Kekse im Advent, alle Jahre wieder schön, oder

es gibt Dinge, die mir nie langweilig werden. Wie ich letztes Jahr ja unter Angabe von Rezepten hier mitgeteilt habe, backe ich geradezu exzessiv, jedenfalls vor dem ersten Advent.

Sonst habe ich ja nicht mehr soviele Kinder zu Hause, die ständig nach Süßem fragen, so dass der obligatorische Rührkuchen, der hier früher permanent auf dem Küchentresen stand, mittlerweile verschwunden ist. Mein Mann und ich können und wollen nicht soviel Kuchen essen. Aber zum Advent müssen, eherne Regel, acht Sorten Plätzchen her, wie man die Kekse bei uns zu Hause nennt. Dazu gehören die Klassiker Nussbrötel (fragt nicht, es ist etwas, woran man sich die Zähne ausbeißen kann, aber alte Familientradition und daher unabdingbar), Vanille-Kipferl, Ministollen, Florentiner und scharfe Mandelsplitter sowie die Schokomürbespritzkekse.

Zwei sind variabel und es wird jedes Jahr abgestimmt, ob sie bleiben dürfen oder nicht. Dieses Jahr habe ich einen neuen Honigkuchen ausprobiert, aus einem der letzten Brigitte-Sonderhefte, der hat mir schon ganz gut gefallen. Allerdings habe ich den Teil des Rezeptes, wonach der Teig zwei Wochen im Kühlschrank ruhen sollte, nicht befolgt, hallo, der Teig enthält Eier, das ist ja irgendwie eklig. Aber auch so macht er auf den ersten Test einen guten Job, würzig und locker. Das zweite sind aus der aktuellen Brigitte-Edition 2013 kleine Kugeln aus einem enorm krümeligen und kaum zu verarbeitenden Teig gefüllt mit jeweils einer Amarenakirsche. Kitzlige Angelegenheit, Teigkrümel um eine naturgemäß trotz Abtropfen nasse Kirsche zu frickeln, aber es lohnt sich. Die Dinger sehen aus wie Pralinen und schmecken auch so, der Hammer!

Ich bin gespannt, wie die Familie abstimmt. Jedenfalls liebe ich es, zwei Tage in der Küche zu wirbeln und liebevoll tolle Kekse herzustellen. Als mich mal ein Zuschauer fragte, ob ich tatsächliche jedes Vanillekipferl drei Mal in die Hand nähme, einmal beim Formen, dann beim Wenden im Zucker und schließlich beim Wegpacken, konnte er es nicht glauben. Ich ja, denn schließlich wird auch jedes Kipferl von einem geliebten Menschen gegessen, anderen biete ich meine Plätzchen nicht an.

10 Kommentare

  • Karamellbäume – auch aus einem der Brigitte Hefte – sind bei uns der Renner. Und sehen einfach klasse aus! Mit Puderzucker verschneite Tannenbäume …

  • Honeypearl

    Es gibt nichts über selbstgebackene Kekse! Bis heute erinnere ich mich voller Liebe an meine Oma zurück, mit der ich in meiner Kindheit (und auch als älterer Teenie) immer Spritzgebäck mit dem Fleischwolf gezaubert habe. Ich backe auch selbst, aber nur zwei bis drei Sorten. Meine Schwiegermutter ist eine begnadete Bäckerin ( Apfelstrudel, Nussecken etc.) und verwöhnt uns immer sehr. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, ist es für mich das Schönste im Advent – ich liebe es auch selbstgebackene Kekse als Mitbringesl zu bekommen….

  • kennst du Pistazien-limetten-cookies? habe ich letztes jahr gebacken, weil sie bei einer freundin schon toll waren. mein geheimtipp, nun nicht mehr.
    es grüßt aus der küche – sabeene

  • Seit wann und wo werden Weihnachtsplätzchen denn Kekse genannt ?
    Ich backe auch, am liebsten Ausstechplätzchen. Da habe ich verschiedene Tierformen und am meisten macht mir das anschließende Verzieren mit Schokolade- oder farbigem Guß Spaß. Ich male ja gern…
    Letztes Jahr hatte ich eine ganze Schuhkollektion – Stiefel mit (Schoko-)umschlag, Boots und Pumps mit bunten Absätzen und Kappen, die haben für viel Vergnügen bei den lieben Beschenkten gesorgt. Denn da halte ich es mit Janne: die Arbeit mache ich mir nur für mich und liebe Leute.

  • vielen dank für eure Anregungen – irgendwie habe ich kein festes plätzchen-repartoure und freue mich über eure Empfehlungen!

  • Die Familie mag am liebsten klassische Mürbeteigplätzchen mit ordentlich Salz und Butter, schön knusprig gebacken und dann verziert mit Guss, aber eigentlich essen sie alle am liebsten einfach so. Ich mische geriebene Haselnüsse und Mehl, damit sie extra knusprig werden. Alles andere variiert, mal Lebkuchen, mal Vanillekipferl, mal Schokoplätzchen. Aber die ganz einfachen Mürbeteigplätzchen sind immer als erstes weg 🙂

  • Liebe Irit, liebe Janne, liebe Fabforties-Fans,
    euch allen einen wunderschönen Advent! Bei uns liegt keine Fitzelchen Schnee, aber wir waren gestern auf der Pappenheimer Burgweihnacht, und die hat uns schon sehr in adventliche Stimmung versetzt. Ein köstlicher Eierlikörpunsch und die herzhaften Fränkischen Bratwürste dazu die Fackeln, die die Burg erleuchteten halfen da auch ein bisschen.
    Liebe Grüße
    Ava

  • Acht Sorten backst Du? Whow! Nee, so viel schaffe ich nicht…Ich werde dieses Jahr wohl 3-4 Sorten backen, aber auf jeden Fall die Mini-Stollen, von denen Du mir letztes Jahr das Rezept gemailt hast! Ansonsten bin ich auch Sammlerin der Brigitte-Plätzchen-Hefte und werde mal schauen, was mich dieses Jahr am meisten reizt. Bisher habe ich den Hintern leider noch nicht hoch bekommen, da ich mich immer noch mit einer fetten Erkältung rumplage. Aber Mitte der Woche geht’s dann hoffentlich bei mir auch los.
    Einen schönen 1. Advent allerseits und liebe Grüße 🙂
    Juliane

  • Wir haben heute auch gebacken! Fünf kleine Mädchen zwischen 8 und 10 und zwei große über 40. Wie jedes Jahr sehr lustig, ich frage mich nur, warum die Kleinen nach zwei Sorten den Abflug machen und wir dann zu zweit in der Küche stehen… sind nur drei Sorten geworden, nächsten Samstag gibt es noch 1-2 und dann ist es auch gut

  • Ein adventlicher Gruß von einer stillen, aber sehr treuen Leserin. Ihr habt mir das ganze Jahr verschönt – vielen Dank dafür.

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