Ein neues Buch von Milena Moser, das musste sein, oder

kennt ihr das auch? Bei manchen Autoren schaue ich nicht mal auf der Rückseite nach, worum es geht, ich muss sie einfach lesen. Dazu gehört T. C. Boyle, der übrigens sein neues Buch schon fertig hat, dazu gehört Ian McEwan, und dazu gehört unter anderen auch Milena Moser mit „Das wahre Leben“.

Und der Titel passt ganz gut, es geht um das Leben. Das bisschen Leben, das bleibt, wenn eine Yogalehrerin MS bekommt. Oder wenn eine reiche Erbin einen Mann heiratet, der sie weder liebt noch will. Oder wenn Teenagermädchen mit ihren Problemen alleine gelassen werden, und das nicht mal nur von den unterprivilegierten bildungsfernen Schichten, sondern auch und gerade in der Wohlstandsverwahrlosung. Das alles passiert in einer Schweizer Mustersiedlung mit Musterprogramm zur musterhaften Entwicklung. Moser erzählt es mit Liebe, aber auch mit gnadenlosem Durchblick. Und ohne Scheu vor den großen Gefühlen und ohne vor dem Wunder der Liebe zurückzuschrecken.

Ich habe mich sehr gut amüsiert und hoffe, ihr werdet das auch tun!

 

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