Barrakuda, ein Buch über das Schwimmen und das Leben, oder

warum nicht, dachte ich, das Bild auf dem Cover ist auch wirklich ansprechend gestaltet,  noch bevor ich sah, dass es das zweite Buch von Christos Tsiolkas ist, dessen Erstling „Nur eine Ohrfeige“ mir schon ausgesprochen gut gefallen hat (Sardinien 2012, wenn ich mich recht erinnere).

Dan ist ein großes Schwimmtalent, so groß, dass er ein Stipendium für eine feine Privatschule in Australien bekommt, zu deren Elite er sonst niemals Zutritt erhalten hätte. Entsprechend wird er behandelt und gemobbt, entsprechend zwiespältig ist seine Einstellung zu seinen Mitschülern. Zunächst kann er sich behaupten, weil er schwimmt und gewinnt. Als sich das mit einem Schlag ändert, bricht sein Leben zusammen. Fortan kämpft er mit diesem Versagen, das er nicht versteht, seiner Familie, die ihm aus seiner Sicht zuwenig Verständnis entgegen bringt und seiner Homosexualität.

Ein dorniger Weg, in verschiedenen Rückblenden und Erzählperspektiven spannend, geistvoll und sprachgewaltig geschildert. Ich habe mich teils amüsiert, teils fremdgeschämt, teils war ich entsetzt. Ihr seht, das Buch hat mich beeindruckt. By the way lernt die Leserin noch eine Menge über die zweite Generation griechischer Einwanderer in Australien.

Unbedingt empfehlenswert.

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