingsaufwand, den eine solche Figur erfordert. Und dann war da noch der Punkt mit der leckeren Schokolade *wink zu Lissy*.

Aber die Haare – da geht was.

Die neue Produktlinie umfasst vier Produkte:

  • Bain Fluidealiste, Haarbad für fließendes Haar (250 ml, 21 Euro)
  • Fondant Fluidealiste, Pflege für Disziplin mit Bewegung (200 ml, 27 Euro)
  • Maskeratine, Maske für Disziplin mit Bewegung (200 ml, 37 Euro)
  • Fluidissime, Disziplinierende Anti-Frizz-Pflege (150 ml, 23 Euro)

Hinzu kommt ein Treatment bei ausgewählten Kerastase-Salons, das knapp eine Stunde dauert und 45-60 Euro kostet. Kerastase schreibt hierzu:

Sie haben widerspenstiges, krauses, leicht gewelltes, dicht gelocktes oder glattes Haar mit unruhiger Haaroberfläche, das nur durch aufwändiges tägliches Föhnstyling unter Kontrolle gebracht werden kann? Ihre Haare haben Frizz oder laden sich statisch auf? Das Styling hält nur bedingt oder lässt das Haar starr und bewegungslos wirken?

Kérastase Discipline-Service heißt die neue salonexklusive Dienstleistung, die für alle Haartypen geeignet ist und in 45 Minuten (abhängig von Haarlänge und Haartyp) eine langanhaltende Disziplinierung der Haarfaser für bis zu zehn Haarwäschen mit dem innovativen Morpho-Keratine-Komplex ermöglicht – ohne das Haar dabei chemisch zu verändern und ohne die Haarstruktur zu schädigen.

Wenig später traf ein Paket bei mir ein und ich machte mich frohgemut ans Testen. Nun muss man sagen, dass meine Haare irgendwo zwischen Kinn und Schulter enden und es mangelt auch ein wenig an Masse, Haare habe ich viele, aber sie sind eben fein. Außerdem muss ich noch anmerken, dass sie zwar RICHTIG glatt sind, aber die Enden machen meist, was sie wollen – und stehen ohne Fön und Rundbürste eher unschön ein bisschen zusselig nach außen. Ich bin auch nicht gerade die Meisterin beim Styling der Haare, ich föhne sie einfach bei mittlerer Wärme so gut wie trocken und dann werden die Spitzen mit Heiß-/Kaltluft leicht nach innen gebogen – fertig. Föhnen dauert bei mir etwa fünf Minuten.

Meine Erwartungshaltung: die Haare sollten einfach schöner „fallen“, das Volumen behalten (Stichwort: Kerastase Schaumfestiger im Haaransatz) und die Spitzen sollten da bleiben, wo sie sind und nicht frisselig aussehen.

Mit der Kombination aus Shampoo, Conditioner in den „Längen“ und der Sprühkur gelingt das auch tatsächlich, da gab es überhaupt nichts zu meckern.

Leider kam dann aber eine bisher unerwähnte Eigenschaft unschön zum Tragen: ich habe eine fettige Kopfhaut und muss mind. alle zwei Tage meine Haare waschen, sonst sieht es nach Friteuse aus. Nach zwei Wochen war ich bei täglichem Waschen angelangt und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass meine Haare überhaupt nicht mehr richtig quietsche-sauber werden. Das war eher gefühlt, aber ich habe mich einfach nicht mehr wohl gefühlt mit meinen Haaren.

Fazit 1: habe die Sachen an meine Freundin verschenkt, die erstens deutlich längere Haare hat als ich und zweitens auch deutlich dickere. Mal sehen, was sie noch berichtet.

Fazit 2: eher Finger weg bei der Kombi „fein, fettig, glatt“ – für alle anderen mit diesem Haarproblem kann ich es uneingeschränkt empfehlen!

Loreal Professionnel Absolut Repair

 

Die nächsten Testprodukte kommen auch aus dem Haus L’Oreal, aber von der günstigeren Linie L’Oreal Professionnel. Ich habe die Marke früher oft gekauft (die hatten auch tolle Farbshampoos), irgendwann aber mal aus dem Blickfeld verloren.

Die neue Serie „Absolut Repair Lipidum“ besteht aus fünf Produkten:

  • Absolut Repair Lipidium Instant Reconstructing Shampoo (250 ml, 14 Euro)
  • Absolut Repair Lipidium Instant Reconstructing Conditioner (150 ml, 20 Euro)
  • Absolut Repair Lipidium Instant Reconstructing Maske (200 ml, 22 Euro)
  • Absolut Repair Lipidium Reconstructing Serum (125 ml, 20 Euro)
  • Absolut Repair Lipidium Sealing Repair Lipidium (30 ml, 22 Euro)

Ergänzt wird das Ganze um ein salonexklusives Treatment mit einem entsprechenden Produkt. Ich finde ja, dass sich das sehr gut liest:

Das innovative Treatment repariert in nur 20 Minuten bis zu 100 Prozent der Haarschäden auf allen Ebenen der Haarfaser. Denn jede der einzelnen Schichten des Haares schützt das Haar dauerhaft, jede dieser Ebenen ist jedoch auch anfällig für Schädigungen. Die äußere Schicht der Haarfaser besteht aus Lipiden und neigt bei dauerhafter Schädigung zu Lipidmangel. Die innere Schicht der Haarfaser kann nicht länger geschützt werden, sie trocknet aus und verliert viele ihrer wertvollen Nährstoffe. Die Folge: Der interzellulare Zement wird angegriffen. Das Haar wird brüchig und leblos. Doch auch die Ansätze, Längen und Spitzen des Haares werden auf unterschiedliche Weise beansprucht und geschädigt und benötigen somit ebenfalls eine differenzierte Behandlung.

