Ist das nicht wieder ein wunderbares Thema?

Nachdem ich gerade angefangen hatte, das männliche Personal der römisch-katholischen Kirche (geändert!) nicht mehr in Bausch und Bogen für verquere Spinner zu halten (um genau zu sein finde ich den neuen Papst recht cool), ja, da sind sie wieder da. Herr Tebartz-van Elst. 

Ich möchte jetzt hier nicht auf die geschmacklosen Einzelheiten wie der 1.Klasse-Flug in indische SlumS eingehen, sondern mal wieder meine ganz persönliche Meinung kund tun.

Als ich den Herren das erste Mal auf einem Photo bei Spiegel online sah, dachte ich spontan: was für ne fiese Möpp. Für die Nicht-Rheinländer: ein fieser Möpp ist ein Widerling oder Charakterschwein. Ich weiß, das ist jetzt oberflächlich. Aber wenn ich so einen Typen sehe, denke ich an so ziemlich alles außer „gütiger Hirte“. Sondern eben „fieser Möpp“.

Für mich sieht der genau aus wie einer, der Wasser predigt und Wein trinkt. Eine Privatwohnung für knapp 3 Mio, den eigenen Vermögensverwaltungsrat mal kurz im Unklaren gelassen (wobei ich mich schon frage, wie das geht… mach aus 1 Mio (!) mal eben 31 und keiner merkt’s – das ist schon eine Leistung) und dann dieser merkwürdige identische Wohnung, die unter dem Bischofssitz nochmal in den Fels gefräst wurde. Mir kommen da automatisch solche Verlies-Assoziationen.. fragt sich nur, was man da im Verlies so treibt, äh, macht.

Ist das nicht wieder schön? Wie schaffen die Jungs es nur immer wieder, so richtig kopfüber in die Friteuse zu springen? Vielleicht hat er auch nur gedacht: was der Meissner mit Vergewaltigungsopfern kann, das kann ich toppen.

8 Kommentare

  • Steffani Freund

    Wir haben das Glück ! direkt gegenüber einer katholischen Kirche zu wohnen. Mir ist noch nie soviel Rücksichtslosigkeit , Verlogenheit und Profitgier begegnet. Das Alles ummantelt vom Getue der Nächstenliebe.
    Es ist widerlich !

  • Steffani Freund

    Ach , Arroganz fehlt noch bei der Beschreibung !

  • Hallo, Irit,
    ich bin eifrige Leserin eures Blogs, weil ihr das wirklich richtig gut macht und euch von anderen abhebt. Aber ich muss sagen, über deine Ausrucksweise in deinem heutigen Kommentar habe ich mich wirklich gewundert. Verallgemeinernd die Katholiken als ‚verquere Spinner‘ zu bezeichnen – da bleibt mir, um es mal salopp zu sagen, echt die Luft weg. Ich finde, du hast dich da in deiner Wortwahl ziemlich vergriffen. Deine Verallgemeinerung stellt in meinen Augen eine Beleidigung der Katholiken, zu denen ich im übrigen auch gehöre, und ihres Glaubens dar und ist in meinen Augen in keiner Weise gerechtfertigt. Das ist meine ganz persönliche Meinung.

  • Da hast du einen Punkt – ist tatsächlich verallgemeinernd. Gemeint waren auch weniger die Mitglieder der Kirche als das Personal der Kirche. Und da ganz konkret alles, was einen schwarzen Kragen trägt. Da mag es gute Leute geben – ich habe allerdings noch niemanden aus der Kategorie persönlich kennen gelernt. Ich betrachte derlei Männerorganisationen mit tiefem Misstrauen. Die Auswüchse in Form von Kindermissbrauch, diverse Skandale aufgrund Engstirnigkeit usw sind ja bekannt.
    Hinzu kommt der Punkt, dass ich nicht verstehen kann, dass erwachsene Menschen das Dogma der jungfräulichen Geburt ernsthaft vertreten. Oder glauben, dass jemand von den Toten wiederauferstanden ist. Und und und. Was soll ich sagen, ist halt so.

  • Danke Irit für deinen Kommentar von 18:17.

  • gerne – Monika hat ja recht

  • Die größte private Immobiliengesellschaft ist gierig wie eh und je. Der enorme Reichtum kam ja nie von irgendwo. Der Besitz der Kirche: Anteile an Industrieunternehmen, eigene Banken dank Zehnt, Ablasshandel und Auspressen des Volks, Förderung der Sklaverei… Da ist so ein Kabüffchen für xx Millionen eines Degenerierten nur die Spitze des Eisbergs. Woran glauben diese Typen? Haben die eigentlich keine Angst vorm Fegefeuer? Sah ja schon Luther so.

  • Liebe Irit,
    zum Dogma der jungfräulichen Geburt
    Ich habe (vor Jahren) eine Dissertation zu Christa Wolfs „Medea“ gelesen, die sich mit dem Thema „Mythos“ beschäftigt. Die Autorin belegte mit zahlreichen Beispielen, dass die Geburt durch eine Jungfrau, das heißt durch den Samen eines Gottes, nicht eines Menschen, häufiges Attribut eines Herrschers war. Der Herrscher erhielt dadurch den Status eines „Gottmenschen“. (Das bezieht sich auf den alten Orient und die greichisch-römische Antike.)
    Ich bin sicher, dass Theologen das (und vieles mehr) wissen. Dem einfachen Volk aber wird zugemutet, allerlei Absurditäten zu glauben.

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