Glücksprojekt: Nagellack

Im Rahmen des Glücksprojekts habe ich auch darüber nachgedacht, was ich eigentlich genau an Pflege- und Makeup-Produkten mag und was nicht. Insbesondere das Thema Nagellack… Das Ganze im Rahmen von „Feel Good“ und „Feel Bad“.

Nagellack war sehr sehr lange absolut kein Thema für mich, ich habe ihn über 20 Jahre schlicht nicht benutzt. Bei längerem Nachdenken: stimmt nicht ganz, bei Sommerurlauben in Frankreich habe ich mir gerne im Sephora ein kleines Fläschchen in Perlmutt gekauft und auf den Fußnägeln getragen. Aber ansonsten: nada.

Das hat auch einen Grund: ich finde meine Fingernägel nicht besonders schön. Sie sind eher klein (ich beneide Frauen mit großen Fingernägeln), von der Konsistenz her weich bis brüchig und ich bin auch keine Nagelpflegefreak. Was sich in nicht besonders toll gepflegter Nagelhaut bemerkbar macht.

Und dann war da noch der Zeitfaktor: ich hasse es, herum zu sitzen und darauf zu warten, dass der Nagellack trocken ist. Was erfahrungsgemäß elend lange dauert. Wartet man nicht lange genug, hat man fiese Macken drin. Lässt man den Unterlack weg, sind die Nägel verfärbt. Und das Ganze hält dann maximal drei Tage. Ich habe es versucht, aber das ist nicht mein Ding.

Die Rettung schien zu nahem in Form der abziehbaren Gelnägel. Die Varianten mit Runterfeilen etc habe ich gleich verworfen, ich wollte den negatien Einfluss auf meine Nägel erst gar nicht kennen lernen. Also das Essence-Set beschafft. Das ist alles ganz schön und gut, aber die Varianten mit Farblack, auf deren Trocknung man dann zwangsläufig wieder warten muss – ist auch Mist. Und für „Klarlack“ kann ich auch einfach einen Unterlack nehmen, das geht schneller und mit deutlich weniger Aufwand. Einschließlich der Entfernung. Also habe ich mittlerweile die Lampe weggepackt (ich kenne da zwei Mädchen, die sich in nicht allzu langer Zeit darüber freuen werden und die haben auch Zeit dafür).

In diesem Jahr bin ich praktisch nur mit Klarlack auf den Nägeln herumgelaufen. Das gefällt mir und ich finde auch, das passt zu mir. Dunklen Nagellack finde ich an andern sehr schön (wink zu Janne!), aber an mir nur bedingt. Ich trage gerne auffällige Ringe und das ist too much. Von dem Zeitaufwand mal ganz abgesehen.

Daher: für mich Schluss mit farbigem Nagellack auf den Fingernägeln, es macht mich einfach nicht glücklich. Ich bin eben keine Nagellackfrau.

Derzeit probiere ich begeistert diverse Ridgefiller, Überlacke etc aus und suche meine Idealvariante. Vielleicht gibt es auch mehrere, je nach Laune. Ich werde berichten, ist ja schließlich auch ein Beautyblog.

Drei dunkle Lacke habe ich noch: für die Fußnägel. Das mag ich nämlich gerne. Und das hält erfreulicherweise ohne großen Aufwand auch zwei Wochen. Mir gefällt auch die Kombi aus dunklen Zehennägeln und fast unlackierten Fingernägeln.

Und wieder eine Sache weg, mit der ich mich einfach nicht gut gefühlt habe. Schon bescheuert, dass man denkt „ach, ich muss mir wieder die Fingernägel lackieren“… „ach ne, keine Zeit und wieder so viel Arbeit“.. „ach Mist, die Nägel sehen wieder schrecklich aus“. ERLEDIGT. Die Lösung heißt für mich Klarlack.

8 Kommentare

  • Für mich auch;-)… Danke für den Beitrag. Ich habe mich gut wiedergefunden. Über einen Tipp für einen wirklich guten und langhaltenden Klarlack würde ich mich sehr freuen! Und einen, der möglichst all die Giftstoffe nicht enthält.

  • ich benutze jetzt schon seit Wochen die Kombi P2 Ridge Filler und Sally Hanssen Top Coat (der in der roten Flasche, der schnell trocknet). Meine Nägel sind richtig schön geworden.

    Zu Giftstoffen kann ich da leider nichts sagen. Aber schau dir doch mal die Sachen von der treat.collection an (ich hatte hier auch einen Review gemacht), die könnten etwas für dich sein!

  • Ich lackiere mir die Fingernägel immer abends beim Fernsehgucken, da sitze ich ja eh auf dem Sofa rum 😉 Der ganze Aufwand mit Aushärten und UV-Lampe wäre mir aber auch zuviel, obwohl ich den Look von Gelnägeln schon ganz schön finde. Demnächst soll es Lacke von Sally Hansen geben, da härtet der Überlack bei normalem Tageslicht aus, ohne Lampe. Darauf bin ich mal gespannt

  • Meine Nägel sind auch eher Problemfälle und ich muss zugeben, dass ich sie pflegemässig auch eher immer vernachlässigt habe. Farbige Nägel mochte ich auch noch nie, ich habs auch noch nie geschafft, dass irgendein Nagellack länger als einen Tag hält.
    Vor einiger Zeit hab ich dann mal Arganöl für die Nägel ausprobiert und das ist wirklich super. Es lässt sich notfalls zwischen Tür und Angel schnell auftragen und zieht schnell ein. Die Nägel glänzen schön natürlich und sehen sehr gepflegt aus. Nach einer zweiwöchigen Anwendung waren sie auch wesentlich stabiler und meine ständig rissige Nagelhaut ist seitdem weich und gesund. Ich bin begeistert!

    Mittlerweile sind auch alle Nagellackfläschchen, bis auf einen Nude-Ton für meine Zehen entsorgt und ich fühl mich nageltechnisch herrlich entspannt :-).

  • Ich habe mal in einem Kaufhaus so ein „Polierteil“ gekauft. Das war sagenhaft!!! Ich hatte so schöne glatte, glänzende Nägel, ganz ohne Lack!

    Sehr toll.

  • Falls Du immer noch den P2 Ridgefiller benutzt, dann bevorrate Dich besser. Er geht raus aus dem Sortiment…
    http://www.innenaussen.com/2015/02/auslistungen-p2-mrz-2015.html

  • habe mir das gerade angeschaut, man fragt sich: was gibt es denn noch von P2?

    Ich überlege, ob ich bevorrate… mal sehen. Im Zweifel gibt es etwas schönes Neues

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