Mein Wunsch für 2014 für euch und für mich: Loslassen, oder

sich das Leben leichter machen. Das ist mein erklärtes Ziel wie auch schon 2013. Mit Loslassen meine ich nicht, dass mir alles egal ist und ich nichts mehr tue. Nein, um Himmels willen, das würde ich ja auch gar nicht aushalten. Ebensowenig wie die meisten von euch.

Mit Loslassen meine ich, dass wir alle mal genau hinschauen, was uns wichtig ist im Leben. Was wirklich Priorität hat vor allem anderen, wenn die Notwendigkeiten wie Arbeiten und Haushalt mal erledigt sind. Ich möchte nicht irgendwann auf mein Leben zurückschauen und feststellen, dass ich mich immer nur nach anderen gerichtet habe und mein Leben eine endlose Abfolge von Mamawoissn, Mamamachmal oder Mama! war. Ich liebe meine Kinder und ich kümmere mich nach wie vor sehr gerne um sie.

Aber ich bin nicht ihre unbezahlte Dienstbotin und mit zunehmendem (Kindes-)Alter erwarte ich  von ihnen auch Entgegenkommen, Bemühen und Beteiligung. Ich möchte auch nicht den Wertvorstellungen anderer Menschen mein Leben widmen – das hat mich an dem Buch von der Sterbehelferin so schockiert, dass so  viele Menschen es auf dem Totenbett bedauern, dass sie nicht öfter getan haben, was sie wollten. Wenn ich das aber nicht will, dann muss ich herausfinden, was mir wichtig ist, womit wir wieder am Anfang dieses Artikels sind. Es reicht nicht zu wissen, was ich nicht will, nein, ich muss positive Ziele haben.

Mir beispielsweise ist Sport sehr wichtig, ich bin bewegungsbegeistert und treibe fast jeden Tag Sport, das kostet natürlich Zeit, macht mich aber auch absolut glücklich. Und ich lege Wert auf meine Weiterentwicklung und meditiere täglich. Mit dem  Meditieren, Pranayama und Mantrasingen ist das so eine Sache: noch viel mehr als bei anderen Beschäftigungen neigt man dazu, es zu lassen, wenn es nicht eine absolute Routine ist. Seit ich diese endlich installiert habe, klappt es. Und es macht mich gelassener und glücklicher.

Der dritte Hauptzweig an meinem Lebensbaum sind die Beziehungen zu meinen FreundInnen, denen ich viel Zeit widme, was mich erfreut und bereichert.

Und damit das alles (und der Blog hier, mein Garten und meine Freude an Büchern) klappt, muss ich vieles lassen, was nicht so wichtig ist. Dass das im nächsten Jahr noch besser klappt, wünsche ich uns allen.

9 Kommentare

  • Liebe Janne, ich beneide so deine Begeisterung für Sport un Bewegung. Wie gern hätte ich das von mir selbst behauptet. Es bleibt aber- wie jedes Jahr nur ein guter, unerfüllter Vorsatz.
    Ich bin heute(!) 50 geworden und bräuchte mehr dennje etwas Sport, aber der Scheinehund hat mich fest im Griff. Wenn jemand einen Tipp hat, wie man den bezwingen kann, wäre ich sehr dankbar. Allen Fabforties-Fans wünsche ich ein frohes, gesundes und entspanntes Jahr!

  • @Rena – Erstmal herzlichen Glückwunsch! Hast du es schonmal mit Walken versucht? Ich mache das seit ein paar Monaten, neuerdings Nordic Walking. Ich bin auch eher ein Sportmuffel und muss nicht höher, schneller, weiter. Wichtig ist Spass an der Sache und auch ich brauche, wie Janne, meine Routine. Entweder mache ich viel oder gar nichts. Beim Walken kannst du ja auch langsam anfangen. Ich liebe Bewegung an der frischen Luft, egal bei welchem Wetter. Mich motiviert dabei, dass ich 1. meine in den letzten Jahren angefressenen Kilos wieder runter hab und 2. jetzt wieder richtig gut essen kann (was ich liebe), ohne gleich wieder zuzunehmen. Also runter vom Sofa und los! Viel Erfolg 🙂

