Per Anhalter durch die Galaxis, oder

Klassiker neu entdeckt. Die Bücher von Douglas Adams (eine fünfbändige (!) Kult-Trilogie (eins, zwei, drei, vier, fünf) , sind Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger Jahre des letztes Jahrhunderts erschienen und bekennenden Fans wie Irit längst bekannt. Ich mache mir nichts aus Science Fiction, es sei denn, sie ist von T.C. Boyle oder Margaret Atwood und kannte sie daher überhaupt nicht.

Diese Bücher sind von derart epischer Komik, dass ich manchmal gar nicht aufhören konnte zu lachen. Der Autor mischt gekonnt eine galaktische Welt mit den ganz normalen menschlichen Problemen, und das auf eine so trocken komische Art, dass es eine Freude ist. Der erste Band beginnt damit, dass das Haus des Protagonisten abgerissen werden soll, weil eine Umgehungsstraße gebaut werden muss, von der der Bewohner nichts mitbekommen hat. Auf den Hinweis, dass die Pläne seit Jahren ausliegen, sucht er das Rathaus auf und findet die Pläne in einem lichtlosen Keller ganz zuunterst in einem verschlossenen Aktenschrank in einem unbenutzten Klos, an dessen Tür „Vorsicht! Bissiger Leopard“ stand.

Nun kommt aber, während er da versucht, sein Haus vor dem Abriss zu retten, sein (unerkannt außenirdischer) Freund, um ihn davor zu bewahren, mit der Erde in die Luft zu fliegen, die gesprengt wird, um eine Hyperraum-Expressroute zu ermöglichen. Deren Pläne lagen selbstverständlich auch irgendwo auf einem Lichtjahre entfernten Planeten aus, und sind von der Erdbevölkerung ebenso ignoriert worden wie die Abrissverfügung von Arthur Dent. In diesem Sinne und noch toller geht es weiter, aber es wird eher noch komischer.

Ich hab mich jedenfalls schon lange nicht mehr so köstlich amüsiert und daher noch bevor ich den ersten Band halb durch hatte, alle anderen nach bestellt und kann mich jetzt noch auf zwei freuen…

9 Kommentare

  • Und die Antwort auf alles ist nach wie vor 42 ! Deshalb habe ich meinen 42 Geburtstag auch groß gefeiert wie nie einen zuvor und danach!
    Viel Spass beim Lesen. ich hab gerade den elektrischen Mönch am Bett liegen. Auch von Mr. Adams und mir noch gänzlich unbekannt.
    Lg Isi

  • Ja, aber die Frage für die alles entscheidende Antwort ist „Wieviel ist sechs mal neun?“, da schmeiße ich mich schon wieder weg. Grandios auch die „poesiewürdigungsstühle“, auf denen die Zuhörer der Vogonen festgeschnallt werden, bevor die legendar grauenvolle Lyrik vorgetragen wird…

  • Ich liebe, liebe, liebe diese Trilogie! Habe die Bücher schon sehr lange und lese sie ab und zu immer mal wieder, weil sie mir soviel Spaß machen und gute Laune. Jedesmal bin ich von diesem geistreichen Nonsens aufs neue überrascht und genauso von der Kunst des Übersetzers, die Eigennamen und Wortspiele ins Deutsche zu übertragen. Meine Lieblingsstellen im 1. Band sind auch die Doppelung der unmöglich ausgelegten Bauunterlagen („ja, wenn Sie sich nicht um Ihre Angelegenheiten gekümmert haben…“) und die Küste von Norwegen – mit Preis und Künstlersignatur versehen. Als ich dort war, habe ich die Augen offen gehalten, aber wir sind wohl leider nicht an der Signatur vorbeigekommen 🙂
    Auch schön ist Trillians Erklärung für ihre Weltraumreise: „Was hätte ich mit einem Doktor in Astrophysik und…. denn sonst anfangen sollen?“

    Von den Folgebänden verrate ich noch nichts, du sollst ja selbst die schönsten Stellen finden. Der 4. und 5. hat mir allerdings nicht mehr so gut gefallen, die habe ich dann weitergegeben. Es gibt übrigens auch noch einen 6. Teil der Trilogie, nicht mehr von Adams, sondern in seinem Stil (der m.E. gut getroffen ist) und mit seinen Hauptfiguren, geschrieben von Eoin Colfer. Unbedingt empfehlenswert! Titel: „Und übrigens noch was…“. Schließt direkt an das Ende des 5. Bandes an und bezieht sich auf Ereignisse und Personen aus allen Teilen, deshalb ist es schon gut, diese vorher alle zu kennen.

    Viel Spaß noch beim weiteren Lesen und immer daran denken – die Antwort auf alles ist 42. Und wir sind nur Teil eines Auftragswerkes der Mäuse.

  • Kennt Ihr „42“ von Thomas Lehr? Nicht ganz leicht zu lesen, ein bisschen Philosophiegeschichte im Hinterkopf schadet nicht, aber sehr lohnend. Ich habe fast alles von Lehr gelesen, „24“ war mein erster Band und ich kann auch (fast) alles empfehlen.

  • Zahlendreher – ich meinte zwei Mal „42“.

  • Liebe Janne,
    sechs mal neun ist 54 und nicht 42.
    😉

  • und die „Krimis“ (Dirk Gently) von Herrn Adams muss man auch unbedingt lesen. Vielleicht sogar noch besser…

  • Liebe Nanna, das weiß ich. Es steht einfach so im Buch… das meinte ich mit epischer Komik!!

  • Ich lese die Bücher auch regelmäßig aller Jubeljahre wieder neu. Meine Lieblingsideen sind die Geschichten mit der vogonischen Poesie und dem totalen Durchblicksstrudel. Köstlich!

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