Bridget Jones ist wieder da, so wie früher oder

doch ganz anders? Beides, würde ich sagen. Helen Fielding hat ihre unvergessene Heldin in dem Buch „Verrückt nach ihm“ auferstehen lassen. Erst hatte ich gar keine besondere Lust darauf (alleine die Erinnerung an René Zellwegers Mondgesicht!), aber man kann ja in die Bücher hineinlesen bei amazon, und zack, hatte es mich (wieder) erwischt.

Bridget hatte ja – wir erinnern uns – Mark Darcy geheiratet, den Traumprinzen schlechthin, im Film verkörpert von Colin Firth, bevor er den König spielte, und sollte nun eigentlich glücklich bis an ihr Lebensende leben. Die Autorin kann das ja nicht zulassen, das hätte kein Buch füllen können, und bringt daher kurzerhand Mark Darcy um, als Bridget mit ihm schon zwei Kinder hat. Das ist nicht nett, und es ist auch nicht besonders originell, aber darin erschöpft sich auch meine Kritik an dem Buch.

Bridget hat sich in jeder Hinsicht zu ihrem Vorteil entwickelt, sie ist nicht mehr so oberflächlich und hysterisch und bringt den Leser nicht mehr so oft dazu, sich fremdzuschämen. Aber sie ist noch genauso selbstironisch und witzig wie in den ersten beiden Büchern, und sie ist sehr liebevoll mit ihren beiden Kindern. Umgeben von den üblichen Verdächtigen Tom, Jude pp versucht sie, ihr Leben als verwitwete Mutter in den Griff zu bekommen und vielleicht doch noch einen Mann zu erwischen.

Zunächst begibt sie sich in Behandlung, um ihr Gewicht in den Griff zu bekommen.  Das sieht dann so aus: 78 kg; verputzte Protein-Schokoriegel: 28; verputzte Protein-Schokopuddings: 37; durch Protein-Schokoriegel bzw. -puddings ersetzte Mahlzeiten: 0; abgenommene Pfund: 0; zugelegte Pfund: 4,5. War gerade bei Gewichtskontrolle. „Bridget, Sie sollten die Proteinprodukte statt Ihrer normalen Mahlzeiten zu sich nehmen, nicht zusätzlich.“ Schöne Pleite. Ich habe mich weggelacht. Und so geht es weiter: Sie verliebt sich in einen zwanzig Jahre jüngeren Mann, nachdem sie zuvor mit einem Mann, den sie nur „Lederjacke“ nennt, weil sie seinen Namen nicht kennt, schlechte Erfahrungen gemacht hat. Unter anderem die, dass er ihren Vornamen nicht wusste… Wer mal wieder richtig lachen will, kaufen und lesen!

4 Kommentare

  • Hallo,
    ich habe gerade mit dem Hörbuch angefangen (Leserin ist die deutsche Bridget Stimme aus dem Filmen). Ich lasse mich mal positiv überraschen, da es ja eher überall negativ Stimmen gab.
    LG B.

  • Deine positive Kritik freut mich als alte Brigdet-Fanin sehr! Ich hatte nämlich vorher zwei Verrisse gelesen – und war schon enttäuscht! Dann werde ich das Buch wohl doch mal bestellen … ;-))))

  • Also ich bin jetzt bei 1,5 Stunden und es haut mich noch nicht vom Hocker.

    Evt ist lesen besser. Aber mich stört hier die ständige Zusammenfassung der Kalorientabelle usw, was aber auch in den alten Bücher gleich am Anfang vorkam. Da störte es mich nicht.

  • Ui, das wäre doch glatt an mir vorbeigegangen, dass es eine Fortsetzung gibt. Wie gut, dass es Euren Blog gibt. Ich suche ja auch noch eine Lektüre für den Strand 🙂 Allerdings muss ich sagen, dass ich mich daran gewöhnen muss, dass sie Mutter ist. Das wird mir irgendwie komisch vorkommen, ist meine derzeitige Einschätzung.

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