Vegetarismus aus der Not geboren, oder

was soll ich machen, frage ich mich, meine Kinder verweigern sämtlich Fleisch, und zwar kategorisch. Nun koche ich schon wenig mit Fleisch, sondern hauptsächlich vollwertig, viel Getreide, Gemüse und Käse, aber nun wurde es doch ohne Kraftbrühen, Hühnersuppen, Bolognese, Schweinefilet asiatisch ein bisschen langweilig. Ich hatte hier ja schon mal darüber geschrieben, dass ich mit der Zubereitung manchen unbestellten Gemüses aus der Biokiste auch schon meine liebe Not hatte.

Es musste also ein neues Kochbuch her. Ich hatte schon ein bisschen herumgelesen und recherchiert, bis mir der Zufall zu Hilfe kam: Als ich gestern meinen Mann vom Bahnhof abholte, war ich viel zu früh da (dumme Angewohnheit von mir), so dass ich erst mal die Bahnhofsbuchhandlung aufsuchte. Da zu stöbern zwischen all den Reisenden, macht mir immer besonders viel Spaß. Und da sprang mich neongrün doch tatsächlich dieses Kochbuch Greenbox von Tim Mälzer an. Gesehen, geblättert, gekauft.

Erstens ist der Preis von € 19,99 unschlagbar für ein Kochbuch nahezu im Din-A4-Format mit Bildern auf jeder Doppelseite (ich hasse Kochbücher ohne Bilder, ich will sehen, was dabei herauskommen soll, das macht mir dann auch Appetit und Lust auf die Arbeit). Tim Mälzer muss ich nicht vorstellen, sogar ich Antifernseherin kenne ihn und seine Projekte. Und ein vegetarisches Kochbuch war genau das, was ich suchte. Und *psst* für alle anderen, die das auch nicht können: Es ist eine genau fotografierte Anleitung drin, wie man Artischocken putzt – schon dafür hat es sich gelohnt.

Absolut empfehlenswert, ich werde sicher noch einiges schreiben hier, wenn ich erst Rezepte ausprobiert habe.

  • Hallo, das habe ich mir letztlich auch gekauft.
    In unserer Familie bin allerdings nur ich die,die nur wenig Fleisch ist und wenn dann nur wenn ich weiß woher es kommt. Es sind interessante Gerichte drin, aber was mich ein bisschen stört ist, dass es fast nur einzelne Rezepte sind. Da muss man sich überlegen, welche Beilagen man dazu macht.
    Das ww vegetarische Kochbuch soll auch gut sein.
    Gruß Sabine

  • Mit guten Kochbüchern und hervorragender Kulinarik ist es so eine Sache. Aus Sorge vor literarischen Fehlgriffen, begebe ich mich lieber direkt an verschiedene Verkaufspunkte und prüfe potentielle Werke haptisch und optisch auf Herz und Nieren 🙂 Kürzlich war ich in der Hauptstadt unterwegs und steuerte den Moritzplatz an. Ein Schmelztiegel unterschiedlichster Konzepte. Handwerk, Kunst, Kultur und Gastronomie. Eine kurze Auszeit gönnte ich mir bei Coledampf’s und habe es keinesfalls bereut. Der Laden hat ein hohes Entdeckungspotential und natürlich interessante Bücher. Wer ebenfalls mal in Berlin sein sollte -> unbedingt anschauen (staunen, essen, lesen, einkaufen und umsetzen)!

  • Kleiner Tipp von einem seit 15 Jahren-Vegetarier: Statt Hackfleisch: Hüttenkäse auf die Nudeln auf dem Teller, zusätzlich zur Tomatensauce (nicht zusammen kochen, erst auf dem Teller vermischen). Kein Scherz!. Ich mag Hüttenkäse eigentlich nicht. Aber zu Nudeln und Tomatensauce ultimativ. Selbst für Lasagne oder Canneloni bestens geeignet. Selbst die Kids lieben es. Und: Fürchterlich gesund da fettarm und Eiweiss-Bombe, da es tierisches und pfanzliches Eiweiss vereint. Und: ich bin mittlerweile grosser Fan von Fleischersatz-Produkten. In jedem Supermarkt zu finden. Hackbällchen, Filetspitzen, Schnitzel, alles aus Soja und/oder Milch ist spitze. Nachdem nun auch meine Tochter von sich aus beschlossen hat, kein Fleisch mehr zu essen (ich missioniere nicht und bin für meinen Mann Stammkundin an der Fleischertheke) fehlt mir für die Kids auch oft der „Mittelpunkt“ für die „Gemüsebeilagen“ und dafür sind ab und an Fleischersatz-Produkte echt klasse.

  • Hallo, zusammen, ich bin auch – seit der Schulzeit – Vegetarierin. Und dabei auch jemand, der sehr sehr gerne gut isst. Mein Mann, ursprünglich Fleischesser, ist aber so begeistert von unseren gemeinsam gekochten vielen Pasta-Gerichten, Risotti, Couscous-Varianten,, Pizzen und Suppen, asiatischen Gerichten etc, dass er das Fleischessen fast vergessen hat.
    Bei Suppen kann man genauso Gemüsebrühe verwenden. Es gibt von Maggi auch eine Bio-Gemüsebrühe im Glas, ohne die ganzen Zusatzstoffe und die schmeckt fast wie selbstgemacht. Daraus zB einen Erbsen-Cappuccino machen oder eine indische Linsen-Tomatensuppe….. es gibt viele schnelle und gesunde Rezepte!
    Übrigens wirkt sich diese Lebensweise auch sehr positiv auf Haut und Figur aus 😉 Und ich war noch nie krank! Bei Rezeptfragen… ich helfe gerne weiter! Liebe Grüsse an alle!

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