Gesichtspflege – geänderte Routine Teil 1 (allgemeines)

Ich bin ein bekennender Pflegefreak und immer auf der Suche nach dem neuen, noch besseren, noch tolleren Konzept. Und natürlich nach neuen Produkten. Wie schön, wenn beides zusammenfällt und man ganz neue Dinge für sich entdecken kann. Also zunächst mal meine Adaption und allgemeine Erfahrungen, die nächsten drei Tage gibt es viele, viele konkrete Produkte und Tipps dazu.

Nach dem gestrigen Artikel über das Pflegekonzept à la Hirons in einer kurzen Zusammenfassung kommen heute meine ersten Erfahrungen damit bzw. was ich in der Zwischenzeit daraus gemacht habe. Erste Erfahrungen mit Absicht, da ich immer noch herum probiere, in Frankreich die Parapharmacie leergekauft habe und mit Herzenslust teste. Das macht mir derzeit richtig Spaß und ich nehme mir einfach die Freiheit, Produkte nicht systematisch ein bis drei Wochen zu testen, sondern es geht bunt durch den Garten. Man merkt: die Urlaubsstimmung hält an! 

Als erstes habe ich natürlich die Reinigung überdacht, zum ersten Mal in meinem Leben Balms getestet und auch darüber nachgedacht (und im Internet geforscht), ob schäumende Reinigungen denn wirklich so schlecht sind. Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, das sie es nicht sind. Ich benutze sie mehr oder minder mein Leben lang, kann nicht über Hautprobleme klagen und Pickel habe ich auch nicht. Außerdem ist in dem von CH empfohlenen Cetaphil auch ein Detergens enthalten, von daher bin ich meiner üblichen Devise gefolgt, habe ausprobiert und behalten, was mir gut tut.

Das gilt auch für die exfolierenden Toner. Ich kann sie nicht jeden Morgen und Abend benutzen, meine Haut spielt nach zwei Tagen verrückt mit Rötungen und sehr unruhigem Aussehen. Im Augenbereich kann ich sie auch nicht benutzen, das gibt wunde Stellen. Vermutlich ist meine Haut deutlich empfindlicher als die von Caroline Hirons. Aber ich benutze sie jetzt wieder abends – Mehrzahl, mein Toner aus der Clear-Serie von Paula’s Choice mit 2% BHA hat Zuwachs bekommen und zwar von Clarins.

Ansonsten würde ich – zumindest bei empfindlicher Haut – auch von Tonern abraten, die auf der Haut prickeln. Das kann nicht gut sein. Mag ja sein, dass die Haut ans arbeiten kommt, aber meine mag diese Art von Arbeit nicht.

Richtig gut gefällt mir die Anwendung von mehreren Tonern, ich benutze mittlerweile ein ganzes Arsenal von Tonern (mehr zu den Tonern gibt es übermorgen), alle feuchtigkeitsspendend und teilweise noch mit einem Zusatznutzen wie Antioxidantien.

Auch bei den Seren schöpfe ich derzeit aus dem Vollen, da stehen diverse Flaschen und ich benutze sie so, wie ich gerade mag oder meine, dass meine Haut es braucht. Gerne auch zwei nacheinander oder vermischt. Das ist der Schritt, den ich am liebsten mag. Nach sechs Wochen kann ich auch sagen, dass meine Haut die Variante gerne mag. Da ich mit bereits erprobten Produkten angefangen habe, kann man auch prima den Test von neuen Produkten einbauen. Drei Tage benutzen und die Haut muss mind. genauso gut aussehen wie vorher.

Bei der Feuchtigkeitscreme bin ich puristisch geblieben – morgens DDML+ von Clinique, abends Embryolisse Lait-Creme Concentré.

Auch beim Sonnenschutz hat sich nicht viel geändert. Ich mag nach wie vor gerne meinen Koreaner, Korres Red Grape oder der Primer Protect von Laura Mercier. L’Occitane und Sisley sind leider zwischenzeitlich leer. Dermalogica haben sich meine Töchter geschnappt, die Kleine hat empfindliche Haut und benutzt den aus der Ultra Calming Serie, die Große den aus der MediBac-Reihe. Ich brauche die jetzt mal alle in Ruhe auf und dann mal sehen, was als nächstes kommt.

Soweit der Überblick über die deutlich umfangreicher gewordene Routine.

