Melvita Pflegeöle

Kosmetik gehört zu den ganz persönlichen Dingen im Leben und ich stelle an mir immer wieder fest, dass es nicht nur die Wirksamkeit der Produkte ist, die mich beeinflusst. Das ganze Drumherum vom Design über Markenauftritt ist mir wichtig und eine Marke, bei der ich einen unsortierten Eindruck habe oder bei der ich das Image seltsam finde, hat keine Chance, in mein Bad einzuziehen.  Melvita ist in meine Augen eine Marke, die sich in diesem Jahr extrem positiv entwickelt hat.

Und zwar insgesamt. Das fängt bei den Produkten an (die müssen natürlich passen), aber das schon erwähnte Drumherum hat sich so weiterentwickelt, dass ich die Pressetexte mit Freude lese. Die sind nämlich mittlerweile richtig gut und informativ geworden und designtechnisch einfach klasse. Ein bisschen verspielt, aber nicht kindlich und in meinen Augen genau richtig für eine gute Naturkosmetikmarke. Die Website wurde (endlich!) auch auf Vordermann gebracht – bitte mal anschauen, sie ist einfach schön (Link).

Wenn ich auf das Jahr zurückschaue, sind mir drei Produkte richtig im Gedächnis geblieben: die tollen Duschsachen (sowohl Duschgel als auch Peeling), die Körperpflege L’Or Bio (diese Körpercreme…) und mein persönliches Highlight, das Eau Extraordinaire Rose – wie konnte ich je ohne. Ich benutze es jeden Tag und liebe es sehr.

Ich hörte aus gut informierten Kreisen, dass Melvita im nächsten Jahr die Anti-Aging-Produkte überarbeitet – ich bin schon sehr gespannt. Insgesamt gibt es aber zwischenzeitlich bei Melvita vom Eindruck her ein richtiges Konzept bei den Produkten und darum gruppieren sich alle Neuheiten. Bei Naturkosmetik-Marken habe ich oft den Eindruck, dass viel viel hilft, sprich: es gibt gefühlt ca. 500 Produkte und den Unterschied kann ich nicht so richtig ausmachen.

Ich dachte mir, ich schreibe mal etwas zu dem Gesichtspflegekonzept und dazu gibt es auch ein paar Kopien aus der Presseinfo (alle Bilder werden groß, wenn man draufklickt). Und natürlich ein Blick auf den Relaunch der Pflegeöle, die jetzt im Dezember herauskommen.

Melvita Pflegeöle

Wenn das der erste Blick auf eine Presseinfo ist – bin ich schon gut gelaunt. Ich finde, da bekommt man Lust zum weiterlesen und ausprobieren.

In diesem Fall war das Weiterlesen sehr informativ. Und machte noch mehr Lust aufs Testen, den gleich auf der nächsten Seite gab es die Weltkarte der Öle:

Melvita Pflegeöle Herkunft

Ich gebe zu: ich war von der Fülle etwas erschlagen – ich habe mich nie viel mit Ölen auseinandergesetzt. Neben der Auswahl des richtigen Öls für den richtigen Zweck sollte es auch korrekt angewendet werden. Ich habe es eigentlich immer wie eine normale Feuchtigkeitsreme verwendet, was leider nicht so gut ist.

Melvita vertritt ein Vier-Minuten-Konzept und wenn man genauer hinschaut, entdeckt man viele der neuen Produkte:

Melvita Pflegekonzept

Vor kurzem wurde eine neue Linie mit Reinigungsprodukten lanciert, es gibt auch Reinigungsmilch aus den einzelnen Pflegeserien – mit anderen Worten: die Auswahl ist an der Stelle bei Melvita groß (ähem, vielleicht ein wenig zu groß…). Wer mal schauen möchte: Link.

Bei Schritt 2 kann ich mitreden, die Blütenwässer sind ganz wunderbar und noch besser ist die Kombination aus ein wenig Blütenwasser mit dem Eau Extraordinaire obendrüber. Dann auf die noch feuchte Haut ein Tropfen Öl, der sich dann prima verteilen lässt.

Bei Schritt 4 greife ich derzeit eher zu Nicht-Melvita-Produkten, aber mal schauen, was da nächstes Jahr noch kommt.

Aber zurück zu den Pflegeölen. Es gibt insgesamt 13:

Melvita Pflegeöle Übersicht

Sortieren wir das mal auseinander.

Die Spezialisten:

  • Avocado für die Augenpartie
  • Süssmandel und Jojoba für den Körper
  • Macadamia für die Haare
  • Rizinus für Nägel und Wimpern

Die acht Gesichtsöle:

  • Argan – Anti-Aging, regenerierend, reparierend
  • Muskatrose – feuchtigkeitsarme Haut, revitalisierend
  • Schwarzkümmel – Mischhaut, ausgleichend, belebend
  • Borretsch – trockene Haut, nährend, regenerierend
  • Calendula – empfindliche Haut, beruhigend, schützend
  • Aprikosenkern – für strahlende Haut
  • Lilie – teintausgleichend, schützend
  • Karotte – natürliche Bräune

Ich habe zwei Öle zum Test bekommen und kann eins davon allerwärmstens weiterempfehlen und zwar ausgerechnet eins, das ich freiwillig niemals genommen hätte: das Macadamiaöl für die Haare.

