Urlaubstesttagebuch Samstag: Clinique Sonnenschutz und Santaverde Maske

Urlaubstestprodukte

 

Ich dachte mir, ich schreibe Euch mal das etwas andere Urlaubstagebuch.

Ich habe schon seit zwei Wochen den neuen Sonnenschutz fürs Gesicht von Clinique im Gebrauch: Even Better Dark Spot Defense SPF 45 (30 ml kosten 29 Euro). Der Sonnenschutz enthält als Filter Titanium Dioxid und zwar in einer besonderen Variante, mit der Invisible Screen Technologie.  Auf das Titanium Dioxid wird ein zusätzlicher „Barriere-Filter“ aufgesprüht, wodurch er besonders gut haftet und zusammen mit dem eigentlichen Schutzfilter ein „Netzchen“ bildet, das sich unsichtbar auf die Haut legt und für den extra haltbaren und sicheren Sonnenschutz sorgt. Der Sonnenschutz ist leicht getönt, hat daher keine Weißel-Effekt, ist aber mit einer getönten Tagescreme o.ä. nicht zu vergleichen.

Bei mir hat der Spot Defense auch bei Mittagssonne auf Djerba hervorragend geschützt, die Kinder mögen ihn auch, weil er eine angenehme, ölfreie Textur hat und sofort einzieht. Als Makeup-Unterlage ist er auch prima geeignet, ich hatte ihn ja die ganze Woche im Büro drauf. Absolute Kaufempfehlung!

Noch ein Bemerkung zur Diskussion, ob Titanium Dioxid als Sonnenfilter wirklich UVA-Breitbandschutz bietet oder nicht. Ich habe vorher noch nie gehört, dass Titanium Dioxid nicht ausreicht, ganz hilfreich fand ich die Erläuterungen von Paula Begoun hier. Ehrlich gesagt glaube ich an der Stelle Paula auch mehr.

EDIT: nach der Diskussion weiter unten und einigen Recherchen im Netz ist Titanium Dioxid als UVA-Schutz wohl doch nicht so verlässlich wie gedacht. Wobei ich immer noch keine Aussage gefunden habe, wie „löchrig“ der Schutz nun genau ist.

Mein zweites Testprodukt, die wunderbare Aloe Vera Extra Rich Cream Mask von Santaverde (30 ml kosten knapp 35 Euro). Santaverde schreibt dazu:

Die intensiv nährende Creme-Maske aus reinem Aloe Vera Saft und neun reichhaltigen Pflanzenölen spendet intensiv Feuchtigkeit und wirkt mit sichtbarem Sofort-Effekt gegen feine Linien und Trockenheitsfältchen. Hinterlässt Ihre Haut perfekt gepflegt, rundum versorgt, entspannt und beruhigt. Besonders geeignet für trockene und beanspruchte Haut.

Obwohl „extra rich“ ist sie sehr angenehm und kein bisschen fettig auf der Haut, sie duftet angenehm und nach eine Tag draußen am Meer mit viel Sonne und Wind ist sie eine absolute Wohltat. Ich finde die Kombination aus Aloe Vera als „After Sun“ und den Pflanzenölen für die Extrapflege sehr angenehm. Die Reste kann man mit einem Kosmetiktuch abnehmen und die zarte Haut genießen. Ich finde die Maske richtig genial, genau wie übrigens auch mein zweites Testobjekt von Santaverde, eine Reinigung (Dazu die Tage mehr!).

Santaverde finde ich ausgesprochen interessant, da die Marke einen eigenständigen Ansatz auf Basis von Aloe Vera hat. Und die kommt grundsätzlich von der hauseigenen Finca in Andalusien. Für mich eine Naturkosmetikmarke, bei der Anspruch und Wirklichkeit gut zusammenpassen. Was mir nicht ganz so gut gefällt, ist die großzügige Verwendung von Alkohol in fast jedem Produkt. Es gibt demnächst eine neue Anti-Aging-Linie, las sich ausgesprochen gut und ich würde auch gerne ausprobieren. Leider enthält wirklich jedes Produkt Alkohol in Form von Weingeist. Es mag ja sein, dass das nicht ganz so schlimm ist wie der berüchtige Industriealkohol, aber die Wirkung von Alkohol auf die Haut bleibt dieselbe. Ich finde das sehr schade, denn die positive Wirkung der pflanzlichen Inhaltsstoffe, die mir sehr gut ausgewählt scheinen, wird so wieder zunichte gemacht. Glücklicherweise habe ich in der xingu-Serie zwei Cremes ohne Alkohol gefunden – ich denke, ich werde demnächst mal dazu berichten.

An dieser Stelle noch ein Link zu Paula Begouns Beautypedia zu diesem Thema. Der Konsumkaiser hat kürzlich auch etwas darüber geschrieben, ich finde es gerade auf die Schnelle nicht.

