Eine lustige Buchempfehlung für alle mit pubertierenden Kindern zu Hause, oder

wer auch in dieser Zeit mal lachen will, sollte sich Jan Weilers Pubertier anschaffen. Ein leicht zu lesende Sammlung von Geschichten, denen ich aber auch anmerke, dass der Autor sich mit der tiefen Erschütterung darüber, wie seine pubertierende Tochter sich verändert hat, auseinandersetzen muss.

Nun kennen das alle, deren entzückende Kinder zwölf, dreizehn, vierzehn werden und sich pötzlich in Wesen verwandeln, die man zuvor noch nicht gesehen hat (und die man, wenn man ehrlich ist, auch niemals sehen wollte!). Aus den vielgeliebten Kindern, deren unangefochtener Lieblingsmensch frau lange war, werden ungekämmte, schlecht gelaunte, meist picklige Wesen, die, wenn sie überhaupt mal sprechen, anscheinend für jedes Wort Gebühren entrichten müssen, anders lassen sich diese Einwortsätze nicht erklären. Wasislos? MannMamadunervst. Chillmal. OhMannwasgehtmichdasas. JetzthastdumichjagesehenmachdieTürzu. Gehraus.

Das erschüttert jedes Elternteil und auch den Autor. Er geht wissenschaftlich an die Darstellung heran und beschreibt viele der bekannten Phänomene derart lustig, dass ich teils laut lachen musste.

Auf jeden Fall ein gutes Mitbringsel und Geschenk für alle, deren Leidenszeit erst anfängt. Ich glaube ja, dass die Pubertät nur existiert, damit man sich mit dem Loslassen der Kinder nicht so schwertut. Wenn man sie einige Zeit so erlebt hat, bekommt die Idee eines Schüleraustauschjahres und überhaupt ihres Auszuges nebst Aufnahme einer mehrjährigen Tätigkeit im Ausland einen ganz anderen Beigeschmack. Nachdem man sich das zunächst gar nicht vorstellen konnte, werden auch Internate zur Option, spätestens von vereinbarte Rückkehrzeiten des nachts um mehrere Stunden überzogen werden. Und während das Handy ja ansonsten wie angeschweißt am Ohr des pubertierenden Kindes klebt, sind sie in diesen Fällen niemals zu erreichen.

 

 

5 Kommentare

  • Katharina

    Ja, genau, das kommt mir bekannt vor. Am aller, aller, aller nervigsten finde ich aber, dass Teenager immer länger auf sind, als die Eltern. Ist bei uns im Bekanntenkreis genau so wie bei uns. Man hat einfach keine privaten Momente mehr. Wahrscheinlich müssen wir jetzt öfter übers Wochenende verreisen oder wie macht ihr das? Gruß Kathi

  • Dafür schlafen sie morgens länger! Hihi

  • Oh ja ich weiß wovon Du sprichst. Danke für den Tipp, Jan Weiler mag ich sowieso. Ich empfehle und verschenke in dem Zusammenhang auch gern: „Du bist kein Werwolf“ von Ralph Caspers (Der von Wissen macht aah) für Teenies und deren Eltern – witzig und informativ.

  • Wir gehen mittlerweile oft abends weg, wenn wir uns in Ruhe unterhalten wollen. Oder wir reden morgens, private Momente jeder Art sind ja bis elf Uhr morgens am Wochenende immer möglich. Und es gibt ja auch tolle Seiten an pubertierenden Kindern: Es ist mir eigentlich nie langweilig mit ihr, und wir haben ab und zu, wenn sie nicht darüber nachdenkt, auch eine Menge Spaß!!

  • Katharina

    Ja, ich weiß, wir müssen uns irgendwie umgewöhnen … Leider ist mein Mann Frühaufsteher und Frühstückmacher, während ich gern länger schlafe und so das Schlafdefizit der Woche aufzuholen versuche – ein bisschen verpeilt. Liebst Kathi

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