  • @Rena: Herzlichen Glückwunsch – das steht mir dieses Jahr auch noch ins Haus. Und was Sport angeht: Vielleicht hilft es dir, dich mit einer Freundin zu verabreden zum Walken oder Laufen, dann macht es vielleicht mehr Spaß und du bist besser motiviert. Belohnen muss man sich dafür nicht, die Bewegung selbst ist Belohnung genug. Und wie Andrea schon schreibt – ich esse, was ich will, und das ist in unserem Alter auch schon toll.

  • @Rena: herzlichen Glückwunsch!

    Ich glaube, man muss etwas finden, was man wirklich gerne macht und wozu man Lust hat. Und etwas mit festem Termin zum dran gewöhnen. Bei mir ist das Krafttraining und Steptanz. Laufen, walken etc kann ich absolut nichts abgewinnen.

  • @rena: herzlichen Glückwunsch nachträglich. Ich hatte am 31.12. Geburtstag, auch rund. Ich war u bin noch nie wirklich sportlich gewesen, habe aber gemerkt, dass er mir gut tut. Und deshalb habe ich meine Sporttasche immer fertig gepackt i Auto, und fahre jeden 2. Tag vom Büro erst i Sport u dann erst nach Hause. Gehe z spinnig, Stepper oä. Das Gefühl anschließend unter der Dusche macht alles wett u ist unbezahlbar. Versuchs doch mal. Gleichgesinnte gibt es dann meist auch bald, u vielleicht neue bekannte.
    Viel Erfolg! U Schalom aus Jerusalem, wo ich für 1 Woche bin,

  • @ Julia : herzlichen Glueckwunsch!
    Und shalom zurueck, fahren wohl naechsten Monat auch nach il, um unser Kind zu besuchen.

  • Vielen Dank für die alle Glückwünsche und Bewegungstipps. Ich bin aber ein richtiger Härtefall. Ich mag nicht draußen beim schlechten Wetter, brrr. Lange Arbeitszeiten und weit entfernte FitnessStudio machen die Sache auch nicht leichter. Ich glaube, ich würde am ehesten was Zuhause machen. Kennt jemand ein Gerät, das wenig Platz nimmt, aber schnell und mühelos zu guter Kondition verhilft? Und ich meine nicht einen Rollator, der kommt etwas später dran;-)

  • Exilberlinerin

    @Rena: herzlichen Glückwunsch auch von mir.
    Was mir hilft, den inneren Scheinehund zu bezwingen, ist ein Personal Trainer. Wenn der gebucht ist, muss ich auch hin, ansonsten muss ich die Stunde trotzdem bezahlen, 25 Tacken (die ich allerdings erstattet bekomme, weil er auch Physotherapeut ist, und in der Tat neben dem (ziemlich harten) Training auch meine Wehwechen wegmacht. Hierbei ist es natürlich wichtig, jemanden zu finden, der einem liegt. Meiner macht als ehemaliger Profifussball ein Training, dass mich ein bisschen zu sehr an Fussballtraining gemahnt, und dann meckere ich ein bisschen, hör mal Junge, ich wollte in diesem Leben kein Torwart mehr werden, aaaaaaber die Resultate lassen sich sehen. Und man denkt immer, man hat keine Zeit, aber natürlich kann man sein Leben so organisieren, dass man halt ein oder zweimal in der Woche 1 oder 2 Stunden später zu Hause aufschlägt, trotz Familie….

  • liebe Janne, ich bin per zufall;-) auf deinen Text gestossen und ich habe sehr viel ähnliches entdeckt: täglich Sport und das Pflegen der Freundschaften-freut mich , dass ich nicht alleine so denke-ich will mich weiterentwickeln und lernen , vlt meinen Job aufgeben/loslassen und Neues machen-oder ist es doch kein Zufall gewesen, deine Zeilen zu lesen?

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