Tipp für Tage mit Wüstenhaut

Kennt Ihr auch diese Tage, wo man alle zehn Minuten eincremen könnte und die Haut sich trotzdem irgendwie trocken, gespannt und insgesamt blöd anfühlt? Ich habe das gerne mal nach, ähem, übermäßigem Alkoholgenuß. Hier kommt mein Pflegequartett – im Karneval auf Herz und Nieren getestet.

Die Sachen kennt Ihr alle schon, es sind:

Das funktioniert, weil man zunächst für die Feuchtigkeits- und Fettzufuhr sorgt und anschließend mit der Creme beste Voraussetzungen schafft, dass das ganze auch in der Haut bleibt.

Bei der Benutzung der Produkte muss man schnell sein. Das Gesicht mit Caudalie einsprühen, max. 10 Sekunden antrocknen lassen, dann sofort den Feuchtigkeitsbooster großzügig (3-5 Tropfen) auftragen. Maximal eine halbe Minute warten, dann 3-5 Tropfen Arganöl verteilen, nochmal eine halbe Minute warten und dann die Creme obendrüber.

Wenn es ganz schlimm ist, kann man das nach einer Stunde nochmal machen, aber dann vorher nicht reinigen, sondern einfach obendrauf.

Alle Produkte habe ich schon vorgestellt – nur das Arganöl, das fehlt noch. In diesem Fall war es ein ganz besonderes und zwar von Activaroma. Activaroma ist in Santa Barbara, Kalifornien angesiedelt und auf Pflegeöle spezialisiert (Link). Alle Produkte basieren auf marokkanischem Arganöl. Ich habe die pure Variante benutzt (15 ml kosten 22,50, 60 ml 59 Euro), sie ist nach Ecocert zertifiziert. Das Arganöl wird nach Richtlinien des Fairen Handels und der nachhaltigen Entwicklung von Frauenkooperativen in Marokko bezogen. In Deutschland ist Activaroma nur bei Breuninger zu erstehen (Link).

Über die Vorzüge von Arganöl ist schon viel geschrieben worden, es ist reich an Vitamin E und essentiellen Fettsäuren, spendet Feuchtigkeit und reduziert Irritationen, Narben und Hautunreinheiten. Was mich jedoch SEHR gestört hat, war der Geruch, grauenhaft. Das Arganöl von Activaroma riecht praktisch überhaupt nicht.

Ich bin kein großer Fan von Gesichtsölen, aber dieses ist angenehm auf der Haut (insbesondere bei oben beschriebenem Zustand) und ich vertrage es gut, keine Pickel, keine Rötungen. Ein Produkt für jeden Tag ist es bei mir nicht, aber wenn (gerade beim derzeitigen Übergangswetter) die Haut mal wieder rumzickt – genau die richtige Pflegeergänzung. Die kleine Flasche kommt mit einem Roll-on an der Öffnung, den habe ich gleich mal entfernt, finde ich unpraktisch. Aber ansonsten ist die kleine Größe genau richtig für mich, passt im Zweifel auch noch mit in die Flieger-Handgepäck-Plastiktüte. Das Arganöl gefällt mir.

(Die Produkte wurden teils selbstgekauft und teils zur Verfügung gestellt)

5 Kommentare

  • Hihi… ich finde die Idee des Speed-Cremens auch aus Zeitaspekten ganz spannend :). Im Gesicht kenne ich die Wüstenhaut eher nicht – dafür aber ganz doll an den Händen – ob dieser Mix da auch wirkt?
    Einige Gesichts-Öle habe ich auch daheim – das werde ich testen!

    LG aus der edelfabrik
    Chrissie

  • Warum lese ich das nur….ich gehe dann mal bei Breuni gucken (Mandarin Vanilla Body Oil hört sich aber auch sehr toll an aber wer hat das Argan Oil geplündert? ):D
    Bei mir wirkt momentan wieder die Kanebo ..Pardon…Sensai Hydrachange Essence ihre Magie. Meine Haut spinnt ja nicht im Winter, nein, wir warten, bis das Wetter wärmer wird und eine reichhaltige Creme dann unangenehm auf der Haut ist.

    Viele Grüße
    Hopi

  • Wie ist das eigentlich: kann ich ein Haaröl auch als Body-/Gesichtöl benutzen, oder ist das keine gute Idee? Wodurch unterscheiden die sich?

    • Also es gibt Öle, die sind für alles deklariert (also Gesicht, Haar, Körper). Bei vielen Haarölen habe ich aber das Gefühl, dass sie wesentlich kompakter sind als meine Gesichtsöl und ich kann mir nicht vorstellen, diese Konsistenz auf’s Gesicht aufzutragen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass einige Inhaltsstoffe für die Haare für’s Gesicht gar nichts tun ?
      Das Huile Divine von Caudalie ist ausgeschrieben für GHK aber wenn ich mir z. B. das L’Anza Öl anschaue, mit UV und Thermalschutz, dann könnte ich mir das im Gesicht gar icht vorstellen.

  • @Chrissie: na klar wirkt das auch an den Händen, wieso nicht?

    @Hopi: das ist bei mir aber ähnlich, im Winter die Nägel (mittlerweile wieder in Bestform) und in den Übergangszeiten da Gesicht. Karneval zählt auch zur Übergangszeit, ist schließlich die fünfte Jahreszeit und das im schnellen Wechsel 😉

    @Rena: Haaröle bestehen in den meisten Fällen hauptsächlich aus Silikon, das würde ich nicht unbedingt ins Gesicht packen. Merkt man auch, wenn man normales Öl in die Haare packt, wird eine fettige Angelegenheit. Ich finde, diese „ich kann alles“-Öle funktionieren nie so richtig

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