La Roche-Posay Redermic[R] Anti-Age-Serum und Redermic [C] Anti-Falten-Pflege

La Roche-Posay Redermic Anti-Age Serum Anti-Falten-Pflege

Kürzlich landete eine Pressemitteilung von La Roche-Posay bei mir und ich war mehr als testwillig: „Und es geht doch: Anti-Aging für empfindliche Haut! Mimosen werden schneller alt! Als wären Frauen mit einer Haut, die zickig wie eine Diva reagiert und überreagiert, nicht schon genug geplagt, jetzt auch noch diese Erkenntnis der Wissenschaft: Empfindliche Haut altert schneller. Und Retinol – eigentlich Vitamin A1 und „Wunderwaffe“ der klassischen Anti-Aging Kosmetik – wird von empfindlicher Haut einfach nicht vertragen. Zum Glück für Frauen mit empfindlicher Haut gilt für Forscher der Grundsatz „geht nicht gibt’s nicht“.“

Ich fühlte mich verstanden, denn der Text ging so weiter (ungekürzt, da ich es sehr informativ fand):

Fast jede zweite Frau, so das Ergebnis einer im British Journal of Dermatology veröffentlichten Studie, klagt über empfindliche Haut, die zu Trockenheit neigt und schnell gereizt reagiert – mit Rötungen, Spannungen, Kribbeln, Jucken. Tendenz weiter steigend.

Die Ursache ist eine Beeinträchtigung der schützenden Hautbarriere. Während bei einer Haut im gesunden Zustand die Schuppen der obersten Hautschicht lückenlos nebeneinander liegen, weist die oberste Schicht einer empfindlichen Haut winzige Lücken zwischen den Zellen auf. Unter dem Mikroskop betrachtet wirken die Hautschuppen wie durcheinander gewirbelt. Durch diese Lücken kann zum einen vermehrt Feuchtigkeit entweichen, zum anderen können Schadstoffe tiefer in die Haut eindringen und dort chronische Mikro-Entzündungen hervorrufen, die wiederum das für die Hautelastizität so wichtige Kollagen angreifen.

Diese die Hautbarriere beeinträchtigenden Entzündungsreaktionen können unter anderem auch durch hautreizende Produkte ausgelöst werden. Zu diesen „reizenden“ Inhaltsstoffen gehört unter anderem auch Retinol. Die große Stärke dieses Wirkstoffs: Im Körper baut es sich zu Vitamin-A- Säure (Tretinoin) um. Selbst in geringer Konzentration (in Deutschland darf in Kosmetikprodukten nur eine Höchstkonzentration von 0,3 Prozent eingesetzt werden, in den USA sind bis zu ein Prozent erlaubt) bekämpft Retinol die Kollagen-schädigenden Stress-Enzyme in der Haut und regt zugleich die Kollagen-Neubildung an. Die größte Schwäche dieses als „Goldstandard“ im Anti- Aging anerkannten Wirkstoffs: Er wird von empfindlicher Haut einfach nicht vertragen.

Die Anti-Aging Lösung für empfindliche Haut: das verzögerte Freisetzen von Retinol in der Haut.

Dadurch, dass nicht der gesamte Wirkstoff auf einmal ausgeschüttet wird, bleibt die Retinol-Konzentration unter der Reizschwelle der empfindlichen Haut. Während Retinol normalerweise von der Haut innerhalb von vier Stunden komplett aufgenommen wird, erstreckt sich der Zeitraum hier auf 12 bis 16 Stunden. Im Zentrum der Redermic Anti-Aging-Linie für empfindliche Haut steht das Intensiv Korrigierende Anti-Aging Serum Redermic R mit 0,1% purem Retinol und 0,2% Retinol L.P. (Liberation Progressive). Damit erreicht das Serum die höchste zugelassene kosmetische Konzentration an Retinol und wahrt zugleich die besonderen Bedürfnisse empfindlicher Haut.

