Sponsored Posts

In letzter Zeit bekommen wir häufiger Anfragen in Sachen „Sponsored Posts“. Ich musste mich erstmal schlau machen, was das eigentlich ist. Es ist ganz einfach: man veröffentlicht auf dem Blog einen mehr oder weniger vorgefertigten Beitrag und bekommt dafür Geld. Oder anders ausgedrückt: es wird kein Werbebanner links, rechts, oben, unten eingeblendet, sondern der Beitrag ist gleich komplett Werbung. Mir waren solche Beiträge in anderen Blogs schon aufgefallen (Beispiel).

Ich vermute, angesichts unserer Werbefreiheit und dem Pochen auf unsere sonstigen Freiheiten könnt Ihr Euch vorstellen, was ich davon halte. Nämlich nichts.

Der Sinn will sich mir nicht so recht erschließen. Derlei Beiträge müssen deutlich gekennzeichnet werden, sonst riskiert man eine Abmahnung. Ich fühle mich da als Leser leicht veräppelt. Da wird ein Beitrag geschrieben, aber nicht, weil man ein Produkt besonders toll findet oder eine Limited Edition vorstellt oder ähnliches mehr. Nein, es ist nur zum Geld verdienen.

Womit wir mal wieder beim Dilemma der Blogger sind. Klar können Janne und ich uns ganz locker zurücklehnen, auf unsere beruflichen Erfolge verweisen und das hier als unser Privatvergnügen betreiben. Was wir ja auch genauso machen, keine von uns möchte Vollzeit-bloggen, es ist ein Hobby wie Sport, lesen und stricken. Bei anderen Bloggern ist die Situation anders. Sie bauen mit dem Blog ihr berufliche Zukunft, was aus meiner Sicht legitim ist. Und da man Lidschatten und Cremes nicht essen kann, muss von irgendwoher Geld kommen. Ich bin aber nicht sicher, ob Sponsored Posts der richtige Weg sind.

Ich bin neugierig, wie sich die Bloggerwelt künftig entwickelt. Wir bleiben bis auf weiteres bei unserer Strategie, nur Sach-Sponsoring (=Produkte zum Test) zu machen, alles andere kommt nicht in Frage.

35 Kommentare

  • Christiane

    Ich hoffe sehr, dass das auch so bleibt.
    Wenn ich Firmenwerbung lesen möchte, kann ich die Seite der entsprechenden Firma besuchen.

    Ich denke, auf lange Sicht führt man den Sinn des bloggens ad absurdum und macht sich seinen blog kaputt. Und somit auch den damit erhofften Brötchenerwerb – denn man wird ja wohl nach den Anzahl der Klicks bezahlt (?) und wenn sich alle mit Grausen abwenden …

  • Oh ja, das ist wirklich ein schwieriges Thema und erfordert viel Fingerspitzen-Gefühl. Allerdings glaube ich auch, dass diese gesponserten Posts der Bloggerei auf lange Sicht schaden. Nice weekend

  • Ich schließe mich Christiane an: What’s the point? Ich lese euer Blog, weil mich eure Meinungen zu den Produkten und auch sonst interessieren, nicht, um Werbetexte zu lesen…

  • Blogs mit „sponsored posts“ meide ich. Das ist fiür mich nicht authentisch. Ich selbst hatte auch schon solche Anfragen. Was mich wirklich am meisten entsetzet, dass die einem wirklich einen vorgefertigten Bericht anbieten. Also sowas käme mir nicht ins Haus.
    Wenn man mir Produkte zu testen anbietet, nehme ich diese gerne dankend an und wenn es was darüber zu berichten gibt, mache ich das dann auch. Aber selbst hier muss man aufpassen. Oft werden auf Blogs Produkte positiv bewertet, nur weil der Blogger das Produkt umsonst bekommen hat. Man muss sich und seinem Blog treu bleiben.
    Lieben Gruss, Cla

    Glamupyourlifestyle.blogspot.de

  • @ Christine: Du hast es hervorragend auf den Punkt gebracht ! Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich klicke inzwischen manchen Blog, den ich früher gern las, kaum noch an, da mich die überbordende Werbung sehr davon abhält.

    @ Irit & Janne: bitte nie niemals euren intelligenten Blog mit Werbung versauen !!!

  • Entschuldigung – ChristiAne !

  • Keine Bange, wir sind da unempfänglich. Außerdem möge wir unser Design… da soll nichts dazwischen blinken

  • Sobald „Sponsored“ dran steht, lese ich nicht, das ist doch Quark – hat nichts mehr mit dem Schreiben eigener Meinungen zu tun.

    Ich finde es ja schon sehr schwierig Blogs zu lesen, die fast nur über PR-Produkte schreiben. Gestehe, es ist hier für mich persönlich gerade in Ordnung, weil die Posts authentisch sind und die Meinung sehr ehrlich rüber kommt.
    Viele andere Blogs verlieren total an Authentizität, wenn unter jeder Review PR-Sample dran steht. Vor allem sind das oft junge Mädels, die kaum die Zielgruppe für High End sind (und falls sie mal selbst gekaufte Sachen zeigen, ist das meist was von P2 oder Catrice), die testen nicht wirklich, das merkt man, interessieren sich auch nicht für Inhaltsstoffe usw.
    Außer Werbung für die Firma ist das also nix – und damit nicht mehr ein Beautyblog, sondern eine Zeitschrift, die nur Werbung darstellt?!