Die Anwendung: Zu Beginn des salonexklusiven Treatments wird das Haar wird mit dem Absolut Repair Lipidium Shampoo gereinigt. Es folgt die Anwendung des neuen Konzentrats Primer Repair Lipidium. Dank des Steampods, dem Pflegestyler mit Dampf, werden auf effiziente Weise alle Nährstoffe tief in die Haarfaser „eingeschleust“. Anschließend wird die Absolut Repair Lipidium Maske aufgetragen und nach entsprechender Einwirkzeit ausgespült. Zum Abschluss folgt das neue, innovative Zwei-Phasen-Serum Sealing Repair Lipidium, welches in den Haarspitzen für ein Maximum an Geschmeidigkeit sorgt und die Oberfläche glättet. Abschließend wird erneut der Steampod angewendet. Das innovative Treatment wird in drei Varianten, abhängig vom Grad der Haarschädigung, umgesetzt – vom 10-minütigen Express-Service, hin zum intensiven, 40-minütigen Intensivtreatment.

Ich habe Shampoo und das Sealing Repair Liquidum ausprobiert. Die Ergebnisse sind gemischt. Das Shampoo macht genau, was es soll, aber es fühlte sich (ohne Conditioner!) so an, als würde ich jedesmal eine Haarkur machen. Das war eindeutig viel zu viel für meine schon oben erwähnte Haarstruktur.

Sehr angetan bin ich aber von dem Sealing Repair:

Absolut Repair Lipidium Sealing Repair Lipidium: Für eine maximale Reparatur der Haarspitzen Bestehend aus zwei kraftvollen reparierenden Konzentraten, rekonstruierenden Lipiden und aufbauenden Ceramiden, die erst direkt beim Auftragen miteinander verbunden werden, sorgt das neue Sealing Repair Lipidium für eine maximale Reparatur der Haarspitzen. Das neue Zwei-Phasen- Serum wird entweder im feuchten Haar vor dem Styling angewendet oder im trockenen Haar direkt auf die geschädigten Haarspitzen eingearbeitet. Die Spitzen erhalten unverzüglich ihre Geschmeidigkeit zurück.

Wichtig: immer in der Mitte auf den Spender drücken, damit beide Phasen gleichmäßig herauskommen. In den Haarspitzen verteilen. Und staunen, wie gut und gesund sich Haarenden – auch bei ständigem Farbeinsatz – anfühlen können.

Mich erinnert das ja sehr an das wunderbare Serum von Shu Uemura, das ich bis zum letzten Fitzel aufgebraucht habe. Von der Wirkung her kann ich nicht den rechten Unterschied feststellen, vom Preis her (die Hälfte!) schon.

Fazit: eine wunderbare Lösung für angegriffene bis stark geschädigte Haarenden zu einem bezahlbaren Preis. Ich schätze mal, die Flasche reicht locker ein halbes Jahr. Kaufempfehlung!

(Die Produkte wurden zur Verfügung gestellt)

10 Kommentare

  • Guten Morgen Irit,
    das Discipline hört sich ja interessant an. Meinst du, das könnte auch bei Afrohaar funktionieren ?
    Viele Grüße und einen schönen Tag !

  • Weißt Du, liebe Irit, wenn ich mir vorstelle, ich sitze im Alter im Lehnstuhl, umringt von einer Enkelschar und kann stolz sagen. „Wenigstens habe ich mein Lebtag einen flachen Bauch gehabt.“ Ob diese Genugtuung den Verzicht auf Schokolade aufwiegt? Für mich kann ich das mit großer Sicherheit ausschließen.
    Was die fisseligen Haare angeht, habe ich neulich gelernt, dass man sie „Feenhaar“ nennt. Damit kann ich leben, besser als mit „dünne Strippen“, „Schnittlauchhaare“, „Fusseln“. Meine Haare sind ungefärbt, noch dunkelblond und der kinnlange Bob, hinten deutlich kürzer, lässt sich problemlos stylen. Auch in dieser Hinsicht bin ich deutlich entspannter geworden.

  • Feenhaar ist im Wortschatz aufgenommen 😉

  • Liebe Irit,
    Die Freundin ist mit den Kerastase Sachen sehr glücklich.
    Sieht prima aus und fettet (bisher?) auch nicht schneller.
    Nur: ich finde die vornehmen Verpackungen im Bad echt lästig. Wo tut man denn den riesigen Deckel hin, wenn man gerade unter der Dusche steht???
    Aber ansonsten: vielen Dank, liebe Irit. Stehe gerne für weitere Reste zur Verfügung…
    🙂

  • Hallo, wäre jemand so nett und könnte mir sagen wie es mit Silikonen und Alkohol in den Sache aussieht.

    Unter der Dusche wende ich die Masken von Kerastase nie an. Die sollen eh nicht ins klitschnasse Haar, sonst wirken sie nicht 100%.

  • äh, ja, ich habe die Sachen jetzt nicht mehr hier… vielleicht könnte Nanna mal schauen?

  • Liebe Irit,

    schade, dass Discipline bei deiner Haarstruktur nicht ideal funktioniert hat. Dadurch, dass Discipline Anti-Frizz disziplinieren soll, ist die Pflegeserie pflegeintensiv. Vermutlich war es etwas zu viel des Guten für dein feines Haar.
    Ist deine Freundin denn zufriedener mit den Produkten?

    Alles Liebe für dich und dein Haar,
    dein Kérastase Team

  • Die Sealing Repair hört sich gut an. Die Teste ich auch mal, meine Haare snd an den Spitzen nie ganz Optimal. Obwohl ich sie immer sehr Pflege und auch die Spitzen regelmäßig schneiden lassen. Vielleicht wird es ja mit dem Mittel was.

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