15 Kommentare

  • Morgens verwende ich auch zwei Seren übereinander. Erst kommt immer mein aktuelles Lieblings-Serum und dann von Skinceuticals das B5 Hydrading Gel. Das ist auch von Skinceuticals so vorgesehen. Danach meine Gesichtspflege.
    Ich verwende am Abend ein Reinigung-Produkt und bin sicher es entfernt alles perfekt. Ich arbeite nicht auf dem Bau und habe auch keine drei Schichten Make-Up zu entfernen. Morgens nehme ich nicht mal ein Reinigungschaum, Gel, Lotion oder was auch immer. Ich wasche meine Gesicht mit klarem Wasser und nach Toner kommen meinen Pflegeprodukte. Mein Hautarzt hat mir empfohlen so wenige Reinigungs-Produkte wie möglich zu verwenden und morgens wäre nicht mal eins nötig.

  • Hm, sei mir nicht böse, aber du schreibst häufiger mal über trockene, schuppige Stellen in deinem Gesicht. Allein deswegen würde es sich vielleicht lohnen, mal länger auf schäumende Reinigungen zu verzichten. Sie sind vielleicht nicht der Grund, aber hilfreich sind sie bei der Beseitigung auch nicht.
    Bei den exfolierenden Tonern bin ich ganz deiner Meinung. Darauf reagiere ich auch schnell mit Rötungen und kann sie deshalb nur reduzierter benutzen als von CH empfohlen.

  • Die Mild Clarifying Lotion von Clinique ist das Produkt, das bei mir den deutlichsten Unterschied macht. Ich verwende sie nur abends, meine Rosazea-Haut verträgt sie erstaunlicherweise.

  • mein ultimativer tip für die reinigung ist die ultraschall-bürste clarisonic mia 2:
    reinigt wirklich wahnsinnig gründlich, die haut fühlt sich ganz weich an, seren können viel besser (60%) tiefer eindringen, unreinheiten werden weniger, eingewachsene barthaare sollen auch der vergangenheit angehören….
    witzigerweise ist mein mann größter fan diese kleinen gerätes und verkündet, er hätte noch so so eine gute haut gehabt.
    als reinigung nehmen wir dazu den schaum von l´occitane, anderes geht aber auch, ist bei dieser reinigung eher „medium“ um die borsten besser gleiten zu lassen.
    das ding ist mit 150€ nicht ganz billig, aber JEDEN cent wert.
    wer hat ähnliche erfahrungen gemacht?

  • Bei 2 Seren oder noch mehr Produkte übereinander hätte ich Bedenken, dass alles zu viel wird und mein Gesicht nur noch speckig glänzt (was es sowieso gern und besonders bei den vergangenen Temperaturen tut). Immerhin kommen ja auch noch die Feuchtigkeitscreme und etwas Make up darauf.
    Bei Reinigung und Toner halte ich es wie Cla, abends gründlich, morgens nichts. Meiner Meinung nach kann weniger auch manchmal mehr sein – sofern das Ergebnis stimmt. Und momentan scheint meine Haut mit den Zuwendungen zufrieden zu sein, deshalb ändere ich nur sehr vorsichtig etwas an der Routine. Was ich aber immer gern mache, ist der beständioge Wechsel zwischen den einzelnen Produkten. Das tut nicht nur meiner Entdeckerferude gut, sondern gefühlt auch meiner Haut.

    @birgit: Du bringst mich nun wieder zum Nachdenken. Bis eben hatte ich das Ding unter „zu teuer für wenig Sinn“ abgehakt – aber wenn selbst dein Mann einen Unterschied merkt… 😉

  • Liebe Irit, ich muss sagen ich freue mich auf den Toner-Post. Sehr! Ich bin nämlich vor einigen Monaten nach Jahren mit Lush-Tonern auf den Clinique-Toner in Delicate (den ohne Alkohol) umgestiegen, weil ich auch mal was mit BHA ausprobieren wollte. Und nach ungefähr einem halben Jahr kann ich sagen: Ich sehe NULL Effekt. Weder bei Poren, noch bei sonst irgendwas.
    Daher werde ich nun wohl einfach mit meinem Clarisonic und den Lush-Tonern weitermachen. Das Gefühl eines Toners möchte ich nämlich nicht missen, das gehört für mich in meine Routine.

  • Ooh ich lese die Pflegeroutinen und Neu-Zusatzanwendungen sehr gerne, nur umsetzen darf ich es nicht.Muss mich immer mit einer minimalisten Pflege begnügen,sonst flammt meine POD wieder auf und Rötungen sind dann die Belohnung.

    Zufrieden bin ich nicht ,was meine Haut anbelangt, würde gerne die Poren etwas kleiner sehen und auch die unreine T-Zone ist mir ein Dorn im Auge. Die BHA’s von Paula gehen nach spätestens einer Woche nach hinten los, Haut schuppt sich stark und die berühmten Bläschen in der Nasolabialfalte treten wieder auf.Dann kehr ich wieder zurück in meinen alten Pflegetrott.Manchmal bin ich echt am verzweifeln.

