Wenn einem die Aufgaben über dem Kopf zusammenschlagen, oder

jetzt verstehe ich, warum manche Menschen, die sich das leisten können, eine Assistentin beschäftigen. Früher dachte ich immer, so ein Quatsch, bis ich jemandem erklärt habe, was ich erledigt haben möchte, bin ich damit doch schon fertig. Aber derzeit hätte ich selbst gerne eine Helferin.

Es gibt derzeit viel zu tun, ich renoviere (und sortiere vorher, das ist viel schlimmer) das Zimmer meiner jüngsten Tochter. Abgesehen von dem ganzen Rumgerenne geht auch viel Zeit mit Diskussionen darüber, welche Wandfarbe, welche Möbel, welcher Teppich vorbei. Ganz zu schweigen von der schmerzhaften Trennung von Büchern, Spielzeug, Bildern und Machwerken aller Art. Wobei ich sagen muss, sie ist mein Mädchen, denn sie trennt sich heute schon leichter von Dingen als mein Mann das bis heute schafft. Ich muss nach wie vor vieles hinter seinem Rücken aus dem Haus schaffen. Die Zwölfjährige war recht tapfer, ja schon verwegen die letzten Tage.

Dann sind natürlich ungeplant erst die Spülmaschine und dann die Waschmaschine kaputt gegangen. Abgesehen von dem vielen Geld, was das wieder kostet, hat mich das auch lange beschäftigt, weil ich ja auch zu den diversen Terminen mit den Handwerkern und wegen der Anlieferung vor Ort sein muss. Handwerker scheinen zu glauben, dass frau schon ob ihres Ansinnens, an einem ihnen passenden Tag zwischen 14 und 21 Uhr vorbei kommen zu wollen, niederknien müsse. Die Ansage, dass auch ich arbeite und nicht permanent bereit stehen kann, kannten sie anscheinend nicht. Das alles reicht zusammen mit meiner Arbeit eigentlich schon, aber – in diesem Falle selbstverschuldet – habe ich mich widerwillig entschlossen, meinen fünfzigsten Geburtstag (ja, auch Jahrgang 1964, wir sind viele) zu feiern. Nun ist es passiert, aber dass das soviel Arbeit ist, hätte ich nicht gedacht.

Also, wer in Berlin eine junge toughe Frau kennt, die sich gerne um alle lästigen Dinge meines Lebens kümmern möchte, ohne dafür Geld zu verlangen, die möge sich jederzeit melden. Bis dahin muss ich das alleine schaffen. Meine Familie findet, ich solle das auch noch geräuschlos erledigen (Warum hast du so schlechte Laune? – Ich habe keine schlechte Laune, aber ich will nicht alles zehnmal sagen…). Verwöhnt, würde ich sagen.

3 Kommentare

  • beautybaerchi

    Das Problem mit den Handwerkern kenne ich nur zu gut. Es gibt in unserem Haus/ unserer Wohnung derzeit viele bauliche Probleme und dann ruft der Handwerker an mit den Worten: Ja Frau … Ich rufe wegen einem Termin an. Sie können dich bestimmt am Donnerstag ab 8 Uhr… Klar wenn es sonst nix ist! Ich hoffe die anstrengende Zeot ist für dich bald um! 🙂

  • Meine Taktik in diesen Fällen ist Aufschieben, Liegenlassen, Prioritäten setzen.
    Was Handwerkererwartungen an Frauen angeht: Auf dem Ohr bin ich komplett taub und antworte: Wir sind von 8-16Uhr nicht im Haus. Wir können uns nicht dafür freinehmen. Kommen Sie zwischen dann und dann am xten., dann noch Alternativtermine. Keine Diskussion. Dann findet sich meistens eine Lösung. Wenn doch jemand 2 Stunden vor Termin da ist und sich beschwert, dass niemand da war: Auf die schriftliche Terminvereinbarung verweisen.

  • Dieses Problem scheint auf dem Land dann doch weniger verbreitet zu sein. Wenn wir eine Handwerker brauchen, dann sind die entweder vor 7.30 Uhr da, und seit langem bekannt, so dass ich die dann ganz hemmungslos auch alleine im Haus lasse, oder sie kommen samstags.
    Aber in der Stadt stelle ich mir das schwierig vor. Eine Bekannte lebt südlich von München, und versucht seit 6 Monaten Handwerker zu koordinieren ( sie wollen umbauen). die Antwort lautet: oh schwierig, da müssen wir nach Grünwald…

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