Lancome Miracle Air de Teint und Teint Miracle

Lancome Miracle Air de Teint

„Das ist ein entzückender Hauch von Nichts, den Sie da beinahe tragen.“ sagt der ewige Womanizer James Bond zu einer seiner Gespielinnen und meint ihr Neglige. Genauso gut könnte er es über die neue Foundation „Miracle Air de Teint“ von Lancome sagen.

Lancome verspricht:

„… So leicht wie Luft: 100% der Frauen vergessen, dass sie es tragen. Schwerelose Korrektur dank Air & Blur Revolution: Dank dieser neuartigen Textur zeichnet Miracle Air de Teint Unregelmäßigkeiten weich, ohne sie zu überdecken. Der Teint wirkt wunderbar natürlich und erstrahlt besonders gleichmäßig und matt. Das Make-up Fluid, welches man auf der Haut kaum spürt, hinterlässt keine Rückstände und gibt der Haut so die Möglichkeit zu atmen. Für ein maßgeschneidertes natürliches Ergebnis: Finish, Leichtigkeit, Perfektion…“

Diese Werbung hat mich sofort neugierig gemacht, denn wie jede Frau wünsche ich mir ein Make-Up, das unsichtbar den ganzen Tag einen makellosen Teint zaubert. Gespannt habe ich das „Miracle Air de Teint“ aufgetragen und tatsächlich – es ist anders als jede andere Foundation, die ich bisher hatte.

Die Konsistenz ist sehr flüssig und der Hinweis „vorher gut schütteln“ ernst zu nehmen, sonst bekommt man nur etwas Wasserähnliches ohne Farbe. Direkt aus dem Flakon geholt duftet es leicht nach Rosen, was aber rasch verfliegt.

Das Auftragen mit der Hand ist das pure Vergnügen. Es fühlt sich an, als ob man ganz zart mit einem sehr leichten und luftigen Material, wie mit einem Seidentuch, über das Gesicht streicht. Ich empfinde dieses Gefühl als sehr angenehm und luxuriös und ziehe es deshalb dem Auftragen mit dem Pinsel vor, was aber auch tadellos gelingt. Die Foundation lässt sich mühelos verteilen und hinterlässt die Haut seidig glatt. Wenn ich vorsichtig nach einer Weile über das Gesicht streiche, fühlt es sich immer noch ungewöhnlich glatt an. Auch das Versprechen der Schwerelosigkeit trifft zu. Ich habe zwar bei keinem meiner Make-Ups den Eindruck, dass sie mir schwer auf der Haut liegen, aber das Miracle Air de Teint ist noch eine Spur luftiger. Als ob sich gar nichts auf der Haut befinden würde.

Und dann – geschieht das Mirakel der wunderbar natürlichen Schönheit?

Tatsächlich, obwohl das Make-Up nur leicht abdeckt, ist, sieht die Haut insgesamt ausgeglichener und ebenmäßiger aus. Das Gesicht „… ist nicht Farbenschmelz noch Kerzenschimmer…“ sondern es ist samtig und sanft leuchtend, zugleich. Jawohl, das ist ein Widerspruch und trotzdem erscheint immer wieder derselbe verblüffende Effekt. So stelle ich mir das perfekte „geschminkt – ungeschminkt“ Aussehen vor.

Alle, die schon immer ein Make-Up suchten, das zart wie ein Seidenschleier auf die Haut fließt, unmerklichen Tragekomfort bietet und samtig unsichtbar das Gesicht ausgleicht, ohne das es geschminkt aussieht – versucht das „Miracle Air de Teint“! Die Abdeckung ist allerdings gering oder im Werbejargon: natürlich. Sie nimmt durch mehrfaches Auftragen zu, dies geht aber zu Lasten der Ungeschminkt – Wirkung.

Lancome Teint Miracle

Wer höhere Abdeckung möchte, ist mit Lancomes „Teint Miracle“ besser bedient, welches nicht ganz so natürlich, aber ebenfalls sehr leicht und ebenmäßig erscheint. Wie immer sind hier die persönliche Präferenz und der Hautzustand entscheidend.

Beide Produkte verhalten sich tadellos, so wie ich es in dieser Preislage auch erwarten darf.

Die Haltbarkeit ist bei mir normal, d.h. so wie bei meinen anderen Foundations. Beide Make-Ups erreichen auf meiner Mischhaut nicht die Tragezeit eines Long – Lasting – Produktes, aber ein solches sind sie auch nicht. Ich habe die Tragedauer mit und ohne Puder darüber getestet. Das „Miracle Air de Teint“ benötigt aufgrund seiner samtigen Erscheinung eigentlich keinen zusätzlichen Puder zum Mattieren, denn dieser nimmt der Foundation ein wenig von ihrem besonderen Aussehen, die Haltbarkeit wird allerdings durch einen Hauch Puder erhöht.

Alles bestens? Nicht ganz.

Die Farben scheinen etwas von denen der Schwesterprodukte mit gleicher Bezeichnung abzuweichen. Ein realer Test ist also dringend angeraten!