    Ich habe kürzlich die erste Anfrage für bezahlte Posts bekommen und gelacht. Mein Blog ist reines Hobby, 90% der vorgestellten Produkte habe ich aus Neugierse selbst gekauft und ausführlich gebraucht, bis ich sie zeige, alles andere macht für mich keinen Sinn.
    Wenn jemand das Ganze beruflich aufzieht, tja, dann weiß ich auch nicht, wo die Grenze ist, sehr schwierig.

  • Es gibt solche und solche Sponsored Posts. Manchmal will das Unternehmen nur einen Link – was man schreibt, ist dann ziemlich egal. Dieser Post zum Beispiel ist gesponsered:
    http://www.texterella.de/mode-text.php/lifestyle/comments/bogner-schwarzes-kleid/

    Dafür bekam ich Geld (und gar nicht so wenig). Ich habe es gemacht, weil ich Bogner tatsächlich mag. Und auch wirklich alles stimmt an dem Posting (Kaschmirpulli, Kleider etc.)

    Ich verteile ständig Links und mache Werbung – warum soll ich mir die nicht ab und zu zahlen lassen??

    Blogs wie Journelles etc. sind doch reine Werbemaschinen, die kriegen auch Geld!! Und da steht noch nicht überall „Werbung“ dabei. :-))

  • PS: Die Käuflichkeit von Blogs ist aber tatsächlich ein Problem, das gebe ich zu. Siehe dazu auch:

    http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/modeblogs-vom-hobby-zum-lukrativen-nebenjob-a-909167.html

    Für mich selbst ist der Gradmesser immer: Mag ich das Produkt? Würde ich auch ohne Geld darüber schreiben – und SO darüber schreiben? Dann finde ich es für mich akzeptabel. Ich muss meine Meinung vertreten können, ohne rot zu werden.

  • Obwohl ich den Blogs, die ich kenne – und das sind nicht so viele- unterstelle, dass sie nicht bewusst über ein Produkt täuschen, bleibt beim Lesen gesponserter Posts ein fader Beigeschmack. Insbesondere wenn Bloggerinnen, die erkennbar keine Highend- Kundinnen sind, nur noch in den höchsten Tönen loben, sobald sie ein solches Produkt geschenkt bekamen. Dann frage ich mich nicht mehr nur, ob (bewusst oder unbewusst) hier eine Beeinflussung sichtbar wird, sondern ich fühle mich auch als Frau, die diese Produkte kauft, veralbert. Warum soll ich für etwas bezahlen, was anscheinend der halben (Blogger-) Welt geschenkt wird? Bezahle ich mit meinem Kauf nicht dies mit? Vor allem, wenn die Empfängerin eben nicht diese teuren Produkte auch selbstständig kauft/ kaufen könnte. Ich gebe zu, dass mich dieser Gedanke in letzter Zeit schon öfter abgeschreckt hat, etwas von, z. B. Dior, zu erwerben.
    Ich denke, dass das Vorstellen gesponserter Dinge o.k. ist, solange die eigene Meinung der Autorin ersichtlich ist und es sich mit eigenen Einkäufen oder anderen Themen die Waage hält. Außerdem halte ich es für umso glaubwürdiger, je mehr es dem üblichen „Kauflevel“ der Bloggerin entspricht. Was soll ich mit den Lobeshymnen einer Studentin über ein Diorblush anfangen, die sonst vor allem Drogerie vorstellt?

  • Ich bin froh, dass ihr keine Sponsored Posts macht. Ich klicke da auch immer weg. Wenn ich die Werbung einer Firma lesen will, gehe ich direkt auf deren Homepage. Auch Posts, wo Bloggerinnen quasi die Pressemitteilung über zB eine neue LE kopieren inkl Bildern der Firma, und noch mit einem Satz wie „Oh toll, bin so gespannt darauf“ ergänzen, sind für mich komplett überflüssig.

  • Nun ja, ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich mir kaum noch Sachen selbst kaufe, was einfach an den zahlreichen Päckchen liegt. Am ehesten noch Deko, z.B: meine Lieblingssachen von MAC wie StudioFix oder der Blot Powder. Und natürlich das eine oder andere in Korea. Oder im Frankreichurlaub. Und meine Lieblingsparfums. Allerdings benutze ich seit 25 Jahren nur noch „hochwertige“ Pflegeprodukte, da gibt es eine lange Geschichte mit Clinique, Shiseido, Biotherm, Paula’s Choice (damals noch mit US-Bestellung…) u.ä.

    Ich gebe auch ehrlich zu, dass das der wirklich angenehme Teil am Bloggen ist, die Badezimmerschublade ist voll und ich LIEBE es.

