Die guten Dinge im Leben, Teil eins, Sport, oder

was genau bedeutet Sport für mich und warum beschäftige ich mich damit? Zum Einen bin ich bewegungsbegeistert, immer schon, zum Anderen lese/höre ich oft, dass Frauen sich wünschen, mehr Sport in ihr Leben zu integrieren.

Ich persönlich hatte eine extrem sportliche Jugend, mein Vater war ein Bewegungsfanatiker und hatte selbst seinen Spaß daran, mit uns Kindern zu wandern, zu klettern, alle möglichen Ballspiele zu treiben, zu schwimmen, radzufahren, zu turnen (erinnert sich noch eine an euch an die Trimmpfade früher? Feldaufschwung im Wald?) undsoweiterundsofort. Das hat sich natürlich auf mich ausgewirkt, und von der Grundschulzeit an ging ich turnen, später schwimmen, rudern und tanzen.

Nach der Schule kam dann eine sehr sportfaule Zeit, erst habe ich viel gearbeitet, dann während meines Studiums ein Fitnessstudio besucht und ab und zu mal Badminton oder Squash gespielt, das war damals in. Als die Kinder kamen, war zunächst Sense, aus. Keine Zeit, keine Lust. Obwohl ich viel Fahrrad gefahren und noch mehr spazieren gegangen bin, schließlich musste ich den Tag herumkriegen. Nach dem zweiten Kind und einem ausnahmsweise genaueren Blick in den Spiegel dachte ich, nun müsste ich etwas tun. Aerobic, Fitness allgemein, schließlich Mitte dreißig joggen. Seitdem mache ich eigentlich fast jeden Tag Sport. Derzeit laufe ich dreimal die Woche, schwimme dreimal die Woche 2 km und gehe zweimal zu Yogadoppelstunden. Dazu kommt noch Training auf meiner powerplate zwischendurch.

Warum ich das mache? Und wie ich das zeitlich schaffe? Das ist eigentlich ganz einfach: Ich fühle mich soviel besser, wenn ich diese Termine einhalte. Erstens habe ich ein gutes Gewissen. Zweitens kann ich a la long essen, was ich will. Aber das Wichtigste ist, dass ich mich entspannt und entstresst fühle, gut schlafe, gute Laune habe und über mehr Energie verfüge, als wenn ich auf der Couch liege.

Und der zeitliche Aufwand liegt bei ziemlich genau einer guten Stunde am Tag, wenn ich alles zusammen zähle. Und Hand aufs Herz: Wie lange schaut frau am Tag im Durchschnitt fern oder surft planlos im Internet? Oder verdaddelt sonstwie ihre Zeit? Na also, wenn frau nicht gerade als Oberärztin auf der Intensivstation im Dauereinsatz ist oder einen sonstwie ungewöhnlich zeitaufwändigen Job mit vielen Reisen hat, dann lässt sich dieser Aufwand stemmen. Ohne dass etwas fehlt. Im Gegenteil, es kommt Lebenszufriedenheit dazu. Wobei ich vorsichtig anmerken will, dass jede Minute Sport das Leben bereichert, also die Latte vielleicht einfach zu Anfang auf 15 Minuten am Tag legen, und dann mal sehen, was passiert. Dazu gibt es eine wunderbare CD und mittlerweile auch App, und frau braucht dazu nichts außer einer Yogamatte und einer Viertelstunde Zeit am Tag.

8 Kommentare

  • Ich bin längst nicht so sportlich wie Du, aber ich habe mir angewöhnt, jeden 2. Tag 45 Minuten zu laufen oder zum Spinning zu gehen. dazu packe ich jeden Morgen meine Sporttasche ins Auto, und fahre auf dem nach Hause Weg im Studio vorbei, oder laufe vom Büro aus los. großartig darüber nachdenken tue ich nicht. Yoga habe ich bisher noch nicht ausprobiert, würde es aber gerne. Bin gespannt, ob die CD dazu beisteuern kann… Obwohl ich im Grunde wohl eher unsportlich bin, fühle ich mich nach dem Training gut, weil ich etwas für mich getan habe, das Essen schmeckt, vor allem aber, weil ich ruhiger bin, entspannter. Und die Stimmung ist auch besser.