Nach weiterem Studium des Pressematerials fand ich die Kombi aus diesem Serum (30 ml kosten knapp 34 Euro) und der passenden Nachtcreme Redermic [C] Anti-Falten-Pflege (40 ml kosten knapp 28 Euro) einfach ideal – und bezahlbar. Die Anti-Falten-Pflege enthält neben 5% Vitamin C auch Hyaluronsäure zum Aufpolstern und Mannose, ein Zucker, der ebenfalls feuchtigkeitsbindend wirkt. Mit anderen Worten: mit den zwei Produkten hat man die Bereiche Zellkommunikation bzw. mehr Kollagen (Retinol), Antioxidantien (Vitamin C) und Feuchtigkeitspflege prima abgedeckt.

Und nun kommt eine Premiere, ich empfehle Euch nämlich Produkte, die ich nicht vertragen habe. Um genau zu sein: grundsätzlich habe ich sie schon vertragen, nur die Pickel haben etwas gestört.

Die Redermic-Sachen sind einfach gut, die Dosierung des Retinols stimmt, die Texturen sind angenehm und die Verpackung ist auch hervorragend, es sind nämlich Aluminiumtuben. Wenn man etwas herausdrückt, bleibt die Tube wie sie ist und es kommt keine Luft herein – das zweitbeste nach einem Pumpspender.

Wo ist dann mein Problem? Ganz einfach, beim Serum steht an zweiter Stelle der INCIs Isostearyl Neopentanoate, bei der Creme an 3. Stelle Isocetyl Stearate. Hätte ich mal vorher die Packung studiert… hätte ich die Pickelchen prognostizieren können, denn von beiden Inhaltsstoffen bekomme ich IMMER Pickel. Wie auch noch von diversen anderen (Link).

Leider. Es wäre so schön gewesen. Ich teste jetzt mal an Hals und Dekolleté, da bin ich deutlich unempfindlicher.

Aber: meine Unverträglichkeiten sollen Euch nicht von guten Produkten abhalten – aber bitte vorher mit einer Probe testen. Die Liste meiner unverträglichen Stoffen ist nicht vom Himmel gefallen, sondern basiert im wesentlichen auf den zu vermeidenden Stoffen bei empfindlicher Haut von Leslie Baumann (Quelle: das absolut empfehlenswerte Buch Skin Type Solutions). D.h. ich bin nicht die Einzige auf der Welt, die davon Pickel bekommt – und ich finde schon, dass ausgerechnet eine Marke, die sich auf Pflege für empfindliche Haut spezialisiert hat, derlei auch bei den Produktformulierungen berücksichtigen sollte. Es geht ja bei vielen anderen Produkten von La Roche-Posay auch.

(Quelle Bildmaterial: La Roche-Posay, die Produkte wurden zur Verfügung gestellt)

10 Kommentare

  • wie schnell haben sich denn die pickel eingestellt?
    ich verwende das retinol-serum jetzt seit zehn tagen grundsätzlich ohne probleme und die haut ist z.zt. etwas unruhig/krusselige pickelvorstufen – kann aber auch hormonell bedingt sein.
    durch deinen bericht bin ich da jetzt hellhörig geworden!

  • Hallo Birgit,

    ich habe von dem Serum zwar keine direkten Pickel, aber Unterlagerungen bekommen – nehme es jetzt seit gut zwei Wochen und die ersten Hubbel traten nach der ersten Woche auf (Kinnbereich, unterhalb der Nasenflügel und an der Stirn). Ich verwende es trotzdem weiter und schaue, ob diese sich wieder zurückbilden.

  • bei mir geht das total schnell – ein Tag, maximal zwei.

    Das Unruhige kann vom Retinol sein. Grundsätzlich denke ich aber, dass die Haut mit einer Creme schöner werden sollte und zwar nicht erst in drei Monaten. Diese Erstverschlimmerung halte ich auch für Unsinn. Wenn ich so etwas habe, kommt die Creme sofort weg.