  • @Bärbel: Alle Achtung, das Du Deine Behandlung so strikt durchziehst, das kostet Kraft, oder?
    Halte durch! Schon ausprobiert, ob Du das Paula 1% alle 4-5 Tage ganz punktuell (1 Tropfen auf Zeigefinger und dann auf das Näschen) verträgst? Nix umkommen lassen…sonst halsabwärts unter der Bodylotion aufbrauchen 🙂

    @clarisonic-Fans: Vor Jahren fand ich die Bürsten – egal ob manuell mit Shiseido-Schaum oder mit Maschine – auch ganz toll, fühlte mich soooo sauber, aber langfristig macht es die Haut empfindlich, es wird zuviel abgenommen und dadurch zuviel nachproduziert (die Haut wehrt sich), Couperose wird gefördert, es sei denn, das sie nur Sonntags benutzt wird. Wer schafft das schon?
    Zusammen mit den stark mit Duftstoffen (beeinflusst die Collagenbildung zudem negativ) behafteten Lush-Produkten ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Haut freundlich grüßt.
    Wenn man zufrieden ist, sollte man nicht wechseln, da stimme ich voll und ganz zu, aber nach Alternativen würde ich mich beizeiten mal umschauen.

  • ach Charlotte ,mir bleibt ja keine andere Wahl:) ich wollte auch schon einige Pflegeversuchen erzwingen und wurde immer bestraft.

    Lange Zeit vor meiner POD hatte ich das Shiseidobürstchen tägl. abends im Gebrauch,meine Haut ölte damit ohne Ende und Hautschüppchen in der T-Zone waren auch nicht mehr mit viel Feuchtigkeit zubekämpfen.Habs dann gelassen,dauerte eine Weile bis sich die Haut wieder beruhigte,denke das war der Anfang und auch mit ständig wechselnde Produkte habe ich mir mehr geschadet,die Wechseljahre taten noch ihr übrigens dazu………

    Ich lasse nichts verkommen, schmiere mir damit das große Gesicht bis runter zu den Füßen,wird alles gesalbt:)

  • nur mal ganz kurz… bin derzeit arg im Stress bei der Arbeit und Donnerstag oder Freitag wieder unter den Lebenden und dann diskutiere ich wieder mit

  • Hat Caroline Hirons den Pixiwoo Schwestern nicht von Embryolisse abgeraten? Ich meine, dass die hinterher erzählt haben, die Creme sei viel zu wenig für erwachsene Haut, nur Feuchtigkeit und sonst nix?
    Aber wenn man seine „Probleme“ mit den Seren behandelt, reicht vermutlich nur Feuchtigkeit sogar aus?

    Bin auch immer gegen schäumende Reiniger 🙂

    Seit einigen Wochen nutze ich noch die Olaz Reinigungsbürste, aber nicht täglich. Tut mir sehr gut!

  • @Carlotta: die Hautstellen sind ein Ekzem, das bei mir stressbedingt ist – da nützt dann auch eine andere Pflege nicht.

    Ansonsten bin ich jetzt nach ein paar Wochen bei der Lightvariante angelangt – mal das volle PRogramm und wenn ich sehr müde bin oder keine Lust habe, halt abends Doppelreinigung, BHA und Creme – fertig

    Die Embryolisse ist reine Feuchtigkeitspflege, die Wirkstoffe decke ich lieber über Seren ab. Ich nehme meist nur eins, aber speckig glänzen tut es nicht. Muss man einfach ausprobieren.

    Von morgens nicht reinigen halte ich garnichts, die Haut arbeitet über Nacht, man schwitzt und die Mischung bekommt man mit Wasser nicht runter. Finde ich bei mir eklig.

  • Da kannste sehen, wie unterschiedlich Haut reagiert. Ich habe auch so ein Stressekzem und nur die mildeste Pflege hilft beim Abklingen. Schaum z. B. oder Alkohol würde es nur weiter austrocknen und die Heilung verhindern. Aber da funktioniert eben jeder anders.

  • bei mir ist es unterschiedlich. Wenn es richtig übel ist, gehe ich zu meinem Hautarzt, bekomme eklige Schwefelpaste (oder was auch immer da drin sein mag, es stinkt ekelhaft) und eine Woche komplette Nulldiät.

    Gewöhnlicherweise ist es aber besser, alles an nicht notwendiger „Arbeit“ wegzuschieben und mir Auszeiten in Form von faul rumgammeln zu gönnen – dann ist es nach zwei Tagen wieder weg. Das sind dann die Zeiten, in denen man hier auf dem Blog nichts von mir hört 😀

  • Leider ist das mit den Auszeiten nicht immer machbar. Widerliche Paste habe ich auch, aber da ist es eher die Konsistenz und nicht der Geruch. Wir sind schon geplagt *g*.

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