  • Danke für den Tipp mit der CD!!! Ist sie auch für Yoga-Anfänger geeignet? Würde gerne 2x die Woche Yoga machen aber zeitlich flexibel sein… also zu Hause. Kannst du da was empfehlen? Oder ist das Mumpitz für Anfänger?

  • Hut ab vor soviel Disziplin! Ich habe letztes Jahr im Oktober das Fitnessportal von Barbara Becker und Ursula Karven entdeckt ( darf man hier die Internetseite posten ? ), dort wird täglich ein 20 Minuten Training kostenlos angeboten. Jedesn Tag etwas anderes: Pilates, Yoga, Box-Pilates, Tanzen usw. Da gibt es keine Ausrede, 20 Minuten am Tag kann man immer abknapsen. Ich mußte es erst zweimal ausfallen lassen und mein Körper hat sich enorm verändert, ich fühl mich sauwohl und möchte das Training nicht mehr missen. Vom Fitnesstudio hab ich mich abgemeldet, kostet einfach zu viel Zeit. So kann ich im Zweifel aus dem Bett direkt auf die Matte rollen und loslegen!

  • Sport muss sein! Ich bin jetzt nicht so der Typ, der auf Gruppensport steht und ich habe keine Lust auf Fitnessstudio, gehe aber 1x die Woche zu einem Hatha-Yoga-Kurs, weil ich dort einfach die Anleitung brauche. Ansonsten „turne“ ich zuhause nach Fitness-DVDs von Cathe Friedrichs aus den USA (cathe.com). Diese Instruktorin ist mir wirklich ans Herz gewachsen, ich habe inzwischen sämtliche DVDs von ihr und mir wird es mit ihr nie langweilig. Es gibt die unterschiedlichsten Hantel-Workouts, Step Aerobis, Kickbox Workouts etc pp. Auf den DVDs sind etliche Premixes, so dass man auch die Dauer der Übungen variieren kann.
    Dann habe ich aber natürlich auch das Bedürfnis draußen zu sein, gehe sehr gerne Walken. Wandern und Radfahren gehört ebenfalls zu meinen Lieblingsaktivitäten in der Freizeit. Da ich beruflich den ganzen Tag am Schreibtisch sitze, brauche ich einfach den sportlichen Ausgleich und bin auf jeden Fall 4-5 mal pro Woche aktiv.

  • Anfänger sollten Yoga nicht ohne einen Kurs machen, man muss schon viel beachten, was einem bei CDs nicht so auffällt..

  • Danke Janne! Das muss ich auch nochmals unterstreichen! Gute YogalehrerInnen und TrainerInnen korrigieren falsche Bewegungsabläufe oder Haltungen bevor sie sich einschleifen und zur Gewohnheit werden. Dann kann es dazu kommen, dass negative Effekte die positiven Auswirkungen des Sports überlagern können. Und auch nach Jahren: Immer mal wieder „jemanden daraufschauen lassen“!
    Ansonsten finde ich es toll, wie viele „Bewegungsbegeisterte“ es hier gibt!!

  • Danke an euch! Das habe ich mir schon fast gedacht und mich ein wenig gesträubt eine DVD zu kaufen. Dann muss Yoga noch ein bisschen warten bis ich es zeitlich besser unterkriege. Solange gibts Pilates

  • Exilberlinerin

    Tâglich Sport ist schon bewundernswert. Was ich am meisten davon abhält, ist eigentlich vorallem die elende Fahrerei mit Bus und Tram, die massenweise Zeit verschlingt, langweilig ist und mit in Regen und Wind herumstehen verbunden, etwas, worauf man nach dem Sport so gar keine Lust hat. Klar, ich könnte ein bisschen um den Block laufen, hab-ich aber keine Lust, macht mir keinen Spass. Ich versuche jetzt, die „5 Tibeter“ jeden morgen zu machen, die in der Anzahl langsam aufeinander aufbauen. Klappt aber auch nicht immer…

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