Thierry Mugler Les Liqueurs de Parfums (Limitiert)

Thierry Mugler Angel Liqueur 2013

Eine berauschende Begegnung zwischen Haute Parfumerie und feinsten Spirituosen – wer soll da widerstehen? Ich habe laut „Angel“ gerufen und der Ruf wurde erhört. Ok, etwas weniger poetisch: es gibt auch dieses Jahr wieder eine limitierte Version der vier Mugler-Düfte und wie jedes Jahr ist das nicht irgendetwas wahlloses nach dem Motto „wir machen mal eine LE“, sondern eine durchdachte Sache.

Einige Auszüge aus dem Pressetext. Ich neige nicht dazu, diese seitenweise zu kopieren, aber das liest sich einfach süffig…

Seit der Lancierung von La Part des Anges Angel im Jahr 2007 gibt es jedes Jahr eine außergewöhnliche „Begegnung“. Dabei trifft das Know-how der Parfumeure auf das Fachwissen anderer Handwerksmeister. So kam es bereits zu Begegnungen der Haute Parfumerie mit der Welt edler Spirituosen (2007, La Part des Anges Angel und 2009, Les Liqueurs de Parfums), der Haute Cuisine (2011, Le Goût du Parfum) und dem Handwerk der Handschuhmacher und Lederparfumeure (2012, Les Parfums de Cuir). 2013 gibt es erneut eine Verbindung zwischen Haute Parfumerie und edlen Spirituosen, das Ergebnis: Les Liqueurs de Parfums und A*Men Pure Malt.

2007, Thierry Mugler greift das traditionelle Wissen der Cognac-Herstellung auf, wandelt es ab und experimentiert damit an seiner schönsten Kreation, am Extrait de Parfum Angel. Das Resultat ist ein originelles und innovatives Mazerationsverfahren im Holzfass, das in der Welt der Parfums einzigartig ist, und das Thierry Mugler patentieren lässt. Es entstand Angel, La Part des Anges.

2009 stellt die Marke sich einer weiteren Herausforderung! Sie experimentiert erneut mit der geheimnisvollen Alchemie zwischen Parfums und feinen Spirituosen. Dieses Mal lässt sie ihre drei Kreationen Angel, Alien und A*Men in Holzfässern mazerieren. Die erste, limitierte Kollektion Les Liqueurs de Parfum entsteht, für die die Kellermeister als absolute Experten bei der Veredlung von Weinen und Likören ihr Wissen mit den Parfumeuren teilen.

2013 lanciert Thierry Mugler die neue Kollektion Les Liqueurs de Parfums: Angel, Alien, Womanity und A*Men reifen wie zuvor im Holzfass. Doch dieses Mal wurde getoastetes bzw. gefeuertes Holz verwendet. Durch dieses innovative Herstellungsverfahren werden „Les Liqueurs de Parfums“ um neue Aromen bereichert und zu einem überraschenden olfaktorischen Erlebnis.

Les Liqueurs de Parfum sind das Ergebnis einer langen – exakt sechs Wochen andauernden – und sorgfältig überwachten Begegnung zwischen dem Eau de Parfum bzw. Eau de Toilette und dem, abhängig von den gewünschten Facetten des Duftes, edlen wie kostbaren Kirschbaum- bzw. Eichenholz.

Die originalen Parfumkreationen sollten mit süßeren und runderen Noten ergänzt werden. Aus diesem Grund entschied sich Thierry Mugler für Fässer aus „getoastetem“ Holz. Zunächst wurden die Fässer gemeinsam mit dem führenden Fassbindeunternehmen und -experten Seguin Moreau ausgewählt. Und im nächsten Schritt wurde das Fass in Burgunder Toastingtradition nach einem genauen Protokoll erhitzt. Dadurch verleiht es den Düften verstärkt likörartige und rauchige Akkorde sowie Noten von kandierten Früchten.