Mein erster Versuch war der Einsatz als Overnight-Kur, sprich: abends in die Haarspitzen und morgens herauswaschen. Ich fand mich todesmutig, den Versuch hatte ich schon mal mit Arganöl gestartet und das Zeug ging kaum aus den Haaren raus, es war ein Desaster. Das Macadamiaöl (zwei Tropfen reichen da übrigens) riecht lecker, lässt sich erstaunlich gut verteilen und verschwindet in den Haaren. Nach ein paar Minuten ist kaum noch etwas zu bemerken und fettige Kopfkissen gibt es auch nicht.

Demzufolge auch nicht viel zum Herauswaschen, aber die Haarspitzen fühlen sich deutlich besser an. Ich habe bisher nur Öle mit viel Silikon verwendet, die aber nur einen kurzzeitigen Effekt haben und nicht pflegen. Hier habe ich eher den Eindruck einer Haarkur ohne viel Aufwand.

Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, vor jeder Haarwäsche das Öl in die Spitzen zu geben und sie sind weniger trocken und strohig (Farbe und Glätteisen…) und lassen sich besser aufkämmen. Ganz erstaunlich.

Im Gesicht habe ich das Wildrosenöl ausprobiert, hm, ja, irgendwie nicht mein Ding. Ich konnte mich damit – im Gegensatz zum Origins-Öl – einfach nicht so richtig anfreunden.

Aber so schnell gebe ich natürlich nicht auf: auf der Testliste steht die Kombi aus dem Eau Extraordinaire Narzisse in Kombination mit dem Lilienöl. Kommt noch.

Ich habe überlegt, ob man jetzt wirklich noch ein Produkt braucht zur Ergänzung der Pflegeroutine. Nein, braucht man nicht – aber für mich hat gerade im Winter Öl einen wärmenden und verwöhnenden Charakter – tut Haut und Seele gut.

(Quelle Bildmaterial: Melvita, die Produkte wurden zur Verfügung gestellt)

10 Kommentare

  • Claudia O.

    Ich benutze zur Zeit von Pai-Skincare das Rosehip BioRegenerate Öl und meiner Haut tut es gut.Abends reinigen und dann nur das Öl und meine Haut ist zufrieden.:-)
    Von Melvita kann ich übrigens die Reinigungscreme aus der Apicosma-Serie empfehlen – riecht lecker nach Honig 😉
    LG

  • Ingo Noczynski

    Kannte ich bisher nicht. Aber Öle sind was schönes. Besonders Trockenöle.Durch die „Trockene-Öl-Formel“(Shiseido) ist das Öl sehr vielseitig einsetzbar: Es eignet sich hervorragend für die Pflege von Gesicht und Dekolleté, kann aber auch für die Hand- und Nagelpflege oder bei trockenen Haarspitzen verwendet werden!

  • Oh ich mag Melvita auch sehr gern. Eine tolle Firma. Kennst du den Selbstbräuner? Der ist sehr gut und man riecht auch nicht so seltsam.

  • ich bin ganz begeistert vom neuen Webauftritt von Melvita. Da sieht man, dass L’Occitane dahinter steckt. Toll! Ich habe mir dieses Jahr einige schöne Sachen von der anderen Submarke Le Couvent des Minimes aus Frankreich mitgebracht, u.a. Deo, eine tolle Handcreme und eine Pfefferminz-Lippenpflege. Wunderbar. Eines der Melvita-Öle werde ich mir für den Winter zulegen, denke mal Muskatrose. Ich hatte auch das Pai Roseship Öl. Es war gut, aber ich konnte es nur zusammen mit einem Serum benutzen. Öle liegen bei mir auch nach dem einsprühen oder dem Tonic irgendwie auf und reichen mir nicht für die Feuchtigkeit.
    @Tascha, welche Farbe ergibt denn der Selbstbräuner? Ist er für das Gesicht gut geeignet?

  • Macadamianussöl ist eines meiner liebsten Öle. Da versuche ich immer was von zu Hause zu haben. Nicht nur für die Haare ;-), auch im Salat super lecker.
    Ich habe mal gelesen, das Macadamianussöl mit das Öl ist, das aufgrund seiner Zusammensetzung am besten von der Haut aufgenommen wird und ich kann das bestätigen, wenn ich mich damit einschmiere, zieht es ruck zuck weg ohne fettigen Ölfilm und die Haut ist danach ganz weich.

    Worin ist denn der Vorteil des Blütenwassers? Könnte man vor dem Öl nicht auch das Thermalwasser von Avene nehmen? Das habe ich noch zu Hause und versuche es gerade aufzubrauchen, auch wenn die Blütenwasser sehr verlockend klingen.Allerdings versuche ich gerade meine Pflegebestänge etwas abzubauen, statt aufzubauen.
    Langt ja schon, wenn ich in der dekorativen Kosmetik Bestände habe, die ich bis zu meinem Lebensende nicht aufbrauchen kann.

  • @Nice
    Er ist nicht orangestichig. Ich nehm ihn fürs Gesicht. Er ergibt eine ganz dezente Bräune 🙂

  • Auch ich bin eine treue, aber stille Leserin und orientiere mich gerne an Euren Empfehlungen. L’occitane habe ich z.B. Durch dich kennen und lieben gelernt. Außerdem erkenne ich mich häufig bei den Themen rund um „working mum“ wieder. Weiter so!
    Herzlichst
    Kaja

  • Claudia O.

    @ Tereza
    Du kannst auch das Thermalwasser nehmen..hauptsache die Haut ist feucht damit das Öl einziehen kann.

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