Funktioniert doch mit der Frauenquote

Es gibt für mich genau einen Grund, begeisterte und hartnäckige Verfechterin der Frauenquote zu sein. Wie sagen die Personaler immer: Hans fördert Hänschen. Und solange keine Liesen da sind, die die Lieschen fördern wird das nichts mit den Frauen an der Macht.

Ich habe es schon so oft gesehen und gelesen: wenn Mann und Frau um eine Stelle konkurrieren und der Entscheider ist männlich, wird in den allermeisten Fällen der Mann die Stelle bekommen. Der muss schließlich wie Entscheider selbst die Familie ernähren, man geht im Zweifel mal ein Bier trinken und Fußball schauen usw usw. Zwei Ausnahmen: die Frau ist grandios überqualifiziert für die Stelle oder es gibt eine Frauenquote. Eine dritte früher sehr seltene und heute häufiger anzutreffende Ausnahme: Entscheider entscheidet nach Befähigung für die Stelle und da stehen die Frauen schlicht gut da.

Ehrlicherweise muss ich zugeben: ich habe bei all meinen Stellenbesetzungen probiert, Frauen zu bekommen. Das ist im Bereich Mathematik/Informatik nicht so einfach und letzten Endes bin ich noch nicht mal auf 20% Quote gekommen – mangels Bewerberinnen. Aber das ist genau das Prinzip, wie es irgendwann mal funktioniert.

Wenn Frauen der Entscheider sind, geht es eben nicht mehr um zusammen Fußball schauen gehen (warum um alles in der Welt soll ich mir Fußball anschauen? Verschwendete Lebenszeit), sondern um andere Dinge. Und sie fördern eben auch gerne mal die Sorte Mensch, die man gut kennt. Finde ich legitim und menschlich. Nur da müssen wir noch hinkommen… dank Frauenquote.

Wie gut das funktioniert, sieht man hier: Link. Und das brauchen wir noch viel viel öfter.

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