Eine bitterböse Mafia-Satire, Malavita, oder

warum nicht zum Jahresanfang auch mal etwas Leichtes? Ich habe das Buch meinem Mann zu Weihnachten geschenkt, weil ich dachte, dass es lustig sein könnte, nachdem ich die Vorschau im Kino gesehen hatte.

Ich weiß nicht, wie der Film ist, aber lustig ist das Buch nicht. Es ist böse, sogar bitterböse, dass mir das Lachen im Hals stecken geblieben ist. Die Story ist relativ simpel – die Familie eines Exmafiabosses lebt im Zeugenschutzprogramm, nachdem der Familienvater genau das getan hat, was niemand in der Cosa Nostra darf, nämlich ausgiebig mit dem FBI geredet und so für viele hundert Jahre Gefängnis bei seinen Exkumpels gesorgt.

Was ihm das gebracht hat, wird nicht ganz klar, denn er sehnt sich nach seinem alten Leben, das unwiederbringlich vorbei ist, und davon hätte er vermutlich mehr gehabt, wenn er seinerseits ohne zu petzen in den Knast gegangen wäre. Dann wären er und seine Angehörigen nach wie vor Teil der „Familie“. So leben sie in ständiger Angst vor Anschlägen in wechselnden Orten in Europa, und das ziemlich unzufrieden. Schlussendlich kommt es zufällig zu einem Showdown,  bei dem Mafiapate und FBI-Agent Seite an Seite einen blutigen Kampf gegen die versammelten Mafiakiller führen.

Das Buch ist gut geschrieben, aber der Lerneffekt und auch das Lesevergnügen kann ich nur mit drei minus bewerten. Wer auf Thriller steht, mag das anders sehen, und deswegen habe ich es auch besprochen.

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