Klassiker, die mich durch mein Leben begleiten, oder

eben auch Traditionen sind mir wichtig und werden von mir hochgeschätzt. Dazu gehört der erste Tulpenstrauß auf meinem Schreibtisch, der während der Zeit der Freilandtulpen jede Woche erneuert wird, weil ich es so sehr liebe, nach dem langen Winter auf diese vollkommenen, sich jeden Tag noch schöner zeigenden Blumen zu schauen.

Dazu gehört mein Emma-Abo – zu oft habe ich früher eine Ausgabe verpasst, weil ich nicht daran gedacht habe und die Zeitschrift in den Läden selten so prominent ausliegt wie die Brigitte. Während ich die Brigitte ebenso wieder abbestellt habe wie die Zeit (Himmel, jede Woche ein Kilo schlechtes Gewissen!), wird mir die Emma schon aus Solidarität immer bleiben. Und was soll ich sagen – meine Töchter lesen sie mit Begeisterung.

Ich esse wenig Süßigkeiten, aber wenn, dann Haribo Lakritzschnecken, wenig Kekse, aber wenn, Bahlsen Afrika, wenig Kuchen, aber wenn nicht selbstgebacken, dann von unserem französischen Bäcker, sonst nicht. Ich schreibe nur mit Füllern zum Aufziehen, die ich an niemanden ausleihe und die ich schon sehr lange benutze. Ich benutze niemals Weichspüler und lehne Mikrofaserhandtücher ab, neue Handtücher werden erstmal gewaschen, für mich müssen Handtücher kratzig sein. Ich schreibe in wunderhübsche Bücher Tagebuch und sammle diese schon mein Leben lang.

Anders als Irit, die für ihr Leben gerne Pflege und Deko testet, hänge ich ziemlich an den Produkten, die mir gefallen. Ich habe es Margaret Astor nie verziehen, dass sie meinen ersten geliebten Lippenstift Nr.32, einen schönen Rosenholzton, eingestellt hat, das muss vor 28 Jahren gewesen sein. Ich habe mich von Lancome verabschiedet, weil sie immer, wenn ich eine Pflege für mich gefunden hatte, die Produktpalette verändert haben, und komischerweise fiel immer mein Produkt durch den Rost. Ich liebe Bobbi Brown dafür, dass sie die Kundinnen hat voten lassen, welche eingestellten Farben neu aufgelegt werden sollten, denn mein Liebling „blush“ hat gewonnen, so dass ich jetzt sechs davon gebunkert habe und hoffe, gefühlt bis an mein Lebensende damit auszukommen. Ich bin auch meinen Düften sehr treu, wobei ich doch einige nicht mehr nehme, aber das ist Irits guter Einfluss, weil sie so flexibel und fröhlich ihre Düfte wechselt!

  • Liebe Janne. Ich glaube ich bin eine Mischung aus Irit und dir. Ich halte auch ewig an meine persönlichen Klassiker fest, aber teste bzw. probiere auch gerne neues. Das ist wie mit Freundschaften, wirklich gute bleiben ihr lebennlang bestehen. Dann lernt man neue Menschen kennen, wenn es passt werden sie mit ins Leben eingeflossen. Ansonsten war es eine kurze Begegnung.
    Gruß, Cla

    Glamupyourlifestyle.blogspot.de

  • Wenn ich so drüber nachdenke, begleiten mich einige Klassiker mein ganzes Erwachsenenleben, also etwa vierzig Jahre lang: mein Mann, unsere Möbel (Bauhaus-Klassiker, von denen trennt man sich nicht), mein Hochsommerduft Eau de Guerlain, Nivea-Creme, sehr viele Bücher (alle paar Jahre wird aussortiert), Schallplatten, mein Füllfederhalter, ach, so vieles. Bei Kosmetik und Düften probiere ich gern aus, es entlastet aber auch, wenn man nicht immer wieder neu entscheiden muss.

  • Sehr schöner Beitrag!!! Weichspüler kommt bei mir auch nicht in die Kammer, nur Essigessenz und ich liebe kratzige Handtücher, ist doch gleich ein super Peeling für die Haut und fördert die Durchblutung ;D

    Mir gefällt dieser Blog wirklich sehr gut, auch wenn ich nicht fabfor bin 😉 Hoffe ich ich verbessere meinen Blog mit der Zeit! 😉

  • Das ist doch die hohe Kunst des Lebens: Beständigkeit und Wechsel zusammenbringen 😉
    Mir fällt noch ein:
    – Haribo Fantasia
    – den Amseln im Frühsommer beim Singen zuhören
    – jedes Weihnachten „Drei Nüsse für Aschenbrödel“….
    – eine ganz bestimmte Talking-Heads-Musik-CD
    – Börlind Rosentau-Gesichtswasser
    Und ein neuer Klassiker:
    – regelmäßig bei den FabForties reingucken 😉

  • ich bin ein Weichei… ich nehme immer Weichspüler, ich hasse kratzige Handtücher.

    Bei Düften bin ich eigentlich relativ konstant, aber frage bitte niemand nach Cremes…

    @Regina: den Film kann ich schon mitsprechen, meine Töchter schauen in jedes Jahr gefühlte 20x

  • @ Irit: *lach*, das kann ich nachvollziehen. Hat aber in meiner Kindheit eine Weile gedauert, bis ich merkte, daß nicht der Prinz der Toughe ist, sondern Aschenbrödel die Powerfrau…! 🙂
    Schönen Feiertag wünsche ich!

  • Der Prinz ist ein Trottel…

  • Hahahaha!

  • Ich hätte gedacht, ich wäre eher Team Irit, aber heute habe ich festgestellt, dass ich eher Team Janne bin. Es gibt deutliche Übereinstimmungen.

  • Ach wie schön….euch gefunden zu haben!
    Lese seit ein paar Tagen hier mit und finde es toll, dass mal was für Ü40 im Netz ist. Gehöre ja auch schon eine ganze Weile dazu.
    Auch ich kann ein paar „Beständigkeiten“ beifügen:
    – mein Lieblingsparfüm seit 30! Jahren = Jil Sander Bath and Beauty (gibt es seit letztem Jahr wieder)
    – ebenfalls die Nüsse für Aschenbrödel (liebe die Musik)
    – ein Schmuckkästchen in Rot aus meiner Jugendzeit
    – leider nur noch einen Ohrring (Marienkäfer), den bekam ich mit drei Jahren.

    Gehöre auch eher zum Typ „Irit“. Kann mich schlecht auf Neues einlassen. Und ja, ich liebe raue Handtücher und wasche neue mindestens drei mal. Schallplatten habe ich auch je Menge und Elektrogeräte bekommen bei mir immer mehrere Chancen.

    Bitte weiter so schöne Beiträge!

  • Oh, gibt es keine Unterscheidungen beim Namen (dieselbe Schreibweise Vorname)? Schade… Da weiss man ja nicht mehr, wer geschrieben hat. Schönes Wochenende!

  • Die Unterscheidung funktioniert intern über die Mailadressen

    An die „neue“ Carmen: kann ich dich umbenennen?

  • Nun, das macht extern keinen Sinn, aber Danke für die Infio.

  • Wir “ Sabinen“ haben das auch, hihi!

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