(Die Produkte wurden zur Verfügung gestellt)

15 Kommentare

  • das problem bei der uv-a strahlung ist ja, dass man die unzulänglichkeit des sonnenfilters nicht DIREKT bemerkt. sicher warst du gut geschützt und hast keinen sonnenbrand bekommen.
    ABER: wenn es möglich ist alle wellenlängen der (hautalterung verursachenden) uv-a strahlung zu filtern, warum sollte ich mich dann nur mit einem teil zufrieden geben? der noch durchdringende anteil verursacht genauso falten, flecken und co wie die übrigen wellenlängen. es bleibt uv-a. und die auswirkungen sehe ich erst in ein paar jahren. (oder monaten, wenn es um pigmentflecken geht).

    ernsthaft, was hat clinique abgehalten da noch ein schäufelchen zinc oxid rein zu tun? ich persönlich galube nicht, dass dieses produkt wirklich für den urlaub geeignet ist. für die stadt usw. womöglich, aber nicht bei harter strahlung am meer. und wenn ich unrecht habe, auch egal. man weiss es nicht genau, und da bleibe ich dann lieber auf der sicheren seite und nehme einen kombinationsfilter.
    viele liebe grüße – und viel erholung! pjotr

  • hm, ich bin nicht sicher, welche Information heur stimmt. Bei Paula habe ich auf jeden Fall dahier gefunden:

    To be truly effective and beneficial for skin, sunscreens must protect skin from both the sun’s UVA and UVB radiation. In the United States, there are four ingredients approved by the FDA that protect across the full UVA range: titanium dioxide, zinc oxide, avobenzone (also called Parsol 1789 and butyl methoxydibenzoylmethane), and Mexoryl SX (ecamsule). Outside the United States, Tinosorb is another.

    http://www.paulaschoice.com/cosmetic-ingredient-dictionary/definition/miscellaneous/uva

    Also wenn die FDA einen Filter zulässt, kann man davon ausgehen, dass er gründlichst getestet ist und die Wirkung entsprechend dokumentiert ist, das ist die Zulassungsbehörde für Medikamente.

    Weiß eigentlich jemand, wer diese Titanium Dioxid-Debatte losgetreten hat? Ich habe da immer den Verdacht, dass es sich um ein Internetgerücht handelt

  • Titandioxid weist als Farbpigment eine extrem hohe Deckkraft auf. Mikronisiert, d. h. als Nanopigment, reflektiert es sichtbares Licht und absorbiert UV-Strahlung, insbesondere UV-B- (290–320 nm) und UV-A-Strahlung (320–340 nm). Im Schutz vor Strahlung > 340 nm ist es weniger effektiv als Zinkoxid, daher wird es gerne mit diesem kombiniert eingesetzt.“ (D.h. von 340nm bis 380nm ist die Haut nicht geschützt!)
    Quelle: http://www.olionatura.de/_rohstoffe/index.php?id=30

    • hm, ist mikoronisiert nicht etwas anders als Nanopigment? Ich finde das alles etwas verwirrend. Und das INternet ist hier so lahm, dass eine ausfürhliche Recherche wenig Spaß macht…

  • bei den „beyers“ habe ich auch noch eine aussage dazu gefunden: „Moderne Sonnencremes mit mineralischen Filtern nutzen kleine speziell verarbeitete Nano-Partikel von Titandioxid oder Zinkoxid. Diese sind wesentlich angenehmer aufzutragen. Davor, dass die Stoffe durch die Haut dringen, braucht man keine Angst zu haben. Studien haben gezeigt, dass sie trotz der kleinen Größe nicht durch die Haut dringen. Ein Nachteil ist, dass diese kleineren Partikel schlechter gegen UVA-Strahlen schützen, sodass ein mineralischer Filter allein nicht mehr ausreicht, um gegen alle UV-Strahlen zu schützen.“
    (beyer-soehne/uv-filter in sonnencremes. welche sind gut?)

  • aha, das scheint mir des Rätsels Lösung zu sein – ich danke dir! Das erklärt auch, warum einerseits FDA-approved, aber andererseits dann doch kein ausreichender Schutz

    Allerdings sind wir jetzt bzgl. Clinique immer noch nicht schlauer, die schreiben nichts von mikronisiertem Titanium Dioxid. Und da der Sonnenschutz getönt ist, scheint mir das auch eher nicht der Fall zu sein. Die sind ja mehr oder weniger unsichtbar auf der Haut. Wenn ich wieder zu Hause bin, frage ich mal bei Clinique nach, das interessiert mich jetzt doch. Man lernt doch immer wieder was dazu…

  • Nunja ich denke auch das Titanium Dioxid alleine nicht ausreicht…
    Und Paula hat prinzipiell gute Ansichten und gibt einen guten Einblick in Inhaltsstoffe, aber manche Ansichten kann ich nicht unterstützen z.B. das alles was nicht einer Tube ist als schlecht bewertet wird. Ich schaue gerne was sie schreibt aber 100% darauf verlassen tue ich mich nicht.

  • So, wieder zu Hause, alles ausgepackt, Familie holt gerade Pizza und ich habe mal ein wenig weiter nachgeforscht, das hat mir keine Ruhe gelassen.

    Ich revidiere meine Meinung, Titianium Dioxid allein hat wohl tatsächlich keine ausreichende Schutzwirkung. Ich finde das blöd, ich fand den Clinique-Schutz wirklich schön.

    Paula benutzt in ihren PRodukten mit mineralischem Filter übrigens auch eine Mischung aus Zink und Titanium Dioxid…

  • Pingback: UVA-Schutz, Cityblock, Titaniumdioxid und Paula | Gwenstical

  • In den INCIS auf meiner Clinique Even Better Dark Spot Defense (vorgestern gekauft) steht an fünfter Stelle „Zinc Oxide“. Also definitiv eine der Hauptzutaten. Ob da die Rezeptur inzwischen angepasst wurde?

  • Ja, ich denke eben auch, dass das inzwischen geändert wurde. In der Zutatenliste bei „Codecheck“ fehlte das Zinkoxid auch. Ich hab das dort jetzt aktualisiert.

    Fragt sich nur, warum das so stillschweigend angepasst wurde. Eventuell musste das den europäischen Vorschriften angepasst werden?

  • So sehen die INCIS aktuell aus.

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