    @Kathrin: schau mal, aber normal ist das meiner Meinung nach nicht

  • @ Irit: also unsinn ist ja quatsch! die effekte der erstverschlimmerung sind ja zum beispiel die hauptursache für frühzeitige behandlungsabbrüche bei aha produkten! es ist nun mal so, dass unter der haut schon so einige „gemeinheiten“ warten. die kommen dann einfach schneller und ungehinderter durch und zeigen sich für einige zeit. danach ist dann aber auch ruhe! das hat mir vor langer zeit die damalige schulungsleiterin von clinique-deutschland erklärt. clinique hatte damals auch mit diesen vorurteilen zu kämpfen, als die turnaround pflege ganz neu auf den deutschen markt kam. was gabs da für ein geschrei, vielleicht können sich noch einige erinnern? und bei retinol kann man nun mal nicht in einer woche auf glatte haut hoffen, bei den in deutschland erlaubten mengen erst recht nicht!
    liebe grüße!

  • naja, ich denke, man muss das differenziert sehen. Habe ich eh ein hubbeliges Hautprofil und die Dinger kommen dann zum Vorschein: völlig in Ordnung. Habe ich eine eher glatte Haut und ich bekomme Pickel: weg damit. Obwohl, wenn ich es recht bedenke: Entzündungen dürfen da eigentlich auch nicht auftreten, gegen die wirkt zumindest BHA.

    Natürlich wirkt Retinol nicht in einer Woche, aber wenn meine Haut nach einer Woche völlig daneben aussieht, ist es einfach nicht das richtige Produkt. Mir ging es auch weniger um die Falten als um Pickel bzgl. Unverträglichkeit.

  • Also ich benutze jetzt seit gut zehn Tagen das Redermic [C] für trockene Haut und darunter das Derm AOX-Serum, ebenfalls von La Roche-Posay. Beides vertrage ich sehr gut und meine Haut ist wunderbar gepflegt und gut versorgt. Kann ich nur empfehlen. Meine Haut ist manchmal auch „zickig“, aber hier überhaupt nicht. Tolle Produkte.

    • ah, das finde ich klasse. Ich fand die nämlich auch ganz prima, aber diese Isocetyl… geht bei mir überhaupt nicht. Lag ich also mit meiner Empfehlung richtig.

  • Bei mir hat es leider nicht geklappt mit der Redermic R – vermutlich liegt es an eben diesem Inhaltsstoff. Als Alternative nehme ich nun seit ein paar Tagen Paulas Skin Recovery Serum mit Retinol – da ist vermutlich der Retinolgehalt nicht so hoch wie in der Redermic, aber als Ausgangsbasis zum Gewöhnen der Haut an Retinol ist sie prima. Da Pflanzenöle enthalten sind, war ich mir nicht sicher, ob diese zu weiteren Unreinheiten führen – ist aber bislang nicht so. Vielleicht wage ich mich dann in einiger Zeit an das „richtige“ Retinol-Serum von Paula, oder auch an die Eluage-Serie, die mir der Konsumkaiser als Alternative genannt hat 🙂

  • Hi,
    bei mir hat die Creme, nachdem ich sie zu dick aufgetragen hatte, eine rote, brennende Haut verursacht. Ich brauchte 2 Tage um meine normale Haut wieder herzustellen. Noch dazu habe ich sie im Augenbereich verwendet (was man nicht tun sollte) und auch hier war ich rot und es brannte.

    Ich werde die Creme nicht mehr verwenden und entsorgen.

  • Und ich frage mich seit Wochen, warum ich plötzlich Pickel bekomme! Die Redermic R hatte ich als Grund eigentlich ausgeschlossen, weil ich dachte, dass Retinol eher austrocknet. Dass ja auch ein ANDERER Bestandteil des Serums verantwortlich sein könnte, hatte ich gar nicht bedacht. Aber nun: Seit einer Woche Redermic R abgesetzt, seitdem keine neuen Pickel mehr.
    Vielen Dank für den Beitrag, dann muss ich zukünftig auf diesen Inhaltsstoff wohl auch achten!

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