    Der noch angenehmere Teil ist, dass ich mehr Geld für Schuhe habe… ich überlege immer noch, ob diese Dior-Pumps nicht doch unter die Kategorie „notwendige Anschaffung“ fallen

  • Dior- Pumps sind eine Anschaffung fürs Leben 😉

  • Ihr geht offen mit den vollen Schubladen um und eure Reviews klingen authentisch. Deshalb brauchst du wegen der vollen Schubladen kein schlechtes Gewissen haben – der „Preis“ des Erfolges halt 😉 Na los, Kauf dir die Schuhe. Wir wollen aber dann ein Tragefoto!

  • das war die falsche Antwort... ich meine, die Anschaffung fürs Leben

  • noch zu den authentischen Reviews: ich würde euch niemals etwas empfehlen, was ich mir nicht selbst ins Gesicht oder andere Körperstellen packe. Und das ich gut finde. Das ist dann natürlich sehr persönlich, weil es halt mein Gesicht ist.

    Ich hatte das jetzt bei Sisley, das Botanical D-Tox. Sisley gefällt mir ausgesprochen gut, ich war in freudiger Erwartung. Es hatte bei mir aber keinen positiven Effekt. Dann kann ich nicht schreiben: oh, das ist toll, unbedingt kaufen. Ich informiere dann die PR-Abteilung und verschenke es.

  • Ne gewisse Form von Sponsoring sind volle Schubladen ja auch. Aber ihr geht da ja sehr offen mit um.
    Was ich ganz schrecklich finde, wenn ich plötzlich auf jedem Blog die gleichen Sachen sehe. Das törnt mich so dermaßen ab, dass bei mir ein gegensätzlicher Effekt eintritt als offenbar ursprünglich geplant. Ich will solche Dinge dann nicht mehr.
    Ich brauche sowieso lange, um Routinen und Produkte zu ändern, ich habe gewisse Vorlieben und einige Abneigungen – da kann man sich aus Blogs sowieso nur Anregungen holen und – wenn es dann passt – ist es mir eigentlich egal, ob Sponsoring Post oder nicht. Aber grundsätzlich sind mir Blogs ohne Werbegerödel einfach sympsthischer.

  • Liebe Irit, wenn die Dior-Pumps deine Augen strahlen lassen, dein Gang noch beschwingter wird, wenn sie deine Garderobe aufwerten und dich immer wieder erfreuen, dann sind sie ihr Geld wert. Ob sie notwendig im Wortsinn sind …eher nicht.
    Ich habe mir in jüngeren Jahren manches versagt, weil ich es nicht „brauchte“, heute ist mir klar, wie schnell alles vorbei sein kann, die Möglichkeit des Genießens, das Leben selbst. Vielleicht sitzt du in ganz ferner Zukunft im Lehnstuhl, erinnerst dich an all das Schöne in deinem Leben und dazu gehören dann diese Pumps.

  • Kauf sie ! Sie sind der Hammer!

  • Es waeren sofort meine – leider kann ich momentan nicht auf hohe
    N Absaetzen laufen:(:(:(! Was kosten die Traumteile denn? Sooooo Schoen !

  • tut mir leid, wenn meine „Anschaffung fürs Leben“ missverstanden wurde. Gemeint war, dass man sich leisten sollte, wenn man etwas schön findet, sonst nichts.

  • julia, das war ein Scherz… ich möchte hören, dass ich sie überhaupt nicht brauche… 😉

  • Also gut, du „brauchst“ sie nicht. Überhaupt nicht. Aber du findest sie seit Monaten einfach toll. Aber du „brauchst“ sie nicht. Besser so?
    Liebe Grüße
    Lissy

  • Oh Gott, sind die schön! Ich fürchte, du brauchst sie. Unbedingt. (Ich könnte nie darin laufen, aber ich würde sie in einen SChrein stellen und anbeten)

  • puh, da bin ich ja erleichtert. Habe mir den Link angesehen, und könnte mich GAR NICHT entscheiden. Die sind ja umwerfend, alleine diese eingebauten Metalliceffekte …..schmacht. Ob die leicht geschwungene Absatzform etwas mit der Höhe und der Tragbarkeit zu tun hat? Oh Gott bin ich froh, dass ich die hier mitten im Rheinland ( nicht Köln oder Düsseldorf, ) nicht in echt sehen kann ;-).

  • Heeuuuuuulllll!

  • ich muss ehrlich sagen, dass ich im Zweifel mit einem schwarzen Kleid und mit der Kombi schwarzn Hose, schwarzes T-Shirt und Jackett auskäme. Aber dazu dann bitte SEHR viele Schuhe. Ich kann auch durchaus mit sehr wenigen Taschen leben. Aber Schuhe?

  • Worauf wartest Du? Mit 80 wirst Du Dich beissen, wenn Du sie nicht gehabt hast!
    Ein handelsüblicher Mann kauft sich ja auch seltsame, nutzlose Autos ohne drüber nachzudenken und Du bist so bescheiden und hättest nur gern ein paar Schuhe, also bitte 😉

  • ehrlich gesagt habe ich da noch eine Mulberry Tasche auf der Liste…

  • Taschen! Jaaaaaaaaa!

  • Kannst du nicht mal die Links posten, wenn Du ins schon die Nase lang machst 🙂 ich muss sonst soooo lange selber suchen ……

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