Mehr Gelassenheit, das ist nicht nur mein Ziel, oder

erscheint das nur mir so? Ich lese es allenthalben, ob nun in den lieben Frauenzeitschriften wie myself, Brigitte woman oder sogar Emma, im Spiegel, im Sterne, fehlt nur noch, dass die Bild auch noch Meditiationsanleitungen veröffentlicht.

Trotzdem, es gibt Themen für bestimmte Zeiten, und dann greift sie jeder auf und sie werden mainstream. Yoga, Meditation, autogenes Training, all diese Dinge boomen und haben frühere workouts abgelöst. Nun scheint das auch die logische Konsequenz zu sein aus einem Berufsleben, dass durch die neuen Kommunikationstechniken immer hektischer geworden ist. Früher hat man einen Brief geschrieben, der wurde eingetütet, frankiert und eingeworfen, und dann hatte man erst mal ein paar Tage Ruhe, bis der Empfänger zurückschrieb oder allenfalls anrief. Auch Faxe mussten noch sortiert und dem Empfänger angereicht werden. Und was ist heute? Pling, e-mail hin, plong, e-mail zurück undsoweiterundsofort. Kein Wunder, dass jeder was-weiß-ich-Wievielte (gefühlte Anzahl: jeder Zweite) sich gestresst, überfordert, ausgebrannt fühlt. Dazu kommen noch die ganzen privaten whatsapp-Nachrichten, Facebook-Posts und was weiß ich noch alles. Da wundert es mich nicht, dass die Menschen sich nach äußerer Stille und innerer Ruhe sehnen.

Ich persönlich habe mich sehr entschleunigt mit regelmäßigem Yoga und täglichen Meditationen. Da neulich mal jemand gefragt hat, es gibt eine Meditationsapp, die ich ganz toll für den Start finde, allerdings ist sie auf englisch, aber sehr gut verständlich. Sie bietet kostenlose Programme erst mal für zehn Tage und dann weiter, und vor allem erklärt sie sehr schön, was Meditation ist und was man davon erwarten kann (aber auch, was nicht!). Das reicht nicht auf Dauer, ist aber ein sehr schöner Einstieg. Und wer noch mehr Anregung für ein entspanntes, gesundes Leben will, der kann sich ja mal mein diesbezügliches Lieblingsbuch „Das erleuchtete Gehirn“ (hier besprochen und hier nachgelesen) zu Gemüte führen. Außerdem bieten die meisten Yogainstitute auch Einsteigermeditationskurse an.

6 Kommentare

  • Die Meditationsapp heißt headspace, entschuldigt bitte….

  • Danke, werde ich mal ausprobieren. 🙂 Bislang schaffe ich es eher unregelmässig zu meditieren, obwohl es mir echt gut tut.

  • Ich habe mir heute das Buch „Das erleuchtete Gehirn“ bestellt. Deinen Beitrag dazu fand ich sehr interessant. Ich kann zwar nur sehr schwer bis gar nicht dem Kaffee entsagen, aber man muss es auch nicht wortgenau umsetzen, bin ich der Meinung. Das stresst mich sonst eher, als dass es einen Erfolg erzielt.
    Auf jeden Fall bin ich gespannt auf das Buch und deren Sichtweise.

    • Dass ich nicht auf Kaffee verzichten kann, dachte ich auch. Bis ich es, mehr oder weniger unfreiwillig, während eine einwöchigen Urlaubs ausprobiert habe( dort schmeckte der Kaffee einfach grauenhaft). Seither bin ich dabei geblieben, und fühle mich deutlich besser. Ich vermisse gar nichts. Allerdings hatte ich in den ersten Zeit meiner Kaffeeabstinenz gewaltige Kopfschmerzen, was ich sonst eher nicht oder nur selten habe.
      Und ich schlafe seither besser, wache früher auf und bin ausgeschlafen. Vielleicht versuchst Du es doch mal.

  • @julia: Dass mit den starken Kopfschmerzen kenne ich, sie beginnen bereits nach 1- 2 Tagen Kaffeeentzug. Davor habe ich so einen Greul und dass ich einfach nicht mehr munter werde 😉
    Aber Dein Argument mit dem besser schlafen und vor allem ausgeschlafen zu sein, reizt mich sehr. Ein Versuch ist es wirklich wert – ich kann den Kaffeekonsum ja langsam runterfahren, immer eine bis zwei Tassen am Tag weniger. Dazu muss ich gestehen, ich bin ein absoluter Kaffeejunkie – eine Kanne Kaffee wird es locker am Tag. An stressigen Tagen sogar mehr.

  • Ich hätte das auch nicht gedacht, aber mir fehlt nichts. Ich bin ja auch von teinhaltigem Tee weg – ich trinke morgens frischen Ingwer mit Limette und Honig, sonst Kräutertee (gibt es inzwischen auch überall) oder coffeinfreien Espresso. Klappt wunderbar.

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