Mein Trick zum farblichen Ausgleichen ist die Ergänzung mit einem etwas helleren Puder. Manche Frauen mischen auch mit einer anderen, helleren Foundation, aber dann geht das einzigartige samtige Erscheinungsbild natürlich verloren.

Außerdem möchte ich wissen, was sich die Designer bei der Verpackung des „Miracle Air de Teint“ gedacht haben. Der geeiste schlichte Flakon ist sehr schön. Mein Missfallen gilt der Gummi-Pipette als Aufsatz, weil ich es für übertrieben und manieristisch halte, dekorative Kosmetik im Gewand eines Laborutensils anzubieten. Man könnte sagen, das ist ein subjektives ästhetisches Kriterium, viel ärgerlicher ist aber der funktionelle Nachteil durch die erschwerte Handhabung. Die Pipette sitzt in einer entsprechend kleinen Öffnung am Flaschenhals und beim Herausziehen gerät eine Menge Produkt mit dem Stab hinaus. Man kann das Röhrchen also nicht ablegen, sondern muss es in der Hand behalten und gleichzeitig aufpassen, dass das sehr flüssige Make-Up nicht heruntertropft. Ist dies schon umständlich, bedarf es beim Zurückschieben des Pipettenröhrchens einer ruhigen Hand und geübter Feinmotorik, um die kleine Öffnung zu treffen, ansonsten mündet der Versuch unweigerlich in eine Sauerei. Ich fühle mich beim Hantieren mit der Pipette jedes Mal wie Mr. Bond beim Entschärfen der Superwaffe – ein einziges unkontrolliertes Wackeln und alles endet in einer Katastrophe.

Abgesehen davon kann Frau mit diesem Make-Up getrost aufbrechen die Welt zu retten – sie wird dabei gut aussehen.

„Miracle Air de Teint“ und „Teint Miracle“ kosten jeweils ca. 43 Euro.

(Quelle Bildmaterial: Lancome, die Produkte wurden zur Verfügung gestellt)

 

9 Kommentare

  • April, ein Klasse Beitrag 🙂 Bondgirl meets geheime Foundationwaffe 🙂 Ich bin auch eine große Foundation-Freundin. Im Zuge des Fotos meiner liebsten tagtäglichen Produkte, welches ich für Irits Aktion machen wollte, fiel mir auf, dass ich >10 Produkte locker nur mit Grundlagen füllen könnte und Frau sucht ja immer nach DEM perfekten Teint. Grundlage ist wirklich wichtig. Nachdem ich mir kürzlich Laura Mercier zugelegt habe, bin ich nicht ganz so angefixt, aber das heißt nichts für die kommenden Wochen 😉 Ich bin bei Nuancen immer wählerisch, da ich gern sehr gelblich (nicht zu oliv und schon gar nicht mit rosa Anteil) mag (Bobbi Brown, Laura Mercier, MAC..). Wie sieht’s da bei den Lancomes aus? Liebe Grüße

    • Freut mich, im Herzen sind wir doch alle Bondgirls, nicht wahr?
      Und Foundations kann frau doch nie genug haben, finde ich 😉
      Wie gesagt, die Lancomes solltest du auf jeden Fall vor Kauf selbst testen. Ich benötige auch mehr gelbliche Foundation, von Bobbi die 3,5 (warm beige) passt mir perfekt. Von den Lancome habe ich die 3, die ist etwas dunkler, also bräunlicher als die warm beige, und mit gelbem Akzent, nicht rosa/rot. Außerdem noch die 2, die ist heller, aber mit rosa Nuance! Ich habe beide gemischt und hatte damit eine gute Farbe für meinen Vorfrühlingsteint. Demnächst, mit etwas Frühlingsbräune, wird mir die 3 gut passen. Einen schönen Nachmittag!

  • Toller Beitrag, April! 🙂 Die Air de Teint Foundation hört sich ja wirklich super an, die werde ich mir mal vor Ort ansehen.

    • Da kann ich dir nur zuraten. Die Air… ist wirklich etwas besonderes. Anfangs haben wir ein wenig gefremdelt, da die sehr flüssige Konsistenz (und die d…e Pipette) für mich gewöhnungsbedürftig war, aber nun liebe ich sie. Ist wirklich wie ein Hauch von Nichts.

  • Das Teint Miracle steht auf meiner Liste ganz oben – ich habe es letztens getestet und war hoch zufrieden.
    Wegen der Deckkraft (meine Flecken) ist das aer leider nicht so geeignet,

    Gruß Sabine

  • Meine trockene Haut hat sich ihr leider verweigert und ich akzeptiere langsam, dass ich mit den Foundations zufrieden sein sollte, dich ich habe ( und wirklich gut bei mir gehen ). Farblich fand ich es auch schwierig, wobei es bei Kaufhof mit dem Farbton 010 hätte klappen können, der 01 wäre gar nicht gegangen . Und dann gibt es für die Hellen ja noch den 050, den ich aber live noch nicht gesehen habe. Die Armani Maestro funktioniert bei mir besser aber ich kann sie auch max. 2-3 Tage hintereinander tragen.

  • Wie sind die Farben denn generell? Hoffentlich nicht zu rosastichig…

  • Sehr gut, danke!

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