Jetzt kommt eine Glückszeit für die Gärtnerin, oder

auch Nichstun ist wunderbar, sage ich immer. Ihr wisst ja mittlerweile vermutlich alle, dass ich eine begeisterte Gärtnerin bin. Ich bin von allen Jahreszeiten im Garten begeistert, in denen es Verschiedenes zu tun gibt.

Aber eben auch von dem Winter, wenn nun gerade nichts mehr zu erledigegn ist. Die Beete sind abgeräumt, das Schilf ist geschreddert, der Rasen ein letztes Mal gemäht, die Töpfe sind geleert und verstaut, die Terrassenmöbel in der Garage. Jetzt kommt die Zeit, in der der Blick in den Garten auf die Auslassungen fällt, das fehlende Grün, die fehlende leuchtende Blüte. Aber angesichts des Wissens, dass das nächste Frühjahr so sicher kommt wie die Schnecken, kann ich diese Leere überbrücken.

Zum einen habe ich ja noch die Bilder im Kopf, wie es bald wieder aussehen wird, und zum anderen ist es auch ganz schön, mal nicht darüber nachzudenken, welcher Kraftakt als nächstes fällig ist oder dass der Garten aber mal wieder eine meiner Schnellaktionen (ich nenne es Durch-den-Garten-Gehen, aber in Wirklichkeit wird geschnitten, gepflanzt, ergänzt, umgepflanzt, was das Zeug hält) gebrauchen kann. Bücher und Tee haben ja auch viel für sich, vor allem eingekuschelt auf der Couch mit den Lieben und den Weihnachskeksen….

3 Kommentare

  • Steffani Freund

    Wir sehen uns am 1.3. bei Rothe

  • wenn du dich in null-komma-nichts aus deiner sehr angenehmen „gartenstarre“ herauskatapultieren willst, sei dir kerstin lammertings buch „knotengärten“ empfohlen.
    ich kannte sonst nur die üblichen, sehr schönen aber für den privatgarten nicht sehr passenden weil sehr starren Renaissance-gärten, aber diese form der strukturgebung mit Buchs (wer liebt ihn nicht??) war mir in der form neu.
    Leder hatte ich das buch noch nicht, als ich meinen (vor-)garten angelegt habe. aber vielleicht könnte man ja die nun vorhandenen kleinen buchshecken unter hin-und hersetzung dieser und jener pflanzen erweitern……
    wenn mich mein garten eines gelehrt hat, dann daß die pflanzen doch anders wachsen, als man es sich ursprünglich mal ausgemalt hat und wehe man fängt an zu versetzen—-dann führt erst recht eins zum anderen!
    auch zum verschenken wunderschön.

  • Der Blick in den Garten im Winter kann aber auch sehr reizvoll sein. Ich schneide z.Bsp. nicht alles ab, was abgeschnitten werden könnte. Sondern mache es dann zum Frühjahr, denn im Winter sehen die Pflanzen mit Raureif oder Schnee bedeckt wunderschön aus. Aber es ist auch eine Geschmacksfrage, mir gefällt es, es sieht ein wenig urtümlich oder wild aus. Momentan jedoch, kein richtiger Winter – kein richtiges Wetter, sieht auch mein Garten etwas trostlos aus. Ich freue mich auf den ersten richtigen Raureif, wenn alles glitzert.
    Natürlich ist der Frühling, wenn alles erwacht, nicht zu toppen. Ich renne überall hin und schaue, ob schon ein klitzekleines Pflänzchen aus dem Boden ragt 🙂 Und darauf freue ich mich auch schon – aber erst kommt noch die stille glitzernde Zeit. 😉

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