Berlin-Tipps von den Fast-Berlinern

Zu unserem nachträglichen großen Bedauern sind mein Mann und ich damals nach dem Studium nicht nach Berlin gezogen und nun ist es zu spät, zwei Jobs zu verlagern ist so gut wie unmöglich. Deshalb fahren wir einfach ziemlich oft nach Berlin, die Kinder mögen es, Janne auch und wir machen auch öfter mal eine Woche Urlaub vor Ort. Noch kann man ja Ferienwohnungen mieten, ab 2016 ist es damit wohl vorbei.

Wie man lesen konnte, dürfen Wohnungen nicht mehr als Ferienappartments vermietet werden. Ich denke, dann wird die Zeit der Berlinurlaube vorbei sein, wir mögen uns nicht in Hotelzimmer quetschen. Angesichts der Preise wird der Touristenstrom vermutlich auch deutlich weniger werden. Da haben die Lobbyisten der Hotelerie mal wieder ganze Arbeit geleistet, dass sie das gut können, haben sie ja damals schon bei der unsäglichen Mehrwertsteuer-Geschichte unter Beweis gestellt. Ich bezweifele auch, dass diese Wohnungen künftig als günstiger Mietraum zur Verfügung steht, da wird sich etwas anderes finden.

Aber das war gar nicht das Thema, sondern die Berlintipps.

Wir wohnen immer in Schöneberg, für mich neben Kreuzberg der schönste Stadtteil von Berlin. Man wohnt zentral und kann dort wunderbar bummeln gehen. Es gibt viele kleine, privat geführte Läden mit allen möglichen und unmöglichen Dingen dieser Welt. Besonders schön ist die Gegend um die Goltzstraße und das Akazienviertel. Es gibt gute (!) Secondhandshops sowohl für die Großen als auch für die Kleinen, Schreibwarengeschäfte, Schokoladenläden, Bücherläden und so weiter. Beim Bummeln habe ich ein neues Antiquitätengeschäft (Artdeco und Co.) mit wunderbarem Schmuck entdeckt.

Essen und trinken kann man auch, wir mögen für Kaffee das DoubleEye in der Akazienstraße, bester Kaffee weit und breit und die frischen Schokocroissants sind auch ausgesprochen lecker. wer gerne ausgiebiges Frühstück mag, dem können wir das April, das Lenzig oder das Savo empfehlen. On den beiden erstgenannten kann man abends auch prima Schnitzel essen.

Unser Lieblingsinder ist (natürlich) auch in Schöneberg, wir gehen seit 1989 dorthin, es ist das Rani in der Goltzstraße, ein paar Häuser weiter als das berühmte Cafe M. (früher Mitropa). Wer es gerne etwas schärfer mag, sagt einfach dem Koch Bescheid.

Natürlich gibt es noch viele, viele andere Tipps für Berlin, wer mag, kann ja per Kommentar ergänzen.

Ein letzter Tipp von mir: Kuchenliebhaber müssen UNBEDINGT bei Mr. Minsch in der Yorckstraße vorbeischauen, der Laden ist witzig, der Kuchen schmeckt wie selbst gebacken, nur besser und es sind tatsächlich Kuchenstücke und keine Stückchen. Ich hatte heute Rharbarber-Quark-Streusel, es war göttlich. Hier mal ein Link zu diversen Bildern.

6 Kommentare

  • Liebe Irit,
    nimm das mit den FeWo´s mal nicht so ernst, zu jedem Verbot gibt es immer schnell einen Weg es zu umgehen. Auch könnt ihr gerne meine Wohnung nutzen, wenn ich in Urlaub oder nicht da bin. Ich wohne im angesagten Graefekiez, der kann mit Schöneberg allemal mithalten, habe 1 Südbalkon , keinen Fahrstuhl (sportliche Betätigung bei 4.Etage also inbegriffen) und genug Platz für 4 Personen.

  • Exilberlinerin

    Home sweet home…Heul… Das sind auch genau meine beiden Viertel, und in der Akazienstrasse habe ich sozusagen die Abende und Nächte meiner jungen Erwachsenenjahre verbracht. Gibt es im Rani immernoch den guten vegetarischen Spiess? Das Café M w

  • Exilberlinerin

    das Café M war früher echt hip, heute sieht man dort nur alt gewordene Ex-Hipsters und Ex-Kiezgrössen, und wir gehen trotzdem immernoch hin.

    Weinliebhabern würde ich „not only riesling“ bzw „nor am mar“ am Marheinkeplatz/Schleiermacherstrasse 25 ans Herz legen, eigentlich seit 2 Jahren meine neue „Stammkneipe“… Riesenauswahl and Weinen, hautsächlich Riesling aber nicht nur, und man wird ermutigt, erst einmal mehrere vorzukosten, bevor man ein Glas bestellt… Man sitzt draussen nicht wirklich gemütlich, aber ich finde es trotzdem super. Dann empfehle ich auch das „Good Morning Vietnam“ in der Bergmannstrasse. In einem Hinterhof gelegen und sehr hübsch gemacht, sieht aus wie echtes Vietnam mit kleinen Balkons und Terassen und Lämpchen, gute Gerichte zu wirklich demokratischen Preisen (Hauptgerichte under 10 Euro).

  • Versucht es solch mal mit Haustausch. Wir machen das seit Jahren und können uns nicht mehr vorstellen, anders zu reisen. Es gibt diverse Organisationen dafür, z. B. Homelink oder Homeexchange.
    Lieben Gruß aus Berlin

  • Aaah. Berlin. Mindestens einmal im Monat sind wir da. Seit meine Schwester 1985 nach Berlin zog, verbringe ich dort meine schönste Freizeit. War mit Freunden Ende der 80er im Café Nord auf der Schönhauser und im sonstigen aufregenden Nachtleben von (Ost)Berlin. Habe dann später meine Diplomarbeit in Berlin geschrieben. Für mich ist Berlin gemütlich. Wiewohl der Prenzlauer Berg früher komplett anders aussah. Kenne dort heute leider niemanden mehr. Ich kenne mich jetzt auch ganz gut im Westen aus, weil die meisten Freunde und Familie nach Schöneberg oder Richtung Potsdam gezogen sind. Die Umgebung von Berlin ist auch wunderschön. Das viele Wasser. Wir fahren in Kürze wieder in die Mark Brandenburg – Fontanegegend. Himmlisch. Kurz, ich verstehe Euch sehr gut. Auch mein Mann und ich überlegen immer, wie wir es anstellen, alle beide in Berlin unser Einkommen zu bestreiten 😉

  • ich habe gleich noch einen Tipp für Euch:

    http://photographyplayground.olympus.de/

    Wir waren gestern und heute da, sobald ich die Photos auf dem Rechner habe und hochladen kann, gibt es noch einen längeren Beitrag dazu. Absolut klasse!

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