Schon zu Beginn des Projektes, bei der Auswahl der Holzqualität, um den angestrebten Noten und dem Charakter des Duftes zu entsprechen, erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit Seguin Moreau. Das Fassbinderhaus besitzt die besten Referenzen: Die größten Weinhäuser der Welt arbeiten mit ihm zusammen. Eine zwei jahrhundertealte Tradition und ein international anerkanntes Know-how haben die Firma zu einem historischen Wegbereiter für das Verständnis der Wechselwirkung zwischen Wein und Holz gemacht.

Thierry Mugler Les Liqueurs de Parfums:

  • Angel Liqueur de Parfum 2013, Eau de Parfum, 35 ml (69,50 Euro)
  • Alien Liqueur de Parfum 2013, Eau de Parfum, 30 ml (69,50 Euro)
  • Womanity Liqueur de Parfum 2013, Eau de Parfum, 50 ml (69 Euro)
  • A*Men Pure Malt, Eau de Toilette, 100 ml (71 Euro)

Mein Lieblingsduft von Mugler ist Angel (1992). Ich mag die Mischung aus süß und Patchouli und auch dieses „ein bisschen zu viel“, es ist auch nach 21 Jahren einfach ein toller und unverwechselbarer Duft. Zur limitierten Edition sagt Pierre Aulas, Olfaktorischer Direktor:

„Bei der Entwicklung von Angel Liqueur de Parfum 2013 haben wir uns auf die traditionellen Herstellungsverfahren für erlesene Cognacs besonnen. Durch sechswöchige Mazeration in einem getoasteten Kirschbaumfass wird dieser betörenden Edition von Angel eine ungeahnte Opulenz verliehen. Akzentuiert durch überraschend rauchige Facetten, entfaltet Angel seine Gourmandnoten von kandierten Früchten gepaart mit subtilen Honig- und Amberakkorden in einer überwältigenden Sinnlichkeit.“

Nach all diesen sorgfältig ausgearbeiteten Statements fällt mir der Review nicht leicht. Aber fangen wir mal mit dem Flakon an, der ist nämlich nicht mehr einfach blau, sondern mit einer durchscheinenden Goldschicht überzogen und sieht ausgesprochen gut aus.

Der Duft selbst ist unverkennbar Angel, aber weniger süß und „runder“ mit herben/holzigen Aromen und auch ein bisschen dunkle Schokolade.

Ich habe die Düfte jeweils auf eine Hand gesprüht und meinen Mann befragt. Der meinte, Angel wäre ja VIEL zu süß und geht gar nicht, die limitierte Variante fand er deutlich besser, weil herber. Er hatte natürlich auch den Overkill mit einer ordentlichen Portion auf dem Handrücken, aber die Beobachtung trifft es schon.

Ich habe im Netz diverse Kommentare gelesen, dass die beiden genau gleich riechen. Finde ich nicht, sehr ähnlich, keine Frage, aber deutlich weniger süß, vor allem nach einiger Zeit.

Ich mag es.

(Quelle Bildmaterial: Clarins / Thierry Mugler, das Produkt wurde zur Verfügung gestellt)

3 Kommentare

  • Patchouli sollte bei mir auch im Parfum sein. Angel hatte ich in den 90ern ziemlich lange und zahlreiche Flaschen geleert. Also auf zum Test von Angel Liqueur.

  • Nach dem Pressetext dachte ich glatt, man solle das Zeug trinken 😉
    Der Herr Mugler macht ausnehmend kreative und hübsche Flakons, aber seine Düfte sind so überhaupt nicht mein Geschmack. Zu süß, zu viel. Ich probiere das neue trotzdem mal, der Versuch kann nie schaden und mit deiner Beschreibung als herbere Note und dem ganzen Weinfass – Drumherum haben du und die Pressetexter meine Neugier geweckt.

  • aber nicht zu dolle verlieben… wie gesagt: limitiert!

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